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Shane McMahon stürzte aus knapp acht Metern in die Tiefe © WWE

Arlington - WrestleMania vor 101.763 Fans in Texas: Das WWE-Spektakel bietet Bombast, Überraschungsauftritte - und einen Sechs-Meter-Sprung im Undertaker-Match.

101.763 Zuschauer sind ins texanische Arlington gekommen, um ein Wrestling-Spektakel zu sehen - und sie bekamen es.

Vor der (offiziell verkündeten) Rekordkulisse legte die WWE mit WrestleMania eine furiose Schaukampf-Show hin.

Diverse herausragende Matches, Bombast-Einzüge, Shaquille O'Neal als Wrestler und ein Irrsinnssturz aus über sechs Metern - SPORT1 fasst zusammen:

Furioses Leitermatch um den Intercontinental Title:

Kevin Owens setzt seinen Titel gegen sechs Herausforderer aufs Spiel. Alle überbieten sich gegenseitig mit spektakulären Demolition-Derby-Manövern. Highlight: Sin Cara wird von der Leiter geschubst, stützt sich im Fallen mit den Füßen auf das oberste Ringseil und federt von dort mit einem Vorwärtssalto auf die draußen stehenden Gegner.

Owens und sein ewiger Rivale Sami Zayn sind die Stars des Matches, der überraschende Sieger aber: Zack Ryder, indem er den siegessicheren The Miz wegstößt, als er den Gürtel greifen will. Ein WrestleMania-Moment für einen verdienten Veteranen.

Styles brilliert und verliert:

AJ Styles tritt zum ersten Mal auf die WrestleMania-Bühne und liefert sich den erwarteten Leckerbissen mit Chris Jericho.

Viel Technik, viele Konter, der letzte: Styles schart das Publikum für ein letztes großes Flugmanöver hinter sich - und springt in den Codebreaker seines Gegners.

Prügelspaß mit drei Legenden:

Die böse League of Nations besiegt  unfair die Kultlieblinge The New Day - was schnell sehr egal ist, denn unter dem Jubel der Massen kommen die Hall of Famer Shawn Michaels, Mick Foley und Stone Cold Steve Austin zum Ring und verprügeln die Schurken mit ihren Standardmanövern.

New Day fordert die Legenden dann auf etwas Party zu machen. Austin, nicht direkt ein Tanzbär reagiert kühl, schwoft dann doch etwas mit Xavier Woods - und verpasst ihm den Stunner.

Lesnar regiert in Suplex City:

Undertaker-Bezwinger Brock Lesnar und der aufstrebende Dean Ambrose lassen es in ihrem Street Fight krachen: Ex-Ringer Lesnar reiht Suplex an Suplex - die Videoleinwand zählt mit -, Ambrose arbeitet sich durch die Kampfwaffen, die ihm die Hardcore-Legenden Mick Foley und Terry Funk zuvor geschenkt haben. Gegen Ende wirft er wie einst Funk eine Ladung Stühle in den Ring, Lesnar aber lässt ihn mit dem F-5 selbst hineinkrachen. Der Sieg - etwas zu schnell und eindeutig.

Sensationsshow der drei Damen:

Das größte Frauenmatch der WWE-Geschichte sollte es werden, das größte Frauenmatch der WWE wurde es. Charlotte, Becky Lynch, Sasha Banks: Das Match um den neuen, von Hall-of-Famerin Lita vorgestellten Women's Title (statt dem alten Divas Title) hält alles, was es verspricht. Ein Spektakel schon der Einzug: Banks zum Live-Rap von Cousin Snoop Dogg, Charlotte mit einer umgeschneiderten Version der Robe, mit der Papa Ric Flair in den Ruhestand ging.

Im Ring dann: Ein Feuerwerk der zwei- und dreifach gewendeten Aktionen. Charlotte siegt, als sie am Ende Lynch mit dem Figure Eight zur Aufgabe zwingt. Beigeschmack: Papa Flair greift unfair ein  und verhindert, dass Banks den Griff löst - womit die Saat für Banks' Revanche gelegt ist. Und weitere große Matches.

Der Wahnsinns-Stunt

Shane McMahon gegen den Undertaker im Hell-in-a-Cell-Käfig. Gewinnt Shane, bekommt er gemäß Story die Kontrolle über die TV-Show RAW - und das Denkmal Taker ist von der WrestleMania-Bühne gestoßen. Shane, eigentlich kein Wrestler, gleicht fehlendes Handwerk mit Stunts aus, zum Schluss mit dem Ultimativen: Mit einem Bolzenschneider öffnet Shane die Zellentür, klettert auf das über sechs Meter hoch gelegene Dach - und springt!

Der Undertaker weicht aus, Shane kracht durch den Kommentatorentisch. Einen Tombstone später: Schluss. Der Taker hat noch mindestens eine WrestleMania vor sich, Shane wird mit der Trage abtransportiert. Show oder wirklich verletzt? Ein erhobener Daumen signalisiert: Der Stunt ist einigermaßen gut überstanden. Dennoch: Rund 100.000 Zuschauer sind stumm, eine Stecknadel könnte Shane jetzt hinterherspringen - und würde gehört.

Shaq Attack!

Zum Runterkommen nach dem Höllenkäfig-Drama: Leichte Unterhaltung bei der Andre The Giant Memorial Battle Royal. Es gibt diverse Überraschungsteilnehmer - die Altstars Diamond Dallas Page und Tatanka sowie Shaquille O'Neal (!).

Die NBA-Ikone verpasst Kraftpaket Kane zusammen mit Hüne Big Show einen doppelten Chokeslam, beide werden dann vom Rest der Akteure gemeinsam elimiert. Sieger scheint am Ende Kane, aber ein Neuling schleicht sich noch rein: Nachwuchstalent Baron Corbin triumphiert.

Doch noch ein "Match" mit The Rock

Dwayne Johnson alias The Rock durfte wegen seiner Hollywood-Verpflichtungen eigentlich kein Match beim alten Arbeitgeber bestreiten, tat es dann aber doch - wenn man es so nennen will.

In sechs Sekunden besiegte er Erick Rowan von der Wyatt Family, die gemeinsam seine Ansprache unterbrach. Eine Aktion, der Rock Bottom, Schluss. Der verletzte Superstar John Cena machte bei der weiteren Abreibung dann auch noch mit.

Roman Empire übertrumpft King of Kings

Triple H, der World-Champion-Veteran, gegen Roman Reigns, den angehenden Star mit den gewaltigen Akzeptanzproblemen beim Publikum. Der Hauptkampf beginnt mit einem denkwürdigen Fantasy-Einmarsch von Triple H: Totenschädel-Armee, Ehefrau Stephanie mit Skelettmaske, Lack und Leder, Motörhead. Reigns dann bei seinem Auftritt ausgebuht - aus geschätzt fast 101.763 Mündern.

Das Match dann: Blitzsauberes Old-School-Wrestling mit wohldosierten Einlagen - ein Spear-Tackle für die eingreifende Stephanie zum Beispiel. Mit letzter Kraft reicht sie Triple H Noch seinen Vorschlaghammer - nützt nichts mehr. Reigns weicht aus, Spear für Triple H. Der Ungeliebte hat gewonnen, trotz weiterer Buhrufe: solides Ende einer gewaltigen Show.

Ergebnisse der Preshow:

The Usos besiegen The Dudley Boyz

Brie Bella, Alicia Fox, Natalya & Paige besiegen Lana, Emma, Summer Rae, Naomi & Tamina

US Champion Kalisto besiegt Ryback

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