„Schlau war das nicht“: Effenberg kontert Ballack

Effe knöpft sich Ballack wegen Karl vor
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Effe knöpft sich Ballack wegen Karl vor

Michael Ballack sorgt im Wirbel um Bayern-Youngster Lennart Karl mit seinen Aussagen für Aufsehen. Stefan Effenberg äußert sich dazu im Doppelpass.

Eigentlich sollte rund um die Kritik an Bayern-Talent Lennart Karl längst wieder Ruhe einkehren. Doch ausgerechnet Michael Ballack hat die Diskussionen um den 18-Jährigen erneut angeheizt – das findet zumindest TV-Experte Stefan Effenberg.

Im SPORT1 Doppelpass kritisierte der frühere Bayern-Kapitän Ballack für dessen jüngste Aussagen über den jungen Offensivspieler. „Schlau war es von Michael Ballack nicht, das Fass jetzt wieder aufzumachen, sodass wir hier darüber reden“, stellte Effenberg klar. „Das war nicht gut.“

Stefan Effenberg sieht die jüngsten Aussagen von Michael Ballack über Lennart Karl kritisch
Stefan Effenberg sieht die jüngsten Aussagen von Michael Ballack über Lennart Karl kritischStefan Effenberg sieht die jüngsten Aussagen von Michael Ballack über Lennart Karl kritisch© IMAGO/MIS

Besonders kritisch sah der Experte dabei Ballacks Doppelrolle als Spielerberater und TV-Experte. „Er hätte da nicht in der Arbeit als Experte was zu sagen sollen, wenn er gleichzeitig auch Berater ist, das ist immer schwierig“, fand Effenberg, der sich in der Diskussion zugleich hinter Karl stellte.

Effenberg mit klarer Botschaft an Karl

„Grundsätzlich gilt doch, dass sich Lennart Karl auf keinen Fall verbiegen lassen soll“, betonte er. Dass ein junger Spieler geführt werden müsse, sei dagegen selbstverständlich. Auch das Einmischen von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß überraschte Effenberg nicht: „Dass Uli Hoeneß sowas sagt, ist normal und das kennen wir von ihm aus den letzten Jahrzehnten.“

Ballack hatte die Worte von Hoeneß beurteilt und auch Unverständnis über Aussagen von Sportvorstand Max Eberl gezeigt. „Dass Max Eberl nun, nachdem Lennarts Leistungskurve wieder klar nach oben zeigt, ihm ein sportliches Loch attestiert, geschmückt mit Fehltritten, ist vom Zeitpunkt her unverständlich und inhaltlich zumindest mal zu hinterfragen“, sagte er bei DAZN.

DEINE MEINUNG

Sportlich sieht Effenberg für Karl ohnehin keinen Grund zur Unruhe. Schließlich müsse sich der Youngster beim deutschen Rekordmeister gegen hochkarätige Konkurrenz behaupten – allen voran Offensiv-Star Michael Olise.

„Es gibt Schlimmeres, als im Windschatten von Olise zu sein“, sagte Effenberg mit Blick auf den aufspielenden Bayern-Star. Er sei sicher, dass Karl seine Einsatzzeiten bekommen werde. Effenberg hält einen Startelfeinsatz im kommenden Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid für möglich – gerade nach den Ausfällen von Serge Gnabry und Ismael Saibari.

Effenberg: Die Tür für Karl wird sich öffnen

Von einem vorzeitigen Abschied aus München rät Effenberg dem Offensivspieler ausdrücklich ab. „Für ihn und seinen weiteren Weg ist es enorm wichtig, bei Bayern zu bleiben“, erklärte er. „Es wird sich die Tür öffnen.“

Dabei gehe es nicht allein um die Einsatzminuten auf dem Platz. Gerade das tägliche Training mit den internationalen Topspielern sei für einen jungen Profi von unschätzbarem Wert. „Sich da Dinge abzuschauen, da würde ich ihm auf jeden Fall zu raten, bei Bayern zu bleiben und Geduld zu haben.“

Geschenkt bekomme Karl beim Rekordmeister allerdings nichts. „Wenn er gut trainiert, wird er spielen. Wenn nicht, bekommt er den Schuss vor den Bug. Das ist ganz normal. Dafür trägst du das Trikot von Bayern“, fasste der Ex-Nationalspieler nüchtern zusammen.

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