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Red Bull District Ride 2017: Sam Pilgrim springt für Max Fredriksson ein
Red Bull District Ride 2017: Sam Pilgrim springt für Max Fredriksson ein ©
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Vroni Weiß -

Der Ersatz ist nicht weniger prominet als das Original: Max Fredriksson fällt mit einem gebrochenenen Schlüsselbein aus. Aber für Ersatz ist gesorgt beim Red Bull District Ride 2017: Sam Pilgrim!

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20 absolute Topfahrer aus zehn Nationen werden beim actionreichsten Urban-Slopestyle-Contest des Jahres von der Kaiserburg in den von Martin Söderström designten Kurs springen. Auf dem Weg zum Nürnberger Hauptmarkt schlängeln sie sich über die Pflastersteine der Altstadt, um zu den rund 20 trickbaren Features zu gelangen, wo sie vor dem Backdrop historischer Gebäude ihre abgefahrensten Tricks zeigen werden.

Red Bull District Ride 2017: Interview mit Kursbauer Martin Söderström

Der Red Bull District Ride wird unter anderem für den amtierenden FMB World Champion, Nicholi Rogatkin, und den erst 18-jährigen und FMB Diamond Series Führenden, Emil Johansson, die wohl größte Herausforderung der Saison. Sieben Judges gilt es von sich zu überzeugen, denn diese entscheiden nach dem Grand Finale im „Big Air District" über Sieg und Niederlage.

Red Bull District Ride 2017: Sam Pilgrim als Lückenfüller

Max Fredriksson hatte in dieser Saison mit Verletzungen zu kämpfen, gehört aber in die Top-Riege der Sportart. Der Schwede war schon mehrmals nah dran, einen Diamond Series Event zu gewinnen. Beim prestigeträchtigen Red Bull Joyride 2016 landete der 22-Jährige auf dem dritten Platz und bewies seine Rückkehr in die Weltspitze mit einem dritten Platz beim Colorado Freeride Festival vor wenigen Wochen.

Gerade erst genesen brach sich Max unmittelbar vor dem Joyride beim Crankworx Whistler das Schlüsselbein und damit ist natürlich aus sein Start beim Red Bull District Ride am ersten September-Wochenende hinfällig:

Der Lückenfüller ist aber nicht weniger hochkarätig als das Original selbst und so springt Sam Pilgrim in die Presche. 2011 hatte er bereits den Red Bull District Ride gewonnen. Dass er momentan richtig gut drauf ist, dass hat er erst vor wenigen Tagen in einem Video gezeigt, in dem er den Bikepark Saalbach-Hinterglemm auseinenader nimmt. Wir dürfen also sehr gespannt sein, was wir nicht nur von Sam Pilgrim sehen werden!

2011 hat Sam Pilgrim den Red Bull Distirct Ride schon mal gewonnen (Foto: Flo Hagena)

Das Fahrerfeld genauer betrachtet

Red Bull District Ride 2017: Sam PilgrimEmil Johansson, SWE

Der junge Schwede hat sich phänomenal schnell in der Welt-Elite etabliert. Mit seinen 18 Lenzen hat Emil sich bereits einen Namen gemacht und ist für seine hochkomplexen Kombo-Tricks mit multiplen Barspins und Whips bekannt. Nach seiner Premieren-Saison findet sich Emil nun an der Spitze der FMB Diamond Series wieder und könnte sich schon in seiner zweiten Saison den größten Titel im Slopestyle-Sport sichern.

Nicholi Rogatkin, USA

Halb Russe, halb Amerikaner und von absolutem Siegeswillen angetrieben. Der Spruch „Go big or go home" passt beim 22-Jährigen wie die Faust aufs Auge. Nicholi Rogatkin hat immer wieder Weltneuheiten im Ärmel, die er den frenetischen Fans präsentiert. Nachdem der „Twister" letztes Jahr Premiere feierte, setzte er in diesem Jahr noch einen drauf: Mit einem Cashroll-Tailwhip und einem 1080-X-Up setzte er erneut die Gesetze der Physik scheinbar außer Kraft und versetzte alle, die live dabei waren, in absolute Ekstase. Der amtierende FMB World Champion wird bis ans Limit gehen, um seinen Titel in diesem Jahr zu verteidigen.

Brett Rheeder, CAN

Der Kanadier laborierte lange an einer Knieverletzung, hat aber in diesem Sommer zu alter Stärke zurückgefunden. Der König der Opposite Tricks unterstrich seine Form mit seinem Sieg bei Crankworx Les Gets und lieferte sich mit Rogatkin bei Crankworx Innsbruck den wohl faszinierendsten Wettkampf in der bisherigen Slopestyle-Geschichte. Rheeder ist mental bärenstark und immer auf dem Zettel, wenn es um den Sieg geht.

Thomas Genon, BEL

Thomas Genon ist der einzige Belgier, dem jemals die Krone der FMB Diamond Series aufgesetzt wurde. Das ist nun zwei Jahre her, doch der 23-Jährige ist immer noch hungrig. Nach überstandener Fußverletzung gibt Tommy G wieder Vollgas und nachdem er 2014 bei der letzten Auflage des Red Bull District Ride „nur" dritter wurde, brennt er darauf, beim legendären Event ganz oben auf dem Podest zu stehen.

Szymon Godziek, POL

„Wie krass ist das denn!", war womöglich der Satz, der 2014 am häufigsten gefallen ist, als Szymon Godziek 2014 mit dem World's First Tsunami Backflip auf einem Mountainbike über den Nürnberger Hauptmarkt flog und sich den Titel in der Best Trick Kategorie sicherte. Der Pole ist in der Lage, die spektakulärsten Runs hinzulegen und bewies in diesem Jahr mit einem dritten und vierten Platz bei Crankworx Les Gets und Innsbruck, dass er das Zeug hat ganz vorne zu landen.

Ryan Nyquist, USA

Ryan Nyquist ist eine der größten Geschichten der neueren Slopestyle-Vergangenheit. Die BMX-Legende hatte vor drei Jahren Lust, mal was Neues auszuprobieren und sattelte auf ein Mountainbike um. Nach einer einjährigen Eingewöhnung schwingt sich der mittlerweile 38-jährige immer wieder zu neuen Höhen auf. Der stets gutgelaunte Amerikaner gehört zu den beliebtesten Fahrern in der sonst so jungen Sportart. Nyquist greift bei seinen Tricks immer gerne in die über 20 Jahre alte BMX-Erfahrungskiste und sorgt immer wieder für eine hoch kreative Verknüpfung der beiden Sportarten.

Crankworx Whistler - Joyride 2017 Ryan ist gut drauf, was der dritte Platz beim Joyride beweist (Foto: Richkphotpraphy)

Tomas Lemoine, FRA

Der französische Alien-Fan Tomas Lemoine gehört zu den extrovertiertesten Fahrern im Feld. Lemoine ist sowohl in Sachen Style und Fashion als auch sportlich ein Aushängeschild des Sports geworden. Seitdem er 2014 knapp an der Top 10 beim Red Bull District Ride vorbei geschrammt ist, kennt seine Entwicklung nur eine Richtung: nach oben. Der 20-Jährige gehört mittlerweile zu den besten Fahrern der Welt und das hat er mit seinem dritten Platz bei Crankworx Innsbruck in diesem Jahr unterstrichen.

Nico Scholze, GER

Der aus Filderstadt bei Stuttgart stammende Nico Scholze hat sich im Laufe des vergangenen Jahres in die Elite des Slopestyle-Sports getrickst. Der 22-Jährige sorgt mit seinem Signature-Move, dem Tsunami Backflip, immer für offene Münder im Publikum. Nach seinem Durchbruchsjahr in der vergangenen Saison ist Scholze fester Bestandteil der FMB Diamond Series und wird mit seinen Tricks den deutschen Fans in Nürnberg richtig einheizen.

Lukas Knopf, GER

Der zweite deutsche Fahrer im Fahrerfeld ist Lukas Knopf. Mit starken Leistungen in der laufenden Saison pirscht sich der 21-Jährige an die Weltspitze heran. Der aus dem Erzgebirge stammende Knopf liebt komplexe Trick-Kombinationen und hat bereits mehrfach bei Events wie dem 26TRIX in Leogang oder dem Colorado Freeride Festival gezeigt, dass er nicht weit davon entfernt ist, den ganz großen Durchbruch zu schaffen. Beim Red Bull District Ride soll der nächste Schritt folgen, und vielleicht ist der Ostdeutsche für eine Überraschung gut.

Weitere Fahrer:

Torquato Testa, ITA

Logan Peat, CAN

Anthony Messere, CAN

Mehdi Gani, FRA

Diego Caverzasi, ITA

Simon Pagès, FRA

Reed Boggs, USA

Jakub Vencl, CZE

Matt Jones, GBR

Erik Fedko, GER

Die gesamte Action der FMB Diamond Series wird auf Red Bull TV übertragen.


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