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München - James Wade feiert bei den UK Open seinen zehnten Major-Titel und ist zurück in der Weltspitze. Er selbst spricht davon, sich neu erfunden zu haben.

Was für ein Abend für James Wade!

Bei den UK Open in Milton Keynes hat sich "The Machine" endgültig in die absolute Darts-Weltspitze zurückgekämpft. Der 37-Jährige triumphierte im Finale gegen Luke Humphries mit 11:5 und ergatterte seinen zehnten Major-Titel.

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Aber damit nicht genug: Wade ist neben Phil Taylor, Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld erst der vierte Spieler mit einer zweistelligen Anzahl an großen PDC-Titeln.

Durch die Siegprämie von 100.000 Pfund rückte er außerdem auf den vierten Platz in der Weltrangliste und überholte Rob Cross als höchstplatzierten Engländer.

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Wade schlägt Humphries im Finale

Wade zeigte über das gesamte Turnier hinweg eine beeindruckende Leistung am Oche. Im Halbfinale setzte sich der Engländer überraschend deutlich gegen Weltmeister Gerwyn Price durch.

Wade legte los wie die Feuerwehr und gewann die erste Session mit 5:0. Diesen Vorsprung gab er nicht mehr aus der Hand.

Auch im Finale knüpfte er nahtlos an seine bisherigen Auftritte an und entschied die Partie gegen den ehemaligen Jugendweltmeister Humphries quasi bereits bis zur ersten Pause.

Wade nutzte die eklatante Doppel-Schwäche von "Cool Hand Luke" (nur 1/13 in den ersten fünf Legs) und ging mit 4:1 in Führung. Er konnte sich sogar den ein oder anderen Fehler erlauben, blieb aber in den entscheidenden Momenten eiskalt.

Schließlich standen bei ihm ein Average von 102,52 Punkten und eine Checkout-Percentage von 40,74 Prozent zu Buche. (Spielplan und Ergebnisse der UK Open 2021)

Wade: "Habe mich neu erfunden"

"Ich bin sehr glücklich, in der Welt des Darts zu sein, es ist ein toller Ort, wenn man gewinnt", freute sich Wade über seinen großen Triumph. Doch auch das Lob für seinen Kontrahenten kam nicht zu kurz: "Luke hat Qualität, er ist ein Gentleman und er hat seine Qualität in der Art und Weise gezeigt, wie er Michael (van Gerwen; Anm. d. Red) im Halbfinale demontiert hat."

Humphries spielte in der Runde der letzten Vier furios auf und fertigte MvG mit 11:5 ab. Der 26-Jährige überragte in diesem Duell noch mit 107,41 Punkten pro Aufnahme, vier Checkouts über 100 und einer Doppelquote von 68,75 Prozent. Es war das erste Major-Finale seiner Karriere.

Gegen den erfahrenen Wade reichte es im Endspiel aber nicht aus. Der Linkshänder heimste in der Vergangenheit TV-Titel über drei Jahrzehnte hinweg ein, darauf sei er sehr stolz, bekannte Wade: "Ich genieße es wieder, ich denke, ich habe mich neu erfunden."

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Humphries schwärmt von Wade

Seinen letzten TV-Erfolg feierte Wade im November 2018 bei den World Series of Darts Finals. Es war bereits der zweite Major-Titel innerhalb von nur einer Woche, nachdem er sich im Oktober gegen Simon Whitlock im Finale der European Darts Championship den Titel des Europameisters gesichert hatte.

Danach blieb es eher ruhig um den Routinier, die großen Titel blieben aus. Doch mit seinem Triumph bei den UK Open hat Wade seine Wiederauferstehung perfekt gemacht.

"Ich denke, James ist der beste Spieler der Welt unter Druck und das hat er in diesem Spiel gezeigt", schwärmte selbst sein Finalgegner. (Statistiken zum Finale der UK Open zwischen Wade und Humphries)

Für den Familienvater, der an einer bipolaren Störung leidet, steht hingegen sein Kind an erster Stelle: "Ich bin hier, um meinem Sohn Stabilität zu geben und diese Turniere zu gewinnen, erlaubt mir, das zu tun."

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