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Dirk Bauermann hat eine einfache Erklärung für den holprigen deutschen Auftakt bei der WM. Der Ex-Bundestrainer glaubt dennoch fest an das Team.

Der frühere Bundestrainer Dirk Bauermann hat trotz des Fehlstarts in die WM weiter Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden der deutschen Basketballer. "Die Mannschaft muss sich jetzt zusammenraufen, die richtigen Konsequenzen aus der Niederlage ziehen. Und wenn sie das tun, können sie nach wie vor ein Riesenturnier spielen", sagte der 61-Jährige im ARD-Morgenmagazin.

Das Team um NBA-Profi Dennis Schröder hatte zum Auftakt der Vorrunde nach einem krassen Fehlstart gegen Frankreich verloren (74:78) und muss die kommenden beiden Spiele gewinnen, um es sicher in die zweite Gruppenphase zu schaffen. Die Mannschaft müsse jetzt "viel besser ins Spiel kommen, den Ball besser bewegen", forderte Bauermann.

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Ein Problem sieht der langjährige Bundesliga-Coach darin, dass das Team relativ wenig gemeinsame Erfahrungen gesammelt hat. "Diese Mannschaft hat ja noch nie in dieser Konstellation zusammengespielt. Viele von den Jungs sind nicht in jedem Sommer da, wie wir das im Fußball kennen, wo eigentlich jeder kommt", so Bauermann:

"In diesem Sommer sind zum ersten Mal alles Topspieler da - bis auf zwei Ausnahmen." Darum wüssten die Spieler "noch gar nicht genau, wo sie als Mannschaft stehen, wie gut sie sind."

Bauermann: Kader sehr tief

Wie viel Qualität das Team von Bundestrainer Henrik Rödl auf dem Papier hat, lässt sich laut Bauermann am Kader ablesen. "Dass er so viele NBA-Spieler zu Hause lässt, zeigt die Tiefe des Kaders", sagte Bauermann. Das bringe aber auch Gefahren mit sich.

"Es ist nicht leicht, in einem Spiel all diese zwölf Spieler so einzusetzen, dass sie ihren Rhythmus finden, dass sie mit Selbstvertrauen spielen können. Tiefe kann ein Vorteil sein, ist aber auch manchmal ein Nachteil, weil der Trainer nicht genau weiß, wen er bringen soll. Aber Henrik Rödl wird das schon richten."

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