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Satou Sabally verpasst mit den Dallas Wings die Teilnahme an den Playoffs in der WNBA
Satou Sabally vergleicht Rassismus mit einer Pandemie © Imago
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Vor ihrem ersten Spiel in der WNBA spricht Satou Sabally in einem Interview über Rassismus. Für sie ist der Kampf dagegen noch lange nicht beendet.

Für Nationalspielerin Satou Sabally ist der Kampf gegen Rassismus noch lange nicht zu Ende. "Viele Leute müssen noch akzeptieren, dass Rassismus wirklich existiert. Auch wenn sie es selbst nicht unmittelbar erleben", sagte die 22-Jährige in einem Interview mit dem ehemaligen NBA-Spieler Caron Butler: "Im Grunde ist es eine Pandemie, genauso wie Corona zurzeit." 

Das momentan bestehende Bewusstsein für das Thema durch die Black-Lives-Matter-Bewegung müsse auch zukünftig in den Köpfen bleiben. Menschen "die es leid sind, würde ich gerne eine Frage stellen: Was glaubst du, wie sich Schwarze fühlen? Du kannst dein Handy einfach ausmachen und dir die Videos und schlimmen Geschichten nicht mehr angucken", betonte Sabally: "Schwarze erleben diese Dinge jeden Tag. Du bist es vielleicht leid, diese Sachen in deiner Timeline zu sehen. Wir sind es leid, immer noch Rassismus zu erleben."

Für Sabally, die bei den Dallas Wings aus der US-Profiliga WNBA unter Vertrag steht, ist der Kampf gegen Rassismus "eine sehr persönliche Angelegenheit. Mein Vater und meine Brüder sind schwarz." Daher war es "sehr traumatisierend zu sehen, wie jemand getötet wird, nur weil er schwarz ist." Ihr Vater stammt aus Gambia, ihre Mutter ist eine Deutsche.

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Sie selbst sei "keine Expertin, was systemischen Rassismus angeht", wolle ihre Plattform aber nutzen "um mich mit Experten zu unterhalten und deren Botschaften zu verbreiten." Grundsätzlich "bin ich optimistisch. So lange Menschen auf die Straße gehen und ihre Stimme erheben, habe ich Hoffnung."

Sabally vor WNBA-Debüt

Am Sonntag feiert Sabally im Spiel gegen Atlanta Dream in Bradenton/Florida in der IMG Academy ihr WNBA-Debüt. Als Nummer zwei des Drafts 2020 steht sie dabei im Fokus.

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