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Lasst uns über Peru sprechen
Lasst uns über Peru sprechen ©
Lesedauer: 2 Minuten
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Nicolai Steidle -

Keine andere Frage wird in der deutschen Surfwelt so gebetsmühlenartig wiederholt wie die Folgende: wo kann man eigentlich gerade am besten surfen? Und die Antwort ist eigentlich immer so einfach: Peru, Peru, Peru.

Perus Küste ist 2500 Kilometer lang und bekommt sowohl den pazifischen Nord und Südswell. Das sorgt das ganze Jahr über dafür, das die Spots in Peru konstant laufen. Und es gibt wirklich alles was das Herz begehrt: Points, Reef, Beach. Hier gibt es massenhaft weltklasse Wellen und viele davon werden kaum gesurft.

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Surf Seasons in Peru

Es gibt 2 Surf Seasons in Peru:

  1. Die North Swell Season: Die Saison fängt im Oktober an und dauert in der Regel bis April. In dieser Zeit ist Sommer in Peru und somit sind die Wassertemperaturen können schon mal auf 26 Celsius steigen. Im Norden Perus ist das Wasser generell wärmer als im Süden. Im peruanischen Sommer regnet im Schnitt übrigens 1 mal im Monat, auf Regensachen kann also verzichtet werden.
  2. Die South Swell Season fängt im April an und dauert respektive bis Oktober. Zu dieser Zeit ist Winter in Peru, es ist dann öfter neblig und die Wassertemperaturen sinken bis auf 16 Celsius. Die Regentage bleiben an der Küste jedoch vernachlässigbar gering.

Surfspots Peru

Obwohl man in Peru auch rechte Wellen findet sind es doch die Linken welche dem Land ihren Stempel aufdrücken. Chicama, der heilige Gral Perus, die Wellenmaschine Südamerikas: hier kann man am guten Tagen Lefts surfen, die bis zu 3 Kilometer laufen, es ist zwar nicht bewiesen aber es wird angenommen dass es die längste Welle der Welt ist. Was hingegen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gesagt werden kann: Chicama hat die Beste Crowd/Quality Ratio. Andere Weltklasse Spots vom Format Chicamas sind hoffnungslos überlaufen, Chicama kann man mit ein wenig Glück bei guten Bedingungen mal zu zehnt surfen wobei der Spot durch die starke Strömung sicher 50 Leute aushält.

Spots an der Nordküste

Hier gibt es reihenweise Points und Reefs erster Güteklasse, die Season läuft heir von Oktober bis April, der Swell ist am größten zwischen Januar und März. Die Wassertemperaturen sind hier mit bis zu 26 Celsius sehr angenehm, Mittags kann man hier hin und wieder mal in Boardies ins Wasser, Morgens und Abends ist allerdings ein Springsuit zu empfehlen.

Hier ein paar gute Spots an Perus Nordküste:

Mancora

Mancora ist der einzige Warmwater Hotspot in Peru. Hier sind oft Sessions ohne Neo möglich und gerade deshalb ist der Spot bei Touristen besonders beliebt. ein großer Strom an Touris sorgt meistens für gemischte Gefühle bei den Locals: einerseits profitieren die Einheimischen von dem Geld das die Ausländer bringen, dafür sind die Surfspots hier dementsprechend voll und die Locals im Wasser relativ wütend. Einer von wenigen Spots in Peru wo Localism ein Thema ist. Solltet ihr euch jedoch noch im Weißwasser bewegen: es gibt nichts Angenehmeres, als im warmen Wasser surfen zu lernen!

Hier ein kleiner Eindruck:

https://www.youtube.com/watch?v=E2PF15Ed9qc

 

Organitos:

Befindet sich 15 Autominuten südlich von Mancora. Hier kommen Surfer aller Fähigkeiten auf ihre Kosten. Südlich von Organitos findet man den Point Organos, eine der besten Wellen Perus.

https://www.youtube.com/watch?v=ZqKM-XqXl0U

Panic Point

Nomen est Omen: Panic Point ist nichts für schwache Nerven. Die heftige Linke schmeißt eine schnelle Tubesection und hält Swell bis zu 4 Metern. Wenn die Party startet dann findet sich hier die Surfelite Perus.

https://www.youtube.com/watch?v=e-ez9oeFmvM

 

Pacasmayo

Pascamayo ist mutmaßlich die zweitlängste Welle Perus und ist ein wahrer Swellmagnet. Sie wird von den Locals oft als Chicamas großer Bruder bezeichnet, da sie deutlich mehr Swell bekommt und verträgt. Hier kann man auch noch bei 4 Metern die vollen 2,5 Kilometer abreiten. Die längste Zeit auf einer gesurften Welle beträgt satte 4 Minuten. Hier kann es an guten Tagen allerdings auch mal relativ voll werden. Aber eine Welle hier bietet wahrscheinlich so viel Surfzeit wie 20 in Frankreich.

https://www.youtube.com/watch?v=gpLPb6ZaWlY

 

Chicama

Nicht die längste Praline, wohl aber die längste Welle der Welt. Wenn der Swell aus dem Süden kommt und groß genug ist, dann verbinden sich die 4 Sections zu einer unglaublichen 4 Kilometer Left. Für seinen Bekanntheitsgrad ist Chicama verhältnismäßig leer, vor allem wenn man es mit anderen Weltklasse Spots vergleicht. Das Wasser ist allerdings kalt, ihr solltet mindestens einen 3/2 mitbringen, die beste Surfzeit ist zwischen April und Oktober.

https://www.youtube.com/watch?v=wsAmHWkIlTw

Auf der nächsten Seite stellen wir ein paar Spots an Perus Südküste vor

Peru Südküste

In Lima gibt es dutzende Surfspots, das Wasser ist jedoch relativ schmutzig, die Lineups voll und die Atmosphäre sicher nicht die beste. Die beste Zeit ist zwischen April und Oktober. Das Wasser ist relativ kalt, ohne einen 3/2er sollte man hier nicht reisen. In Punta Hermosa befindet sich das Zentrum des Surfens im Süden Perus. Südlich von Punta sind die Spots verlassen und dort surft man alleine.

Hier einige Surfspots die empfehlenswert sind:

La Herradura

Südlich von Lima gelegen gilt Herradura als beste Welle Limas. Die Welle ist jedoch keine leichte. Der Takeoff ist steil, die Welle schnell und hat ordentlich Dampf. Aufgrund der Nähe zur Stadt wird es hier schnell mal etwas voller.

https://www.youtube.com/watch?v=HQTFHONajVo

 

 

Punta Rocas

Südlich von Punta Hermosa gelegen gibt es nun mal eine Right zur Abwechslung. Punta Rocas ist ein sehr konstanter rechter Point Break, der für Surfer aller Skills geeignet ist.

https://www.youtube.com/watch?v=bBEG93JEatg

Cerro Azul

Last but not least nochmal eine sehr konstante Linke, sicher eine der besten Wellen im südlichen Peru. Crowds sollten hier im Normalfall kein Problem darstellen, das ruhige Fischerdorf ist sehr charmant und die Welle ist bei moerater Größe für alle Surfer geeignet.

https://www.youtube.com/watch?v=iBaCwtSSaCQ

 

 

 

 



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