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Die Zeit von Superstar John Cena neigt sich dem Ende zu © Imago

Superstar John Cena ist nach dem WWE Draft nicht mehr bei der A-Show. Es erhöht den Druck auf seinen Erben Roman Reigns. Vier Erkenntnisse nach dem Neustart.

Der WWE Draft ist vorbei, der Kader der größten Wrestling-Liga der Welt neu geordnet.

Die TV-Shows Monday Night RAW und SmackDown - jetzt beide live ausgestrahlt - haben wieder zwei getrennte Roster. Welche entscheidenden Schritte hat WWE vollzogen? SPORT1 ordnet ein.

Ein Hauch von John-Cena-Dämmerung

John Cena, noch immer der größte Star der WWE-Gegenwart, ist nach elf Jahren nicht mehr bei der Hauptshow RAW zu sehen, sondern bei SmackDown.

Das kann man als Zeichen dafür sehen, dass die Promotion ihre bisherige B-Show zur gleichwertigen A-Show machen will - mit Dean Ambrose, AJ Styles und Randy Orton an Cenas Seite. Man kann es aber auch als Verdeutlichung dafür sehen, dass WWE dabei ist, Cenas Erbe zu regeln.

Der 15-malige WWE und World Champion geht auf die 40 zu und hat die Zahl seiner Auftritte bei nicht aufgezeichneten Shows zuletzt deutlich reduziert. Verzichtbar ist er deshalb längst noch nicht, aber WWE stellt sich auf die Zeit ein, in der sie auf ihn verzichten muss.

Noch mehr Druck auf Roman Reigns

Roman Reigns gilt als Cenas Erbe - oder galt er es? Die jüngste Doping-Affäre und Berichte, dass er die Hallen als Champion nicht so füllte wie erhofft, haben die Zweifel am ohnehin umstrittenen Reigns genährt.

Dass er nun erst als sechster Draft Pick präsentiert wurde - hinter Damenchampion Charlotte und Neuling Finn Balor -, war trotzdem wohl nicht mehr als ein kleiner Warnschuss. Er ist neben Teilzeitkraft und Sünder-Kollege Brock Lesnar der einzige etablierte Main Eventer auf Seiten der RAW-Publikumslieblinge.

WWE lässt sich selbst kaum eine andere Wahl als weiter auf Reigns zu setzen, zumal er nun nicht mehr von Cena und Dean Ambrose entlastet wird. Umso wichtiger wird sein Widerpart Seth Rollins: Nummer-1-Pick, Top-Bösewicht und Held all der Fans, die Reigns nicht leiden mögen.

Braun Strowman winkt der Riesen-Push

Die Wyatt Family ist nicht mehr: Bray Wyatt tritt künftig bei SmackDown an, sein hünenhafter Vollstrecker Braun Strowman bei RAW.

Das spricht dafür, dass der 2,03-Meter-Mann Strowman den nächsten Schritt macht: Er gilt als Herzensprojekt von WWE-Boss Vince McMahon, war schon als WrestleMania-Gegner des Undertaker im Gespräch - und soll auch deutlich mehr Talent haben, als er seinen Kritikern bislang zeigen konnte.

Goldene Zeiten für Neuling Finn Balor

Gleich an Position fünf im Draft präsentierte WWE Finn Balor aus der Nachwuchsliga NXT. Der irische Top-Techniker - der von den Kollegen mit donnerndem Applaus verabschiedet wurde - hat sich dort einen Ruf wie Donnerhall erarbeitet. Beim WrestleMania-Wochenende waren schon hunderte Fans mit Balor-T-Shirts zu sehen.

Der frühere Anführer der Bullet-Club-Gruppierung trifft bei RAW auf seine alten Kollegen Karl Anderson und Luke Gallows, die beim Draft von ihrem bisherigen Leader AJ Styles getrennt wurden.

Balor könnte ihn ersetzen und als Bösewicht durchstarten. Oder als zweitgrößtes Babyface - also als Publikumsliebling -, hinter Reigns. Durchstarten wird er in jedem Fall.

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