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Paul Gascoigne
Paul Gascoigne erzielte in 57 Länderspielen für England zehn Tore © Getty Images
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Paul Gascoigne hatte in der Vergangenheit immer wieder mit seiner Alkoholsucht zu kämpfen. Nun gesteht er, sogar nach Kindermedizin süchtig gewesen zu sein.

Auf dem Fußballfeld war Paul Gascoigne ein Ausnahmespieler, abseits des Platzes sorgte er dagegen immer wieder für Skandale.

Vor allem seine Alkoholprobleme machten dem 57-jährigen immer wieder zu schaffen. In einem Interview in der ITV-Sendung "Loose Women" gestand er nun, süchtig nach dem Fiebersaft Calpol gewesen zu sein.

Die Kindermedizin mit dem Wirkstoff Paracetamol enthält zwar nur einen minimalen Prozentsatz an Alkohol, dennoch kam er davon nicht los.

Krankheit des Vaters führte zum Umdenken

"Ich dachte, wenn ich 20 Flaschen davon trinke, wird es wirken", führte "Gazza" aus. Neben Calpol konsumierte er auch Energydrinks und Abführmittel in gefährlicher Dosis um schlanker und wacher zu sein. Eine gefährliche Mischung von der er nur schwer wieder loskam.

Letztendlich war es ein trauriger Grund der dazu führte, dass er sich selbst in die Entzugsklinik einweisen lies: Sein Vater John erkrankte im vergangenen Dezember an Krebs.

Sucht sorgte für Lacher bei Mitpatienten

"Ich dachte mir, sollte er sterben, würde ihn ein Drink auch nicht wieder zurückbringen."

Statt zur Flasche zu greifen entschied er sich folglich für einen Entzug, um für den kranken Vater da zu sein. So traurig die Geschichte auch ist, sorgte seine ungewöhnliche Sucht bei seinen Mitpatienten dennoch für einige Lacher.

"Als ich in der Entzugsklinik war, fragten mich die anderen Patienten, warum ich hier sei. Ich sagte Calpol und alle begannen zu lachen", erzählte der WM-Teilnehmer von 1990. 

Sein Vater ist inzwischen im Alter von nur 72 Jahren verstorben. Mit einem Lächeln erinnert er sich an ihr letztes Treffen. "Ich sagte zu ihm. Dad, du wirst doch jetzt nicht sterben, oder? Und er antwortete: 'Doch. Und wenn du so weitermachst Junge, wirst du mir bald folgen.'"

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