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Bryce Taylor spielt seit 2017 für Brose Bamberg
Bryce Taylor spielt seit 2017 für Brose Bamberg © Imago
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Gute Nachrichten für die easycredit BBL und Bambergs Anhänger. Die Zukunft des Klubs ist trotz des Brose-Bebens vorerst gesichert.

Rolle rückwärts am Basketball-Standort Bamberg: Die Brose Unternehmensgruppe bleibt entgegen ihrer Ankündigung aus der Vorwoche doch Gesellschafter beim Bundesligisten Brose Bamberg.

Das gab der Klub am Sonntag bekannt. Demnach seien Gespräche mit anderen Unternehmern über eine Übernahme der Anteile gescheitert. Daraufhin erklärte sich Aufsichtsratschef Michael Stoschek für die Brose Gruppe bereit, "mindestens als Mehrheitsgesellschafter der Bamberger Basketball GmbH weiter zur Verfügung zu stehen".

Am 15. Mai hatte das Unternehmen seinen Ausstieg als Gesellschafter zum 1. Juli bekannt gegeben, wollte aber zumindest als Haupt- und Namenssponsor dem Klub erhalten bleiben. Der Automobilzulieferer Brose hatte die Entscheidung infolge der Coronakrise und der "massiven Veränderungen in der Automobilindustrie" getroffen.

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Bei der Suche nach einem neuen Gesellschafter sei es in Gesprächen jedoch "zu keiner Übereinstimmung über die grundsätzliche Ausrichtung des Klubs und seiner sportlichen Ziele" mit dem Unternehmen Brose gekommen, wie es nun hieß. Mit dem Verbleib von Brose als Gesellschafter scheinen die größten Unsicherheiten über die Zukunft des Traditionsklubs zunächst beseitigt.

Einstiger Dominator auf Sparkurs

Die Basketballer sind das größte sportliche Aushängeschild der fränkischen Stadt, neunmal wurde Bamberg Meister. Für die künftige Entwicklung sollen jedoch nach wie vor weitere Sponsoren und Unternehmen als Gesellschafter gewonnen werden.

Der einstige Dominator der easycredit BBL hatte sich bereits 2018 - nicht zuletzt aus finanziellen Gründen - aus der Euroleague verabschiedet und tritt stattdessen seitdem in der europäisch zweitklassigen Champions League des Basketball-Weltverbandes (FIBA) an.

Schon damals wurde der Etat gekürzt, teure Stars wie Daniel Hackett oder Nicolo Melli gehören seitdem der Vergangenheit an. Es war ein Stück weit auch ein Eingeständnis, ein Wettrüsten mit dem FC Bayern Basketball nicht gewinnen zu können.

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"Die Bamberger Basketball GmbH durchlebt momentan – wie viele andere Profisportklubs auch – eine herausfordernde Zeit. Für die Zukunft bedeutet dies, dass wir die seit Anfang 2019 eingeleitete Konsolidierung des Unternehmens in großen Schritten weiter vorantreiben müssen", sagte Bambergs Geschäftsführer Arne Dirks zuletzt.

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