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Rapid Surf League: Die Termine für 2019 stehen fest
Rapid Surf League: Die Termine für 2019 stehen fest
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Nicolai Steidle -

Die Termine der Rapid Surf League 2019 stehen fest, die Locations wollte uns einer der Gründer, Quirin Rohleder, jedoch noch nicht verraten. 

Letztes Jahr startete die Rapid Surf League mit 2 Events. Dieses Jahr wird die RSL um einen Stop auf drei Events erweitert.

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An folgenden Tagen wird die Rapid Surf League stattfinden:

  1. 1. Juni 2019 
  2. 2. - 4. August 2019
  3. 14.September 2019

Fest steht: es werden drei Events gesurft und Pure Surfcamps wird auch dieses Jahr wieder als Titelsponsor mit von der Partie sein.

Welche Surfer sind für die Rapid Surf League qualifiziert?

Qualifikation Frauen:

Bei den Frauen sind die Top 4 des Vorjahres gesetzt, also die ersten vier des Rankings aus 2018.

Janina Zeitler ist auch in diesem Jahr the one to beat.

Qualifiziert sind in diesem Jahr Janina Zeitler, Eva Loach, Kathrin Gappmayr und Sophie Puchta. Jedoch gibt es noch die Möglichkeit für die deutschen Surfer sich über die nationale Meisterschaft in Surf-Langenfeld am 10/11 Mai zu qualifizieren. Hier ist die fünftplazierte Rosina Neuerer eine der Favoritinnen, denn selbst wenn Zeitler die deutsche Meisterschaft gewinnt und Neuerer "nur" zweite wäre, würde sie nachrücken, da Zeitler ihren Spot aufgund des Rapid Surf League Rankings aus dem Vorjahr schon sicher hat.

Darüber hinaus sind noch die schweizer Staatsmeisterin und die österreichische Staatsmeisterin qualifiziert, dazu gesellt sich eine Wildcard, welche die RSL in Absprache mit dem Eventveranstalter vergibt.

Qualifikation Herren:

Bei den Männern sind die ersten 10 des Rapid Surf League Rankings gesetzt.

Hier ist der letzte Qualifikant die Quiksilver Young Gun Nikolas Marusa

Auch hier gilt für die deutschen Herren: am 10/11 Mai gibt es noch die Möglichkeit sich über die deutsche Meisterschaft für die Stops der Surfleague zu qualifizieren. Flo Kummer ist in der Poleposition auf einen fixen Startplatz, es ist davon auszugehen, dass viele Deutsche die bereits über einen fixen Startplatz verfügen auch bei der deutschen Meisterschaft am Start sein werden, so würde Kummer bereits eine relativ niedrige Platzierung bei der DM genügen um sich einen festen Startplatz in der RSL zu sichern.

So sehen Sieger aus: Weinhold, Marusa und Brunner machten den Sieg in Langenfeld unter sich aus

Insgesamt gesellen sich zu den 10 fixen Startern noch der Deutsche, Österreichische und der Schweizer Meister. Ausserdem vergibt die RSL pro Event 2 Wildcards, eine weitere Wildcard hält der Eventveranstalter, was am Schluss 16 Starter ergibt.

Auf der nächsten Seite lest ihr, wie es zu der Idee kam, die RSL ins Leben zu rufen iund wir erklären euch das Cut-to-Call Format

Wie kamen die beiden Gründer Quirin Rohleder und Christian Bach eigentlich auf die Idee, eine Rapid Surf League zu gründen?

Gereift ist diese Idee schon 2016, als die beiden die Köpfe zusammen steckten und sich überlegten wie man den Sport Rapid Surfing auf ein neues Niveau bringen könnte, wie man die nächste Stufe erreicht. Vor allem wollten sie ein professionelles Wettkampfformat entwickeln, das Judging weiter entwickeln und eben auch eine Liga gründen, die es bis Dato noch nicht so gab.

Qurin Rohleder und Christian Bach am Bach. Unter anderem während gemeinsamer Surfsessions reifte die Idee zur Rapid Surf League ©Antje Seidel

Es war Rohleder und Bach jedoch wichtig, ein eigenes Format zu entwickeln, es sollte kein billiger Abklatsch von dem bereits existenten Wettkampfsystem im Meer werden. Beim Rapid Surfing ist die Welle immer gleich, es sind also ganz andere Vorraussetzungen als am Meer, wo oft die entscheidende Kennziffer die Wave Selection ist, eine Variable, die beim Rapid Surfen komplett wegfällt. Um das Surfen auf der stehenden Welle dennoch spannend zu halten und die Zusschauer besser abzuholen entwickelten die beiden das Cut-2-Call Format.

Um also ganz vorne mitsurfen zu können müssen sich die Kids stetig weiter entwickeln und auch die Tricks der Konkurrenz beherrschen. Früher gab es im Snowboarden mit Marc-André Tarte einen Rider, der eigentlich nur einen Weltklasse Trick beherrschte (SWB 1260), aber darüber hinaus wenig andere Tricks konnte und trotzdem alles gewann. Auch diesem Phänomen wird mit dem neuen Format vorgebeugt: nur ein wirklich kompletter Surfer kann die Rapid Surf League gewinnen.

Die Idee einer Rapid Surf League reift

Als Bach und Rohleder das erste Mal in Langenfeld die Unit Welle surfen, wird ihnen klar, dass die Idee wahr werden könnte. Es war ihnen von Anfang an wichtig verschiedene Wellensysteme in die Liga zu integrieren, denn Abwechslung ist ein Überlebenskriterium in jeder Sportart. Deshalb legen sie auch Wert auf natürliche und halbnatürliche Wellen. Zwar gab es letztes Jahr nur Bratislava als halbnatürliche Location, Rohleder hofft aber, dass sich das in Zukunft ändert. Er betont ausserdem die Wichtigkeit einer natürlichen Welle, zu der die Surfer im besten Fall gratis Zugang haben. Denn nur aufgrund einer natürlichen Welle kam es in München zustande, dass es so viel gute Kids gibt die rippen. Rohleder ist aber zuversichtlich, dass es sich in Zukunft ändern wird: in Pforzheim ensteht momentan bereits eine Welle, Hannover hat vor kurzem grünes Licht erhalten und Max Neuböck hat sein Projekt im Salzkammergut auch durchgeboxt.

In Pforzheim dürfte es bald soweit sein: die Bauarbeiten sind in vollem Gange.

Wenn man einen Sport richtig aufbauen will, dann ist es schlussendlich wichtig, dass viele Menschen Zugang haben um eine breite Basis zu schaffen. Und dieser Zugang muss am besten über natürliche oder halb-natürliche Wellen passieren, die von Initiativen oder Vereinen betrieben werden, damit so viele Leute wie möglich die Möglichkeit haben für kleines Geld zu surfen. Es müssen Szenen und Hubs geschaffen werden, Events wie der Junior Jam an der Floßlände, der Crown of the Traun (dieses Jahr am 18. Mai 2019) oder die Events am Bremgarten und in Thun in der Schweiz sind super wichtig.

Die Zukunft der Rapid Surf League

Ziel ist es, künftig auch kleinere Events für Kids und Rookies zu veranstalten, über die sich die Teilnehmer für die Rapid Surf League qualifizieren können. Jetzt soll die Liga aber erstmal lokal aufgebaut werden um Strukturen zu schaffen, wichtig ist die Zusammenarbeit mit der Industrie, den Betreibern und Verbänden.

Am Freitag lest ihr ein Interview mit Nicolas Marusa, der am Eisbach das Surfen gelernt hat und sicher einer der vielversprechensten Rapid Surfer unserer Tage ist.



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