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Henrik Rödl, Dirk Nowitzki, Pascal Roller, Ademola Okulaja
Henrik Rödl (3.v.l.) und dirk Nowitzki (4.v.l.) gewannen zusammen bei der WM 2002 in den USA die Bronzemedaille für Deutschland © Imago
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München - Er gewann mit Nowitzki WM-Bronze, wurde Europameister und holte mit Jordans College den Titel: Henrik Rödl legt eine große Karriere hin. Der Bundestrainer wird 50.

Die ominöse Zahl 50 bereitet Henrik Rödl keine Bauchschmerzen.

"Ich bin ja schon eine ganze Weile kurz davor", sagt der Bundestrainer schmunzelnd zu seinem runden Geburtstag am Montag: "Alles gut!" Ausgefallene Wünsche für die heimische Kaffeetafel hat er nicht: "Dass ich einfach mit meiner Familie zusammen bin, reicht mir."

Für Rödl ist das Jahr 2019 ein besonderes, eines, auf das er hingefiebert hat. Nicht unbedingt wegen seines persönlichen Jubiläums. Längst kreisen die Gedanken des Wahl-Berliners um die Weltmeisterschaft vom 31. August bis 15. September. Auf Rödl ruhen die Hoffnungen, er hat dem Deutschen Basketball Bund (DBB) schon als Spieler die größten Erfolge beschert. Rödl war Teil des Europameisterteams von 1993 und holte an der Seite von Dirk Nowitzki 2002 die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft. Mit Michael Jordans College North Carolina wurde er Meister.

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Rödl heiße auf die WM

"Es gab schon einige Highlights", sagt Rödl, schweift aber kaum in die Vergangenheit ab: "Ich bin eher jemand, der nach vorne guckt. Und da kommt im Sommer eine große Veranstaltung auf uns zu." In China will die Nationalmannschaft um Starspieler Dennis Schröder ihren Aufschwung fortsetzen und auch dem gemeinsamen Traum von Olympia 2020 ein gutes Stück näher kommen.

Die souveräne Qualifikation für die WM - zum Großteil ohne Leistungsträger aus der NBA und der EuroLeague - diente als echter Appetitmacher.

Deutschland hofft auf Losglück

Nach ein bisschen Erholung im Familienkreis wird sich Rödl wieder leidenschaftlich in die Vorbereitung des Jahreshöhepunktes stürzen, da wartet viel Arbeit. Den zweifachen Familienvater stört das nicht. "Ich empfinde es nicht als Last, immer an Basketball zu denken", sagte er einst der Berliner Morgenpost: "Mir fehlt etwas, wenn ich an einem Tag nicht irgendetwas mit Basketball zu tun habe."

Besonders angestrichen in seinem Kalender hat der höchst erfolgreiche Ex-Profi von Alba Berlin den 16. März, den Tag der WM-Auslosung, der er eine so große Bedeutung beimisst. Rödl wird zu dem Zeitpunkt in Istanbul sein und das Ziehen der Gegner mit seinem Kapitän Robin Benzing verfolgen.

Zu den topgesetzten Teams gehört Deutschland bei der WM nicht, der schwerste Brocken wären die Superstars der USA, denen Rödl gerne aus dem Weg gehen möchte. Doch auch der leidenschaftliche Basketball-Vorarbeiter und sein Team müssen sich nicht verstecken. Der Talentpool ist größer denn je, und Rödl lebt die Gier nach Erfolgen vor. Bei jedem Training, bei jedem Testspiel: "Ich freue mich auf all das, was für diese Generation noch kommt." 

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