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Enduro One Auftakt in Frammersbach – Schweiß & Spaß im Spessart
Enduro One Auftakt in Frammersbach – Schweiß & Spaß im Spessart
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Laurenz Utech -

Am zurückliegenden Wochenende ging das Auftaktrennen der Enduro One Serie 2017 über die Bühne. In Frammersbach waren rund 600 Fahrer am Start und lieferten sich einen schweißtreibenden Fight! Rennbericht und Ergebnisse findest du hier.

Der Auftakt der diesjährigen Enduro One Saison im Spessart war von Schweiß und Spaß geprägt. Ein Mix aus tretintensiven Strecken und Spaß bringenden Stages verlangte dem Rekord verdächtigen Fahrerfeld von rund 600 Startern alles ab.

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Zum Auftakt der Enduro One Saison 2017 kamen rund 600 Starter in den Spessart nach Frammersbach. Zum Auftakt der Enduro One Saison 2017 kamen rund 600 Starter in den Spessart nach Frammersbach.

Am Ende des 35 Kilometer langen Loops, der knapp 1000 Höhen- bzw. Tiefenmeter zählte, standen Sarah Lentes (Flowtrail Stromberg) und Andre Kleindienst (Bergamont Hayes Factory Team) als Sieger fest. Alle weiteren Ergebnisse und Highlights des Rennens, findest du im folgenden Rennbericht unseres rasenden Redakteurs Laurenz, der mit am Start war.

Das Wetter spielte mit beim großen Event im schönen Spessart. Das Wetter spielte mit und die E-Biker erwartete eine Special-Stage beim großen E1 Auftakt-Event im schönen Spessart.

Samstag - Training & Prolog

Der Samstag startete mit gutem Wetter und trockenen Bedingungen. Dennoch wiesen die Stages nach einiger Zeit, streckenweise starke Spurrillen und andere Schäden vor, auf Grund der immensen Größe des Starterfelds. Die Enduro One Serie ist definitiv gewachsen und muss den Wegfall der SSES stark kompensieren wie es scheint. Es ist also spannender denn je, wie sich die Einsteiger freundliche Serie weiterentwickeln wird.

Vollgas im Training von Till Jungmann, der dieses Jahr zum ersten Mal in der Pro-Klasse startet. Vollgas im Training von Till Jungmann, der dieses Jahr zum ersten Mal in der Pro-Klasse startet.

Trainiert wurden die Stages 5,6 und 7, die allesamt am Berg des Frammersbacher Skilifts lagen und auch mit selbigen erreicht werden konnten. Es entschieden sich dennoch viele Fahrer dazu, hoch zu treten, da der Schlepplift natürlich ordentlich zu tun hatte, bei den vielen Startern. Stage 5 und 6 waren stellenweise technische Trails die ordentlich Spaß brachten, wenn man gewillt war in die Pedale zu treten. Vor allem Stage 6, die mit 1,5 Kilometern und 110 Höhenmetern die längste war, brachte die ein oder andere Lunge zum bluten. Stage 7 war ein spaßiger Slalom hinunter zum Lift, hier hieß es laufen lassen!

Die Kante: Eine der Schlüsselstellen in Stage 6. Die Kante: Eine der Schlüsselstellen in Stage 6.

Der Prolog wurde auf dem zweiten Teil von Stage 6 ausgetragen. Nach einem flachen Trailstück ging es durch mehrere, mit Wurzeln durchsetzte Kehren Richtung Ziel. Schon zum Prolog hatten sich viele Zuschauer und Fahrer an den Schlüsselstellen eingefunden und machten dort ordentlich Stimmung. Die Wertung der Frauen gewann die Lokalmatadorin Vivian Wachs (MSF-Frammersbach) mit einer Zeit von 1:44.32. Bei den Herren kam es bei der Siegerehrung fast zum Eklat, als man Tim Schüz, dem Gewinner der Pro-Klasse schon den Pokal überreichen wollte und sich dann aber auf Zuruf herausstellte, dass ein Fahrer noch ein bisschen schneller war. Und zwar war es Josua Hein (Heiko´s Radschuppen) aus der Gäste-Klasse, der sich mit einer Zeit von 1:25.19 den Titel des schnellsten Mann des Tages sicherte.

Die Sieger des Prologs und der E-Bike Stage. Die Sieger des Prologs und der E-Bike Stage.

Außerdem fanden am Samstag noch das Kids Race statt und die E-Bike Stage. Hier wurde ausnahmsweise mal ein Uphill getimet. Allerdings war nicht irgendein Uphill zu bewältigen, sondern ein Trail der sich in mehreren Kehren und gespickt mit Hindernissen den Hang hinauf schlängelte. Beim Kids Race konnten die kleinsten Racer beweisen was sie schon drauf haben - hier wird ein E1-Rennen zum großen Spaß für die gesamte Familie!

Stolz wie Oskar: Die Gewinner des Kids Race. Stolz wie Oskar: Die Gewinner des Kids Race.

Sonntag - Raceday

In der Nacht zu Sonntag hatte es ein paar Tropfen geregnet und die Nervösität im Starterlager wuchs ein wenig an. Würden die Wurzeln rutschiger sein als im Training? Was passiert auf den vier Stages, die auf Sicht gefahren werden?

Fuß raus und auf das beste hoffen. Fuß raus und auf das beste hoffen.

Die Antwort auf diese Frage lautete hin Hinblick auf Stage 1 und 2 leider: Nicht viel. Schnurgerade Forstrassen von denen es plötzlich und unerwartet, ein paar mal links und rechts die Böschung hinauf ging. Hier hätte man besser ein oder zwei Stages mehr im Bikepark mit hinein genommen oder es eben direkt so gemacht wie bei Stage 3 und 4. Da ging es nämlich wesentlich spaßiger und endurolastiger auf technischem Singletrail in Richtung Ziel.

Kurze Verschnaufpause in der Luft bevor es wieder ans Treten geht. Kurze Verschnaufpause in der Luft bevor es wieder ans Treten geht.

Es folgten nun noch die Stages, die bereits aus dem Training bekannt waren. Zwar hatten sie sich ob des riesigen Fahrerfeldes noch einmal etwas verändert, dies änderte aber nichts an ihrem Spaß- und Schweiß-Faktor. Die vom Organisator vorgegebene Karenzzeit von 3,5 Stunden ließ sich von den meisten Startern nur schwer einhalten, da der Loop für E1-Verhältnisse wirklich lang war und über beschwerliche Wege führte, auf denen oft geschoben werden musste. Das Naturerlebnis - und das soll kein Witz sein - welches man dabei im Spessart erleben durfte, war jedoch großartig - Berge und Wälder soweit das Auge reichte!

Andre Kleindienst auf seinem Weg zum Sieg in der Pro-Klasse. Andre Kleindienst auf seinem Weg zum Sieg in der Pro-Klasse.

Es folgte die Siegerehrung am toll gelegenen Event-Hang, direkt an Lift und Skihütte. Diesmal ohne Schnitzer wurden der Reihe nach alle Klassen von der E1 E-Bike über die neue E1 Junior bis hin zur stark besetzten E1 Beginner-Klasse geehrt.

Die siebte und letzte Stage verlief über einen spaßigen Slalom gespickt mit einigen Schanzen in Richtung Ziel. Die siebte und letzte Stage verlief über einen spaßigen Slalom gespickt mit einigen Schanzen in Richtung Ziel.

Auch aufgrund der Tatsache, dass der veranstaltende Verein MSF Frammersbach eigentlich erst im nächsten Jahr mit von der Partie sein wollte und kurzfristig für Bad Endbach eingesprungen war, muss man dem örtlichen Team ein großes Lob aussprechen, dieses gefühlt größte E1-Rennen der Seriengeschichte in der Art ausgerichtet zu haben! Weiter geht's in drei Wochen in Aschau im Chiemgau und die Vorfreude im Fahrerlager auf alpines Geballer ist riesengroß!

E1 Frammersbach - Die Gewinner

Die vollständigen Ergebnisse und weitere Bilder findest du auf der Website der Enduro One!

Bilder: Nico Gilles / Baboons


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