vergrößernverkleinern
Bei der Auswahl des richtigen Kindersitzes muss viel beachtet werden
Bei der Auswahl des richtigen Kindersitzes muss viel beachtet werden © Getty Images
Lesedauer: 16 Minuten
teilenE-MailKommentare

Bei der Auswahl des richtigen Kindersitzes gibt es viel zu beachten. SPORT1 beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Thema Kindersitz.

Gerade für Eltern, die sich das erste Mal auf die Suche nach einem Kindersitz machen, ist die Auswahl an Kindersitzen und Babyschalen nahezu erdrückend. Welche Kindersitz-Größe ist die Richtige? Wann löst der Kindersitz die Babyschale ab? Ab welchem Alter reicht eine Sitzerhöhung aus?

SPORT1 möchte Ihnen diese und weitere Fragen gerne beantworten und Ihnen dabei helfen, den passenden Kindersitz für Ihren Sprössling zu finden!

Kindersitz-Gruppen: Diese Tabelle sollten Sie kennen

Bevor Sie losziehen und einen geeigneten Kindersitz kaufen, sollten Sie sich mit den Kindersitz-Gruppen der jeweiligen Normen vertraut machen. Diese helfen Ihnen dabei, den Überblick zu behalten, indem die Kindersitze dem jeweiligen Gewicht oder der Größe Ihres Kindes zugeordnet werden. Grundlage für gewichtsspezifische Kindersitze ist die sogenannte ECE-Regelung Nr. 44. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich nicht nur entsprechend der Kindersitz-Gruppen für ein Produkt entscheiden, sondern auch, dass es zu den Bedürfnissen Ihres Kindes passt.

Anzeige

Kindersitz-Gruppen im Überblick

Da jedes Kind anders ist und manche schneller oder langsamer wachsen als andere, dienen die Kindersitz-Gruppen lediglich der Orientierung bei der Kaufentscheidung. Im Endeffekt sollte jeder Kindersitz, der es in die engere Auswahl geschafft hat und den Kindersitz-Gruppen entspricht, immer erst getestet werden. Nur so kann beurteilt werden, ob vielleicht doch eher eine Gruppe darüber oder darunter empfehlenswert ist.

Insgesamt werden die Kindersitz-Gruppen in vier Normgruppen eingeteilt, die sich wiederum auf Gewicht, Alter und Größe beziehen:

Gruppe 0:         bis 10 kg           0 - 1 Jahre        bis 75 cm Körpergröße

Gruppe 1:         9 - 18 kg           1 - 4 Jahre        75 - 100 cm Körpergröße

Gruppe 2:         15 - 25 kg         4 - 7 Jahre        100 - 125 cm Körpergröße

Gruppe 3:         22 - 36 kg         7 - 12 Jahre      75 - 150 cm Körpergröße

Die Gruppe 0 bezieht sich dabei auf Babyschalen, die rückwärts oder quer ausgerichtet werden. Bei Gruppe 1 kommt dann bereits der erste Kindersitz zum Einsatz, der ebenfalls in Fahrtrichtung oder in entgegengesetzter Fahrtrichtung platziert werden kann. In Gruppe 2 haben Sie die Wahl, sich entweder für einen Kindersitz oder aber schon für eine Sitzerhöhung zu entscheiden. Die Ausrichtung hier ist in der Regel vorwärts. Gruppe 3 entspricht dann nur noch einer Sitzerhöhung, die nach vorne ausgerichtet ist.

SPORT1-Tipp: Besonders bei Babyschalen ist es wichtig, dass diese stets rückwärts ausgerichtet werden. Generell wird dazu geraten, dass Babys und auch Kleinkinder bis zu einem Mindestalter von 15 Monaten, mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzen. Dadurch sollen Nacken- und Kopfbereich optimal geschützt werden. Zudem ist ein möglicher Aufprall oft stärker, wenn das Kind in Fahrtrichtung sitzt. Mit einem Reboarder als Kindersitz im Auto, wird der Kopf des Kindes optimal geschützt.

i-Size: der neue EU-Standard für Kindersitz-Gruppen

Neben den obenstehenden Kindersitz-Gruppen gibt es neuerdings eine weitere Kategorie für Kindersitze und Babyschalen: i-Size. Dabei handelt es sich um die Norm ECE R 129, die Kindersitz-Gruppen ausschließlich nach der Körpergröße definiert. Nicht wie sonst nach Gewicht und Alter des Kindes.

Insgesamt gibt es bei i-Size drei Kindersitz-Gruppen:

  • i-Size Phase 1: 40 - 105 cm Körpergröße, Beförderung ausschließlich rückwärts bis zum 15. Lebensmonat
  • i-Size Phase 2: 100 - 150 cm Körpergröße
  • i-Size Phase 3: 40 - 105 cm Körpergröße, Kindersitze und Babyschalen, die mit dem Fahrzeuggurt befestigt werden

 i-Size-Kindersitze wurden anhand neuester Testergebnisse entwickelt, die nun für noch mehr Sicherheit im Auto sorgen sollen.

Die Sicherheitsaspekte von i-Size Kindersitz-Gruppen

Experten zufolge sollen Babyschalen und Kindersitze, die der i-Size-Norm entsprechen, den Kopf- und Nackenbereich bei einem Seiten- oder Frontalaufprall noch besser schützen können. Mit i-Size ist das Rückwärtsfahren für Babys und Kleinkinder bis 15 Monate Pflicht. Mit einem sogenannten ISOFIX-System ist die Installation von i-Size Kindersitzen noch einfacher und das Risiko einer falschen Anbringung minimiert sich dadurch. Babyschalen und Kindersitze dieser Art sind mit nahezu allen Autos kompatibel, die ein solches ISOFIX-System besitzen.

Was genau ist ISOFIX?

ISOFIX ist ein spezielles Befestigungssystem für Kindersitze, wodurch diese unmittelbar mit der Karosserie verbunden werden. Grundlage für dieses System ist die Norm ISO 13216. Bei ISOFIX-Kindersitzen ist es nicht notwendig, den Fahrzeuggurt zu verwenden. Da immer noch viele Kindersitze und Babyschalen, die mit dem Gurt befestigt werden müssen, falsch oder fehlerhaft installiert werden, bietet ISOFIX eine wesentlich leichtere und vor allem schnelle und unkomplizierte Lösung. Sollte der Kindersitz dennoch nicht richtig oder nur unvollständig am Auto fixiert sein, gibt es entsprechende (akustische/visuelle) Warnsignale, die darauf hinweisen.

Heutzutage ist nahezu jedes moderne Auto mit ISOFIX ausgestattet, da es die einzig sinnvolle Befestigung für einen Kindersitz ist. Autos, die über kein integriertes ISOFIX-System verfügen, können mittlerweile problemlos nachgerüstet werden.

Kindersitz-Gruppen für mitwachsende Sitze

Die Anschaffung eines vernünftigen Kindersitzes ist immer auch mit gewissen Kosten verbunden. Wer hier den einen oder anderen Euro einsparen möchte, kann auf praktische Kindersitze zurückgreifen, die ab einem bestimmten Alter einfach „mitwachsen“. Ein solcher mitwachsender Kindersitz lässt sich in Breite und Höhe entsprechend verstellen und auch der Gurt kann unterschiedlich weit eingestellt werden.

Natürlich gibt es auch in dieser Kategorie Kindersitz-Gruppen, die Ihnen beim Kauf als Orientierung dienen können:

  • Gruppe 0+: 0 - 13 kg, 0 - 2 Jahre, max. 90 cm 
  • Gruppe 0/1: 0 - 18 kg, 0 - 5 Jahre, max. 100 cm 
  • Gruppe 1/2: 9 - 25 kg, 1 - 7 Jahre, 72 - 125 cm 
  • Gruppe 1/2/3: 9 - 36 kg, 1 - 12 Jahre, 75 - 150 cm 
  • Gruppe 2/3: 15 - 36 kg, 3,5 - 12 Jahre, 95 - 150 cm

 Während Alters- und Größenangaben bei den Kindersitz-Gruppen für mitwachsende Sitze nur als Richtwerte dienen, müssen die Angaben in Bezug auf das Gewicht eingehalten werden.

Kindersitze und Prüfsiegel

Bevor Sie sich für einen Kindersitz, welcher zur Größe, dem Gewicht und des Alters Ihres Kindes passt, entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass dieser auch mit einem aktuell gültigen Prüfsiegel ausgezeichnet ist. Modelle die über kein oder ein veraltetes ECE-Siegel und somit über keine gültige Zulassung verfügen, dürfen in Deutschland nicht verkauft und verwendet werden.

Wer mit einem nicht vorschriftsmäßigen Kindersitz erwischt wird, dem drohen sogar ein Bußgeld von bis zu 60 Euro und ein Punkt in Flensburg! Doch was bedeuten eigentlich die ganzen Zahlen und Buchstaben auf dem orangefarbenen Prüfsiegel?

1. Prüfnorm

Die neue i-Size-Norm ECE R 129 gilt seit 2014 und wird die bisherige ECE R 44 Prüfnorm ablösen. Aktuell sind noch beide Nummern gültig.

2. Kreis mit einem großen "E" und einer Zahl

Das große "E" in dem Kreis steht für Europa und die Zahl steht für das Land, in dem der Sitz geprüft worden ist. Dabei steht die 1 für Deutschland, die 2 für Frankreich, die 3 für Italien, die 4 für die Niederlande usw.

3. Zahlenfolge mit "44/04" oder "44/03" am Anfang

Bei der Zahlenfolge, die mit "44/04" oder "44/03" beginnt, handelt es sich um die aktuell zulässige Prüfnummer. Sie verrät, welche Prüfnorm erfüllt worden ist und ob diese bereits veraltet ist oder nicht. Zum Beispiel sind Kindersitze mit den Prüfnummern "44/00", ”"44/01" oder "44/02" veraltet und dürfen aufgrund fehlender Zulassung weder verkauft noch verwendet werden.

4. Art der Zulassung

Die Art der Zulassung verrät, ob der Kindersitz für das jeweilige Fahrzeug geeignet ist oder nicht. Insgesamt gibt es drei Arten der Zulassung:

  • Universal

Die Universal-Kindersitze dürfen auf allen Sitzplätzen und in allen Autos verwendet werden. Voraussetzung ist jedoch, dass das Fahrzeug laut den Vorschriften ECE R14 und ECE R16 über Verankerungspunkte verfügt. Bei ISOFIX-Sitzen muss dieser über den Stützfuß und auch über den zusätzlichen Haltegurt oben am Kindersitz (Top-Tether) mit dem Auto verbunden werden. Zudem muss im Handbuch des Fahrzeugs vermerkt sein, dass dieses für Universal ISOFIX-Kindersitze geeignet ist.

  • Semi-Universal

Wenn Ihr Auto zusätzlichen Stauraum unter dem Bodenbereich bietet, kann das zu Beeinträchtigungen der Stützfunktion von Kindersitzen führen. Sollte das bei Ihrem Fahrzeug der Fall sein, dann prüfen Sie vor dem Kauf eines Sitzes, ob sich Ihr Fahrzeug  Sie in der Fahrzeugtypenliste des Herstellers befindet. Dort wird auch genauestens beschrieben, wie und an welchen Sitzplätzen Sie den Semi-Universal Kindersitz befestigen dürfen.

  • Fahrzeugspezifisch

Fahrzeugspezifische Kindersitze sind nur in bestimmten Fahrzeugen erlaubt. Hierfür musste jedes einzelne Fahrzeug inkl. Kindersitz einen separaten Crash-Test durchlaufen. Da dieser Aufwand zeitintensiv und kostspielig ist, werden inzwischen keine fahrzeugspezifischen Sitze mehr zugelassen.

5. Zulassungsgruppe oder Zulassungsgröße

Auf dem Prüfsiegel befinden sich Angaben dazu, bis zu welcher Körpergröße oder für welche Gruppe der Kindersitz zugelassen ist. Zum Beispiel 15 - 36 kg oder Gruppe 2 etc. Wobei man Angaben zur Kindersitz-Gruppe eher selten findet.

Neben all diesen Angaben, sind auch meist Produktionsdaten (Kalenderwoche oder Monat sowie das Jahr), der Name des Hersteller sowie eine fortlaufende Nummer zu Test- und Nachverfolgungszwecken enthalten.

Kindersitz-Gruppen 0 bis 1 – das gilt es zu beachten

Gerade bei der Kindersitz-Gruppe 0 (bis zu 10 kg, Größe bis zu 75 cm Größe, Alter 0 - 1 Jahr) gibt es einiges zu beachten, um Ihr neugeborenes Familienmitglied sicher zu transportieren. Bis zum 15. Lebensmonat sollten Babys grundsätzlich nur rückwärtsgerichtet im Auto mitfahren. Auf diese Weise kann ein mögliches Verletzungsrisiko bei einem Autounfall minimiert werden. Durch die rückwärts gerichtete Position des Kindersitzes und somit auch des Babys werden die Kräfte, die bei einem Aufprall entstehen können, in der Regel auf den Sitz umgeleitet. Die Folge: Kopf und Nacken bleiben weitestgehend verschont und werden somit entlastet.

Babyschalen, die mit dieser Position im Auto angebracht werden können, werden im Handel im Übrigen auch „Reboarder“ genannt. Empfohlen wird daher, das Kind so lange wie nur möglich auf diese Weise zu transportieren. Sobald der Kopf jedoch über die obere Kante der Babyschale hinausragt, ist es an der Zeit für einen neuen, größeren Kindersitz. Oder aber für eine neue Einstellung des mitwachsenden Kindersitzes.

SPORT1-Tipp: Sollte die Babyschale auf dem Beifahrersitz angebracht werden, muss unbedingt der Beifahrer-Airbag ausgeschaltet werden.

Kindersitze und Prüfsiegel Kindersitz-Gruppe 1: Reboarder und ISOFIX

Auch in der Gruppe 1 der Kindersitze (9 - 18 kg, 1 - 4 Jahre, 75 - 100 cm Körpergröße) wird zur Nutzung von Reboardern geraten, die den Kindern die größtmögliche Sicherheit bei einem Aufprall bieten. Die Kindersitze der Gruppe 1 sind in ihrer Befestigungsart unterschiedlich. Manche Modelle lassen sich mit dem Drei-Punkt-Gurt des Fahrzeugs befestigen, während das Kind an sich mit dem Fünf-Punkt-Gurt gesichert wird, das in den Kindersitz integriert ist. Außerdem gibt es in dieser Gruppe Kindersitz-Modelle, die eine Art Polster-Tisch besitzen, um das Kind zusätzlich zu schützen. Als eine der sichersten Befestigungssysteme gilt ISOFIX, das dafür sorgt, dass der Kindersitz fest mit dem Auto verbunden wird und selbst bei einem Unfall an seiner ursprünglichen Position verankert bleibt.

SPORT1-Tipp: Einige Systeme verfügen über ein unglaublich praktisches Zusatzelement: Die Babyschale kann gedreht werden, sodass das Ein- und Aussteigen wesentlich leichter fällt.

Die Kindersitzgruppen 2 und 3 

Die Kindersitze ab Gruppe 2 (15 - 25 kg, 100 - 125 cm, 4 bis 7 Jahre) sind im Gegensatz zu den Kindersitz-Gruppen 0 und 1 keine Reboarder mehr. Diese Modelle sind nun wieder nach vorne gerichtet und besitzen sowohl eine gut gepolsterte Rückenlehne, als auch einen hochwertigen Aufprallschutz an den Seiten. Die integrierte Kopfstütze sollte verstellbar sein und auch beim Gurt ist es wichtig, dass dieser über die Beckenknochen führt und nicht über den Bauch. Zudem sollte der Kindersitz über eine Funktion verfügen, die dafür sorgt, dass sich der Gurt automatisch von selbst aufrollt. Auf diese Weise bleibt der Gurt stets auf Spannung. Für den Fall eines Frontal-Crashs gibt es Kindersitze mit sogenannten “Fangkörpern” in Form eines Polsters, welches aussieht wie ein kleiner Tisch. Dieser verhindert, dass das Kind bei einem Aufprall nach vorne überfällt. Der Fangkörper ersetzt bei dieser Variante das integrierte Gurt-Sicherheitssystem. Wer sich für einen Sitz mit Fangkörper entscheidet, darf diesen ausschließlich in der Gruppe 1, also für Kinder von 9 Monaten bis 4 Jahren einsetzen.

Kindersitze der Gruppe 3 (22 - 36 kg, 7 - 12 Jahre, 75 - 150 cm Größe) müssen bis zu einer Körpergröße von 1,50 m eingesetzt werden. Kinder, die größer sind, können ausschließlich mit dem Gurt im Auto angeschnallt werden und benötigen keinen Kindersitz mehr.

SPORT1-Tipp: Da sich Kinder praktisch in ständigem Wachstum befinden, kann sich besonders in dieser Kindersitz-Gruppe die Anschaffung eines mitwachsenden Kindersitzes lohnen.

Kindersitzpflicht - wie lange gilt sie?

Wie bereits erwähnt, ist die Nutzung von Kindersitzen Pflicht, solange die Kinder kleiner als 150 cm sind. Zudem gilt die Kindersitzpflicht bis zu einem Alter von 12 Jahren. Kinder die älter oder eben größer sind, benötigen nicht zwingend einen Kindersitz – die entsprechende Sicherung durch einen Gurt natürlich vorausgesetzt. Ist Ihr Kind bereits 12 Jahre oder älter, aber noch kleiner als 150 cm, ist es ratsam, weiterhin einen Kindersitz bzw. eine Sitzerhöhung im Fahrzeug zu nutzen. Bei Sitzerhöhungen entscheiden Sie sich am besten für Modelle mit mindestens einem Rückenteil und idealerweise auch mit schützenden Seitenteilen.

Wann ist eine Sitzerhöhung sinnvoll bzw. Pflicht

Ab wann genau Sie eine Sitzerhöhung anschaffen sollten, hängt von der Größe und dem Gewicht Ihres Kindes ab. Sinn und Zweck einer solchen Sitzerhöhung ist es, die Körpergröße des Kindes auszugleichen, um einen ordnungsgemäßen Verlauf des Sicherheitsgurts zu gewährleisten. Sobald Ihr Kind mindestens 15 kg wiegt, ist es erlaubt, eine Sitzerhöhung gegen den bisherigen Kindersitz zu tauschen. Empfohlen werden Modelle mit Rückenlehne, die das Kind bei einem Seitencrash zusätzlich schützt. Die Erhöhung muss solange genutzt werden, bis das Kind das 12. Lebensjahr oder eine Körpergröße von mindestens 150 cm erreicht hat.

Im Übrigen gibt es Autos, die Kindersitzerhöhungen bereits eingebaut haben. Hier muss der Fahrer lediglich auf einen Knopf drücken und schon erhöht sich der entsprechende Sitz. Ein Hinweis, der für Sie vielleicht interessant sein könnte, wenn der Kauf eines neuen Wagens im Raum steht.

Kindersitz kaufen - hilfreiche Tipps

Ob Kurzstrecke oder lange Autofahrt, Kindersitze sind ein Muss, wenn der Nachwuchs unter 12 Jahren oder kleiner als 150 cm ist. Doch für welches Modell oder welchen Hersteller entscheidet man sich am besten? Selbst wenn Sie jetzt wissen, worauf es beim Kindersitzkauf und den einzelnen Kindersitz-Gruppen ankommt, fällt die Kaufentscheidung bei der großen Angebotsvielfalt sicherlich immer noch schwer. Produktvergleiche und unabhängige Tests können dabei helfen, zu erfahren, welche Kindersitze wirklich das halten, was sie versprechen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten! Achten Sie beim Lesen und Vergleichen der Testergebnisse darauf, dass nicht nur Praxistests in Bezug auf die Handhabung durchgeführt wurden, sondern der Kindersitz auch wichtige und unverzichtbare Crashtest-Prüfungen bestanden hat.

Zudem sollten Sie vom Kauf reiner Sitzerhöhungen ohne jeglichen Rücken- oder Seitenschutz absehen. Diese Modelle sind viel zu unsicher, als dass Sie Ihrem Sprössling höchsten Rundumschutz bieten könnten. Wenn Sie Geld sparen möchten, greifen Sie vorzugsweise zu mitwachsenden Kindersitzen. Anstelle von fragwürdigen Billig-Modellen, können Sie auch nach günstigeren Auslaufmodellen oder Modellen aus dem Vorjahr von namhaften Herstellern Ausschau halten. Ansonsten darf der neue Kindersitz gerne auch optisch etwas hermachen. Denn schließlich soll das Autofahren Groß und Klein Spaß machen.

SPORT1-Tipp: Von gebrauchten Kindersitzen jeglicher Art über Portale wie eBay Kleinanzeigen raten wir ab. Schließlich wissen Sie nicht, in welchem Zustand sich der Kindersitz wirklich befindet, ob er womöglich bereits bei einem Unfall zum Einsatz kam und somit vielleicht sogar schon an Funktionalität verloren hat. Beim Thema Sicherheit und Kinder sollten Sie stets auf zuverlässige Quellen wie einen Händler vor Ort vertrauen.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image