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Gunther Eckes schlüpft in die Rolle als Philipp Lahm
Gunther Eckes schlüpft in die Rolle als Philipp Lahm © Julian Baumann
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München - Ein eigenwilliges Theaterstück über Philipp Lahm feiert am Münchener Residenztheater Premiere. Sein Macher vermutet, dass es für Ärger sorgen wird.

Fußball-Stars mit einem bühnenreifen Leben?

Philipp Lahm ist da nicht unbedingt der erste Name, der einem einfällt. Zu unspektakulär, sollte man meinen.

Genau darum geht es allerdings in einem recht skurril anmutenden Theaterstück über den früheren Kapitän des FC Bayern München, das heute Premiere feiert.

"Philipp Lahm" vor Uraufführung

Das Stück "Philipp Lahm" aus der Feder des Autors Michel Decar wird am Samstagabend im Residenztheater München uraufgeführt.

Und es baut darauf auf, dass Lahms Leben außerhalb des Platzes als recht wenig aufregend gilt.

"Es geht darum, den Nicht-Skandal zu ertragen", sagt der 30 Jahre alte Decar der dpa: "Die Langeweile, das Glück, die Beständigkeit."

Entsprechend ist das Stück auch inszeniert, es stellt Lahms Alltag als so langweilig dar, wie Decar und viele andere ihn sich vorstellen: "Ich glaube, das Drama findet eher beim Zuschauer statt. Dadurch, dass auf der Bühne demonstrativ keines stattfindet, wird man auf sich zurückgeworfen. Auf diesen Wunsch nach Drama, nach einem Konflikt, der in uns allen ist. Man trägt das Drama dann vielleicht mit sich selbst aus."

Der Alltag von Philipp Lahm wird als recht wenig aufregend dargestellt
Der Alltag von Philipp Lahm wird als recht wenig aufregend dargestellt © Julian Baumann

"Viele Leute werden buhen"

Gespielt wird Lahm von Schauspieler Gunther Eckes, 37, der Lahm nicht unbedingt ähnlich sieht. Soll er wahrscheinlich auch nicht, Decar geht es ja mehr ums Prinzip als um die Person: "Philipp Lahm steht natürlich auch für das Prinzip Merkel. Für das Prinzip GroKo."

Der Autor befürchtet im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung daher auch, dass einige seiner Zuschauer mit dem Stück nichts anzufangen wissen werden: "Die werden enttäuscht sein. Viele Leute werden buhen und rausgehen, glaube ich."

Für den Macher des Stücks wäre es keine schlechte Nachricht: Ein wenig Drama außerhalb der Bühne ist im Theater ja durchaus erwünscht.

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