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Daniel Bryan (l.) und The Miz lieferten sich bei WWE ein nicht ganz fiktives Streitgespräch
Daniel Bryan (l.) und The Miz lieferten sich bei WWE ein nicht ganz fiktives Streitgespräch © Youtube.com/WWEDeutschland

München - WWE-Star The Miz macht den zurückgetretenen Daniel Bryan rund, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen dabei. Miz' Karriere hilft es.

Die beste Show ist manchmal die, die gar keine Show ist.

Den Beweis dafür bekamen die WWE-Fans mit einem Show-Segment, das weit größere Wellen geschlagen hat, als die Wrestling-Liga es ursprünglich geplant hatte - weil ihre Beteiligten einen kräftigen Schuss Realität hineinmischten.

Es geht um ein Streitgespräch zwischen Intercontinental Champion The Miz und dem verletzt zurückgetretenen Daniel Bryan vergangene Woche bei "Talking Smack", einer Sendung, die im WWE-Programm eigentlich eher Beiwerk ist.

Das Segment sorgt aber seit seiner Ausstrahlung vor eineinhalb Wochen für immer neuen Gesprächsstoff.

"Warum kündigst du nicht?"

Was war passiert? Miz und Bryan sollten sich in der Live-Show ein Verbalgefecht liefern, dessen Inhalt im Skript aber größtenteils offen gelassen wurde. Die beiden füllten die Lücke, indem sie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität ausloteten.

Bryan warf Miz vor, "wie ein Feigling" zu wrestlen - ein Punkt, an dem sich tatsächlich viele Kritiker Miz' stören, denen der 35-Jährige zu wenig Risiko im Ring geht.

Miz konterte mit einer kleinen Wutrede, in der er Bryan selbst vorwarf ein Feigling zu sein. Habe er den Fans nicht versprochen, in den Ring zurückzukehren? Und wenn WWE ihm das nicht erlaube: "Warum kündigst du nicht und ziehst mit deinen Indy-Freunden durch die Bingo-Hallen?"

Bryan ließ Miz und Moderatorin Renee Young danach am Set der Show zurück.

Bryan: "Ein Teil von mir wollte ihn schlagen"

Miz spielte mit seiner Bemerkung auf Bryans tatsächliche Gedankenspiele an, WWE zu verlassen, nachdem ihm die Liga wegen einer schweren Kopfverletzung die ärztliche Erlaubnis für eine Ring-Rückkehr verweigerte.

Bekanntermaßen hat sich stattdessen mit seinem Karriere-Ende abgefunden und fungiert nun als (fiktiver) General Manager der Show SmackDown. Miz' Anspielung schmerzte ihn dennoch, wie er nun bei ESPN verriet.

"Miz und ich kennen uns sehr lange und wir wissen, wie wir uns gegenseitig auf die Nerven gehen", erklärte Bryan. Miz sei "sehr persönlich" gewesen: "Ich glaube tatsächlich manchmal, dass ich deswegen ein Feigling bin. Ein Teil von mir wollte ihm dafür einfach ins Gesicht schlagen."

Ein Karriere-Schub für Miz

Es war nicht nötig, um die Konfrontation der beiden zu einem Viral-Hit zu machen - der prompt Spekulationen auslöste, ob das Segment auf einen Rücktritt vom Rücktritt Bryans hindeuten würde.

Bryan stellte nun aber klar, dass es dazu nicht kommen wird: "Meine Ehefrau stellt das sicher."

Er hat trotzdem dabei geholfen, Miz' Karriere etwas anzuschieben: Er bekam von den Fans viele Komplimente für seinen Ausbruch - und in der vergangenen SmackDown-Ausgabe einen prominenten Auftritt, in dem er daran anknüpfen durfte.

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