Sandro Wagner über Boldt-Aus in Hannover: „Bin nicht vollblind“

Mit sofortiger Wirkung: Hannover 96 trennt sich von Jonas Boldt
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Mit sofortiger Wirkung: Hannover 96 trennt sich von Jonas Boldt

Sandro Wagner muss den Weg bei Hannover 96 ohne Jonas Boldt weitergehen. Der Trainer gibt sich kämpferisch.

Sandro Wagner hat sich nach dem Aus seines Vorgesetzten Jonas Boldt bei Hannover 96 kämpferisch gezeigt. Der Trainer der Niedersachsen will den Fokus auf seine sportlichen Aufgaben legen – auch wenn ihn die Trennung von dem Geschäftsführer nicht kalt lässt.

„Es ist ja nicht nur der Beruf, es ist ja auch immer was zwischenmenschliches, und da ist es immer scheiße, wenn jemand aus der Gruppe geht, gehen muss“, sagte Wagner vor der Zweitliga-Partie gegen Dynamo Dresden bei Sky.

Sandro Wagner erlebt schwierige Zeiten bei Hannover 96
Sandro Wagner erlebt schwierige Zeiten bei Hannover 96Sandro Wagner erlebt schwierige Zeiten bei Hannover 96© IMAGO/osnapix

Alleine fühle er sich trotz der Trennung von Vertrauensperson Boldt aber nicht. “Ich mag dieses Mimosige nicht, dieses Beschweren, ‚ich bin so alleine‘. Im Endeffekt war ich in meinem Leben schon ganz oft alleine und habe das hinbekommen. Ich bin Kämpfer, ich habe Bock und eine gute Gruppe.“

Rücktritt in Hannover? Sandro Wagner wird deutlich

Hannover lag vor der Partie punktgleich mit drei anderen Mannschaft am Tabellenende. Er versuche jedoch trotz der schwierigen Situation, für gute Stimmung zu sorgen und ein „geiles Training“ zu gestalten, meinte Wagner. Aber: „Kein Druck, kein ‚Oh, ich bin alleine‘. Ich bin gerne Trainer hier.“

Ein Rücktritt sei keine Option. “Das tangiert mich gerade gar nicht, null“, sagte er zu einer entsprechenden Frage.

DEINE MEINUNG

Er habe sich den Job bei den 96ern schließlich bewusst ausgesucht: “Ich wusste, wohin ich hier komme. Ich bin ja nicht vollblind. Aber ich mag Traditionsvereine, es ist immer ein bisschen ruckelig. Das macht mit mir Nullkommanull, nichts.”

Die Rückendeckung des mächtigen Aufsichtsratsmitglieds Martin Kind spüre er weiterhin, sagte Wagner zudem: „Er hat mir gesagt, er hat seine Themen im Verein. Mit mir ist er zufrieden, er hat Vertrauen.”

Wer Boldt beerben soll, ist derweil unklar – am Sonntag befand sich der ehemalige Geschäftsführer und aktuelle Scout von Borussia Mönchengladbach, Roland Virkus, im Hannover-Stadion.