vergrößernverkleinern
Michael Stoschek (r.) ist Aufsichtsratsvorsitzender bei Brose Bamberg
Michael Stoschek (r.) ist Aufsichtsratsvorsitzender bei Brose Bamberg © Imago
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Paukenschlag in der BBL: Brose wird als Gesellschafter aus der Bamberger Basketball GmbH ausscheiden. Haupt- und Namenssponsor soll die Unternehmensgruppe aber bleiben.

Das ist ein echter Schock für den neunmaligen Deutschen Meister aus Bamberg.

Wie der Verein auf seiner Homepage bekannt gab, wird die Brose Unternehmensgruppe zum 1. Juli als Gesellschafter aus der Bamberger Basketball GmbH ausscheiden und den Weg für neue Gesellschafter freimachen.

Die easycredit BBL LIVE im TV auf SPORT1

Anzeige

"Die massiven Veränderungen in der Automobilindustrie, verstärkt durch die Nachfrageeinbrüche als Folge der Corona-Virus-Maßnahmen, haben bei der Brose Unternehmensgruppe zu erheblichen Ergebniseinbrüchen geführt. Deshalb muss Brose seine weltweiten Sponsoringaktivitäten deutlich reduzieren. Betroffen davon ist natürlich auch die größte Einzelposition, der Bamberger Basketball. Der Betrieb einer Profisportorganisation gehört nicht zu den Kernaufgaben eines Automobilzulieferers. Deshalb wird Brose zum 30. Juni als Gesellschafter aus der Bamberger Basketball GmbH ausscheiden", sagte Aufsichtsratschef Michael Stoschek.

Meistgelesene Artikel

Brose bleibt zunächst Sponsor

Brose soll jedoch weiterhin Haupt- und Namenssponsor bleiben. Stand jetzt gelte dies für die kommenden drei Jahre.

"Die Bamberger Basketball GmbH durchlebt momentan – wie viele andere Profisportklubs auch – eine herausfordernde Zeit. Für die Zukunft bedeutet dies, dass wir die seit Anfang 2019 eingeleitete Konsolidierung des Unternehmens in großen Schritten weiter vorantreiben müssen", wird Bambergs Geschäftsführer Arne Dirks zitiert.

Jetzt aktuelle Basketball-Fanartikel kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE 

Schon 2018 Wettrüsten mit FC Bayern aufgegeben

Wegen der enormen Bedeutung des Basketballsports für den Bekanntheitsgrad und die Finanzkraft der Stadt Bamberg hat Oberbürgermeister Andreas Starke die Koordination des Gesellschafterwechsels übernommen. 

Der einstige Dominator der easycredit BBL hatte sich bereits 2018 - nicht zuletzt aus finanziellen Gründen - aus der Euroleague verabschiedet und tritt stattdessen seitdem in der europäisch zweitklassigen Champions League des Basketball-Weltverbandes (FIBA) an.

Schon damals wurde der Etat gekürzt, teure Stars wie Daniel Hackett oder Nicolo Melli gehören seitdem der Vergangenheit an. Es war ein Stück weit auch ein Eingeständnis, ein Wettrüsten mit dem FC Bayern Basketball nicht gewinnen zu können. Nun wird man in "Freak City" den Gürtel wohl noch enger schnallen müssen - auch nach Abklingen der Coronapandemie.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image