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München - Kira Walkenhorst muss ihre Beachvolleyball-Karriere aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme beenden. Olympiasieger Julius Brink fühlt mit seiner Kollegin.

Es war ein Paukenschlag im Beachvolleyball: Kira Walkenhorst beendet ihre Karriere!

Die Olympiasiegerin von 2016 verlässt die große Bühne unfreiwillig. Anhaltende Probleme an Rippen, Hüfte und Schulter zwangen die 28-Jährige zum Rücktritt

"Vielleicht habe ich die Warnsignale meines Körpers in den letzten Jahren zu sehr in den Hintergrund gedrängt, jedenfalls erlaubt mir mein Körper keinen Leistungssport mehr", sagte die 28-Jährige und begründete die Entscheidung für ihr Karriereende. "Alles andere, als Laura (Ludwig, langjährige Partnerin von Walkenhorst, Anm. d. Red.) nahezulegen, sich eine andere Partnerin zu suchen, mit der sie ihre Ziele erreichen kann, erschien mir unfair", so Walkenhorst in ihrer Erklärung.

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Laura Ludwig (l.) und Kira Walkenhorst gewannen bei Olympia in Rio Gold
Laura Ludwig (l.) und Kira Walkenhorst gewannen bei Olympia in Rio Gold © Getty Images

Brink hat Verständnis für Walkenhorst

Einer, der für die Entscheidung von Walkenhorst vollstes Verständnis aufbringen kann, ist Julius Brink. Der Olympiasieger von 2012 leidet im SPORT1-Volleytalk mit seiner Kollegin. "Es macht mich sehr traurig, dass eine Athletin wie Kira, die von der magischen Schwelle von 30 Jahren noch weit entfernt ist, ihre Karriere beenden muss", so der dreimalige Europameister. 

Brink selbst ahnte bereits früh, dass Walkenhorst ihre Laufbahn womöglich beenden muss. "Kiras Ergebnisse im letzten Jahr waren durchwachsen. Ich hatte bereits damals den Eindruck, dass mit ihren Bewegungen nicht immer alles rund läuft. Ich war mir nicht sicher, ob sie wirklich schmerzfrei ist."

Anfang Dezember bekam der 36-Jährige dann Wind von der anstehenden Entscheidung. "Sie hat festgestellt, dass ihr Körper das nicht mehr zulässt. Es ist für alle eine sehr traurige Entwicklung", so Brink. 

Verletzung erlaubt keinen Leistungssport

Der Beachvolleyballer musste seine Karriere, genau wie Walkenhorst, wegen eines Labrumrisses beenden. Diese Verletzung im Hüftgelenk ermöglicht laut Brink "vieles, aber keinen Leistungssport." Wie bei Walkenhorst gingen der Rücktritts-Entscheidung bei Brink eine schwierige OP und eine langwierige Reha voraus.

Das ist eine "tückische Geschichte", weiß Brink aus eigener Erfahrung. 

Für Kira Walkenhorst wartet nach dem Karriereende eine neue Herausforderung. Die 28-Jährige und ihre Ehefrau sind erst kürzlich Mütter von Drillingen geworden.

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