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Olympia zwingt die weltbesten Surfer bei den ISA World Surfing Games zu starten
Olympia zwingt die weltbesten Surfer bei den ISA World Surfing Games zu starten ©
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Nicolai Steidle -

Zugzwang: die Sommerolympiade steht vor der Tür und nun müssen die Pro Surfer, die von ihren Ländern für Olympia gemeldet wurden an den ISA World Surfing Games in Japan teilnehmen, um eine Starterlaubnis für Olympia zu erhalten.

Mit den ISA Games im Surfen verhält es sich ähnlich wie mit der FIS beim Snowboarden: die ISA Games sind das hässliche Entlein. Zwar ist das Niveau bei den World Surfing Games durchaus beachtlich, die ganz großen Namen sucht man jedoch vergeblich. Auch bei der Fis kommen die Stale Sandbechs und Mark Mc Morris' erst dann zu den Comps, wenn es um die Qualifikation für die Ringe geht, ansonsten sucht man sie vergebens.

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ISA Word Surfing Games 2019

Die WSG finden dieses Jahr in Japan statt, vom 7-15. September. Die 3 Rangbesten Surfer der WSL (Männer und Frauen) eines jeden Landes sind automatisch auch für die WSG für den Teamwettbewerb nominiert und müssen hier verpflichtend teilnehmen für eine olympische Starterlaubnis.

Auf der nächsten Seite seht ihr das Qualifikationssystem von Olympia im Detail

1. Qualifikation über die Final Rankings der WSL World Tour 2019:

Schaffst du es als Frau in die Top 8 oder als Mann in die Top 10 des WSL Tour Gesamtrankings von 2019, erhält dein Land einen fixen Quotenplatz. Ausnahme: Du erreichst, wie beispielsweise Owen Wright im WSL Ranking von 2017, den 6. Platz, liegst damit aber bereits hinter zwei anderen Athleten aus deinem Land (in dem Fall 2017: Julian Wilson, Matt Wilkinson).

2. Qualifikation über die ISA World Surfing Games 2020:

Hier gibt es 6 Olympiatickets für die besten Frauen sowie 4 Olympiatickets für die besten Männer zu erkämpfen. Weiterhin gilt, maximal 2 Plätze pro Land. Führen wir also das obige Beispiel fort, könnte Owen Wright auch mit einem Sieg in dieser Competition keinen weiteren Startplatz für Australien herausholen. In diesem Fall würde der Quotenplatz an den nächstbest-platzierten Athleten der ISA Games gehen.

Die Chancen hierbei sind für deutschsprachige Athleten durchaus gegeben. Vor kurzem fanden in Japan die ISA World Surfing Games 2018 statt und unter den Teilnehmern waren auch einige heimische Surfer. Im Teambewerb erreichte Deutschland den 18. Platz unter 42 teilnehmenden Nationen und die Schweiz den 24. Rang. Bei den Herren schaffte es Dylan Groen als bester Deutscher in Runde 2, bei den Damen Frankie Harrer. Überraschend gewinnen konnte den Mannschaftsbewerb übrigens Gastgeber Japan und nicht zuletzt dieser Sieg wird bei den Spielen 2020 für eine tolle (Fan-)Atmosphäre sorgen.

3. Qualifikation über die ISA World Surfing Games 2019 sowie die 2019 Pan American Games:

Im Gegensatz zu den Spots die 2020 vergeben werden, zählt hier nicht das Gesamtergebnis des Wettbewerbs, sondern deine Platzierung im Vergleich mit den anderen Surfern deines Kontinents. So gewinnen die besten Surfer der folgenden Kontinente bei den ISA Games einen Olympia-Startplatz für ihr Land, für den jeweiligen Männer oder Frauen Bewerb: Afrika, Asien, Europa, Ozeanien. Die Kollegen vom amerikanischen Kontinent machen sich übrigens im Rahmen der Pan American Games 2019 ihre beiden Startplätze aus.

Um sich einen dieser Plätze zu sichern, müssen unsere Surfer also "lediglich" die europäische Konkurrenz hinter sich lassen. Einfach wird das aber garantiert nicht, denken wir nur daran, dass Portugal aktuell sowohl im Damen- wie auch im Herrenbewerb einen Surfer auf der WSL Tour hat.

4. Zwei Plätze sind für das Veranstalterland Japan reserviert:

Sollte sich ein japanischer Athlet regulär fürs olympische Surfen 2020 qualifizieren, so erhält der nächstbeste Surfer der 2020 ISA World Surfing Games einen weiteren Startplatz (sofern sein Land noch keine 2 Plätze erworben hat).

Am Ende ergibt sich also eine Anzahl an Startplätzen für das deutsche Olympia-Team. Sollten nun mehrere Athleten die geforderten Kriterien erfüllen, gibt der Deutsche Wellenreitverband seine Empfehlung an den DOSB und dieser entscheidet letztlich über die Nominierung. Garantie dafür, dass jener Sportler die Nominierung erhält, welcher den Startplatz erkämpft hat, gibt es allerdings keine.

Die Richtlinen für die Olympia Qualifikation haben wir der Webseite Surfboard-Test.com entnommen.

Auf der nächsten Seite seht ihr, welche Top Surfer ihr bei den ISA Games im September bewundern dürft.

Australia

Men: Ryan Callinan, Julian Wilson, Owen Wright

Women: Stephanie Gilmore, Sally Fitzgibbons, Nikki Van Dijk

Brazil

Men: Italo Ferreira, Filipe Toledo, Gabriel Medina

Women: Tatiana Weston-Webb, Silvana Lima

Costa Rica

Women: Brisa Hennessy

France

Men: Jeremy Flores, Michel Bourez, Joan Duru

Women: Johanne Defay

Italy

Men: Leonardo Fioravanti

Japan

Men: Kanoa Igarashi

New Zealand

Men: Ricardo Christie

Women: Paige Hareb

South Africa

Men: Jordy Smith

USA

Men: John John Florence, Kolohe Andino, Conner Coffin

Women: Caroline Marks, Carissa Moore, Courtney Conlogue



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