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Sasha Banks (l.) nahm Charlotte bei RAW den WWE-Damentitel ab
Sasha Banks (l.) nahm Charlotte bei RAW den WWE-Damentitel ab © WWE 2016 All Rights Reserved

München - Sasha Banks ist das neue weibliche Gesicht der Wrestling-Liga WWE. Bei SPORT1 spricht "The Boss" über ihr Erfolgsgeheimnis und ihre deutschen Wurzeln.

Ein bisschen deutscher als man denkt, ist sie ja jetzt schon, die weltgrößte Wrestling-Liga WWE. 

Amerika ist bekanntlich Einwanderungsnation, auch die deutschen Emigranten haben da ihre Spuren hinterlassen, unter anderem bei Sasha Banks, dem neuen Damenchampion des RAW-Rosters.

"Ich habe mütterlicherseits deutsche Vorfahren", erklärt sie SPORT1. Wenngleich sie ergänzt: "Ich müsste trotzdem etwas mehr lernen über die Kultur. Ich spreche auch kein Deutsch."

Was sich beides vielleicht ändert, sollte sie demnächst auf Tim Wiese treffen - oder auf Alexander Wolfe, der bei der Nachwuchsliga NXT ebenfalls an einer WWE-Karriere arbeitet. "Sie können mir gerne etwas beibringen", sagt Banks, die ihm wahren Leben den noch schöneren Namen Mercedes Kaestner-Varnado trägt.

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Sasha Banks: "Man muss alles können"

Umgekehrt gilt das gewiss auch. Banks hat den Durchbruch schon geschafft, erst am Montag stand sie im Hauptkampf der wöchentlichen TV-Show und durfte gegen Charlotte zum zweiten Mal den Titel gewinnen.

Die 24 Jahre alte Banks - Spitzname: "The Boss" - gilt als das größte, weil vielseitigste Talent unter den WWE-Frauen. Sie vereint athletische Fähigkeiten mit Charisma und Eloquenz, funktioniert zudem momentan als Publikumsliebling ebenso wie früher in der Schurkinnenrolle.

"Man kann hier nicht nur ein Talent haben um ein Star zu werden, man muss alles können", sagt sie: "Man muss gut wrestlen können, gut reden, die Leute mit allem was man tut überzeugen, dass man die Beste ist. Man muss das ganze Paket mitbringen."

Auch Snoop Dogg half bei der WWE-Karriere

An diesem Paket hat nicht nur Banks mitgeschnürt, das ist ihr wichtig herauszustellen.

Immer wieder würdigt sie auch ihre Kolleginnen und andere, die sie als Wegbereiter sieht: Ihr verstorbenes Vorbild Eddie Guerrero, ihren Trainer, den früheren WCW-Wrestler Norman Smiley, den sie als enorm kundigen Lehrmeister beschreibt, auch WWE-Talentchef Triple H, "der uns die Gelegenheit gibt, zu tun, was wir wollen und zu zeigen, was wir können".

Ihrem prominenten Cousin Snoop Dogg schreibt Banks ebenfalls einen Anteil an ihrem Aufstieg zu: Der Rapstar und WWE-Edelfan hat Banks als Teenager hinter die Kulissen der Liga mitgenommen und ihren Idolen vorgestellt und auch ihren Charakter mitentwickelt. Bei WrestleMania wurde Banks' Einmarsch von einem rappenden Snoop begleitet.

Banks' Privatleben besteht trotzdem nicht nur als Star-Glamour: Sie wuchs auf als Kind einer alleinerziehenden Mutter und half ihr dabei, ihren autistischen Bruder großzuziehen. Nicht verwunderlich, dass Banks von ihren Kollegen als fest geerdet beschrieben wird.

Historischer Käfigkampf geplant

Ihre eigene Familie hat Banks auch schon gegründet. Ihr Ehemann ist ein ehemaliger Wrestler, der mittlerweile als Kostümdesigner für WWE arbeitet - und auch Banks' spektakuläre Outfits entwirft. Auch die sind aus Sicht der Gattin kein unwichtiger Teil des Pakets Sasha Banks.

Wenn nichts dazwischenkommt, wird Banks das Frauenwrestling noch einige Jahre prägen, der nächste Meilenstein ist schon geplant: Dem Wrestling Observer zufolge soll sie am 30. Oktober in einem Hell-in-a-Cell-Match auf Charlotte treffen, dem ersten Frauen-Käfigkampf dieser Art.

Ein Duell, das noch mehr Aufmerksamkeit auf den Shooting Star lenken wird. Banks wird sie nutzen wollen, um den Zuschauern zu zeigen, wer der Boss ist.

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