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Geschäftsführer und Sportdirektor des FC Bayern zeigen sich nach dem Scheitern als Titelverteidiger selbstkritisch. Die Basketball-Saison sei ein Rückschlag.

Geschäftsführer Marko Pesic vom entthronten Meister Bayern München hat nach dem unerwartet frühen Aus beim BBL-Finalturnier eigene Versäumnisse eingeräumt. . (SPORT1 zeigt insgesamt sechs Spiele des Finalturniers der easyCredit BBL LIVE im TV auf SPORT1)

"Es fehlte der Mannschaft eine gewisse Chemie – und ich meine nicht die Teamchemie untereinander, die stimmte –, eine stimmige Mischung von Individuen. Diesen Planungsfehler müssen wir uns selbst ankreiden", schrieb Pesic in einem offenen Brief an die Fans.

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Die Bayern waren am vergangenen Freitag im Viertelfinale an den MHP Riesen Ludwigsburg gescheitert. Die ablaufende Saison sei, "da gibt es keine zwei Meinungen, in allen Wettbewerben nicht ansatzweise so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Sie ist ein Rückschlag", meinte der Sportchef und schrieb von einer "krachenden sportlichen Niederlage". 

Baiesi: Dann läuft etwas schief

Auch Sportdirektor Daniele Baiesi zeigte sich selbstkritisch. Der 44-Jährige sieht die Gründe für die enttäuschende Saison ebenfalls in der Kaderplanung - die er selbst verantwortet. "Der Fehler war, einen Kader zu bilden, der klar von einem Spieler abhängt." Die Rede war von Nihad Djedovic, der in den entscheidenden Spielen verletzt gefehlt hatte. 

"Er ist der einzige, bei dem wir uns nicht erlauben konnten, dass er sich verletzt. Einer meiner klaren Fehler war, dass wir uns niemals davor geschützt haben", erklärte Baiesi. Auch das Fehlen von Topscorer Greg Monroe habe man nicht kompensieren können. "Da müssen eigentlich andere für sie eintreten. Wenn das nicht passiert, läuft etwas schief." Man sei von den Erfolgen der vergangenen Jahre gesegnet gewesen, habe es aber verpasst, darauf etwas "Stabileres" aufzubauen. 

Dass Monroe nochmal zurückkehrt hält Baiesi für unwahrscheinlich: "Er ist ein Luxus, den wir uns nicht mehr leisten können." (SERVICE: Spielplan, Zeiten und Ergebnisse)

Pesic: Müssen uns neu ausrichten

Die Mannschaft, betonte er, habe "unbestritten ausreichend Qualität" für eine erfolgreiche Titelverteidigung gehabt: "Und sie hat in der entscheidenden Phase auch hart bis zur Schlusssirene gekämpft. Daran hat es ebenso wenig gelegen wie am Verletzungspech, das uns vom Saisonstart weg begleitete."

In den kommenden Wochen werden die Verantwortlichen "hart" daran arbeiten, "uns neu auszurichten und aus Fehlern zu lernen". 

mit Sport-Informations-Dienst

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