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München - Darts-Legende Phil Taylor soll offenbar über ein Comeback auf der PDC-Tour nachdenken. SPORT1 zeigt, welch schwerer Weg ihm bevorstünde.

Darts-Legende Phil Taylor soll mit einem Comeback auf der PDC-Tour liebäugeln.

"Er rief mich an und fragte: 'Was denkst du darüber?' Ich sagte: 'Sieh mal, du hast keinen Spielervertrag mehr. Du kannst tun, was du willst'", schilderte PDC-Boss Barry Hearn ein Telefongespräch mit "The Power" vor Kurzem. Laut Hearn solle Taylor bereits konkrete Möglichkeiten geprüft haben, wie er auf die Profitour zurückkehren könnte. Ein Möglichkeit wäre der Start von ganz unten in einem Pub.

Taylor hatte seine Karriere nach der Weltmeisterschaft 2018 beendet, in welcher er sich erst im Finale gegen Rob Cross geschlagen geben musste. Seither nimmt er nur noch an Exhibition Shows teil. "Phil amüsiert sich. Aber ein Teil von ihm vermisst das Wettbewerbs-Element, dass er bei Exhibitions nicht bekommt", berichtete Hearn.

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SPORT1 zeigt Taylors Möglichkeiten zur Rückkehr auf die PDC-Tour. Durch sein Karrierende vor zwei Jahren hat er keinerlei Preisgeld in der Order of Merit mehr und müsste daher von ganz unten anfangen.

- Möglichkeit 1: UK Open

Für gerade einmal acht Pfund Startgeld kann sich jeder, der sich dazu berufen fühlt, für ein Qualifikations-Turnier des Major-Turniers bewerben. Das Besondere dabei: Diese Turniere werden in klassischen englischen Pubs ausgetragen. Insgesamt 16 dieser Veranstaltungen finden ab dem 25. Januar verteilt über England und Schottland statt.

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Siegt Taylor bei einer dieser Vorqualifikationen hat er sein Ticket für das Turnier im März im Butlins in Minehead sicher. Denn neben den etablierten PDC-Stars haben auch die Sieger dieser Pub-Turniere eine Teilnahmeberechtigung am Major-Turnier. Deshalb werden die UK Open in Anlehnung an den englischen Fußball-Pokal auch "FA Cup of Darts" genannt.

Dass es durchaus möglich ist, durch diesen Weg ins Hauptfeld zu kommen, zeigt das Beispiel von Rob Cross. 2016 startete "The Voltage" als Amateur-Qualifikant und kämpfte sich ins Hauptfeld des Turniers, das nach jeder Runde neu ausgelost wird. Dort scheiterte Cross erst in der vierten Runde an Michael van Gerwen.

Für Taylor wäre dies die günstigste und schnellste Möglichkeit auf die PDC-Tour zu kommen. Zudem würde ein solcher Durchmarsch seiner Legende ein weiteres Kapitel hinzufügen.

- Möglichkeit 2: Q-School

Sollte Taylor die Motivation für mehrere Turniere verspüren wäre die PDC Qualifying School der schnellste Weg.

Vom 16. bis 19. Januar steigen im englischen Wigan gleich vier Qualifying Schools für Spieler aus dem Vereinigten Königreich. Die beiden Finalisten jedes Tages Turniers erhalten eine Tourkarte für die anstehende Saison. Allerdings kostet der Eintritt an die Q-School satte 450 Pfund und bietet keine Garantie auf Erfolg.

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Denn wenn Taylor die ersten beiden Plätze verpasst und es auch über die Rangliste des Wochenende nicht schafft, kann er die Tourkarte für die anstehende Saison vergessen. Das gilt auch für Shooting Star Fallon Sherrock, die wohl über diesen Weg permanent bei der PDC einsteigen wird, und Deutschlands WM-Überraschung Nico Kurz.

Kurz kann allerdings bei der Q-School in Hildesheim antreten, die für Europäer parallel zu Wigan ausgetragen wird. Allerdings gibt es dort nur ein festes Ticket pro Tag.

Sollte der Taylor für die anstehende Saison keine PDC-Karte erhalten, stünde ihm durch die Teilnahme an der Q-School ein Platz auf der Challenge Tour zu. Doch dies wird für den 59-Jährigen wohl nicht in Frage kommen, da er sich dort nicht mit den Besten messen kann. 

Glaubt man Hearn, denkt Taylor tatsächlich ernsthaft darüber nach, auf die PDC-Tour zurückzukehren. Ihm stünde ein schwieriger Weg bevor.

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