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München - Dave Chisnall erlebt beim Grand Slam of Darts eine irre Achterbahnfahrt, scheitert trotz Mega-Aufholjagd. Dimitri Van den Bergh zaubert sich ins Viertelfinale.

In dieser Form gehört er langsam aber sicher zu den ganz großen Titel-Anwärtern:

Dimitri Van den Bergh ist beim Grand Slam of Darts im englischen Coventry (16. bis 24. November LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) auch durch das Achtelfinale spaziert.

The Dreammaker erteilte Jonny Clayton eine 10:3-Lehrstunde und überzeugte nach ohnehin schon starker Gruppenphase erneut bei Scoring und Checkout. (Die Tabellen des Grand Slam of Darts)

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Eine irre Pleite setzte es beim Anlauf aufs Viertelfinale dagegen für Dave Chisnall: Der englische Routinier patzte im Kräftemessen mit Jose de Sousa nach verspielter 2:0-Führung zum 2:8 und danach zwischenzeitlich wieder fünf gewonnenen Legs am Ende mit 7:10.

Völlig verrückt: Nachdem Chizzy sieben Pfeile zum möglichen 3:0 ausgelassen hatte, lief bei dem 40-Jährigen lange Zeit gar nichts mehr zusammen, verlor er acht (!) Legs in Serie. Katastrophal dabei die Bilanz von zwischenzeitlich 12 vergebenen Möglichkeiten auf die Doppel, ehe ein Mega-Zwischenspurt zum 7:8 wieder gewaltig Hoffnung machte.

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Irres Duell zwischen Chisnall und de Sousa

Am Ende aber stellte de Sousa die Weichen doch noch irgendwie auf Sieg, wenngleich auch der Portugiese immer wieder große Schwächephasen zeigte: So verrechnete er sich mehrfach, hatte sich unter anderem vertan und das Bulls-eye nicht gespielt, obwohl Chisnall auf dem Doppel stand.

Als der verspielte 8:2-Vorsprung Chisnall wieder die Oberhand gewinnen ließ, hatte de Sousa im Drama allerdings das Glück auf seiner Seite.

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Auch weil sein Widersacher haarscharf eine 170 nicht löschte, de Sousa wiederum seinen dritten Matchdarts nutze und damit erstmals ins Viertelfinale sprang.

Ganz anders dagegen und weniger furios verlief indes das Match von Van den Bergh bei seinem klaren Erfolg über Clayton (England):

Der World-Matchplay-Sieger, der im Verlauf des Turniers bereits zweimal an einem 9-Darter geschnuppert hatte, erzielte einen Drei-Dart-Average von 103,51 (zu 88,53) und ließ so auch seine schwächere Performance auf die Doppel nicht weiter ins Gewicht fallen (37,5 Prozent gegenüber 42,86 %). Ein Übriges bei der Machtdemonstration des Belgiers taten acht 180er.

Auch Van den Bergh und Wade lassen Muskeln spielen

Auch James Wade (England) ließ seine Muskeln an den Pfeilen spielen, wies Landsmann Ian White mit 10:4 in die Schranken. Der zweite Matchdarts saß bei The Machine, der mit einer Checkput-Quote von 45,45 (zu 25 %) auftrumpfte.

Deutlich mehr Mühen für den Einzug ins Viertelfinale hatte Simon Whitlock, der gegen Adam Hunt zu einem zähen 10:6 kam. (Spielplan und Ergebnisse des Grand Slam of Darts)

Bei dem Break-Festival gegen seinen englischen Kontrahenten schien The Wizard ein 116er-Highfinish zum 5:3 zunächst eine Vorentscheidung herbeizuführen, dann aber wurde die Partie doch noch spannend. Schließlich nutze der Australier seinen siebten Matchdarts, um den Sack endgültig zuzumachen.

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Deutschlands Topspieler Gabriel Clemens hatte das Achtelfinale des seit 2009 ausgetragenen Majors nach einem 2:5 im abschließenden Gruppenspiel gegen den Engländer Adam Hunt verpasst, nachdem der Saarländer im vergangenen Jahr noch den Sprung unter die letzten 16 geschafft hatte.

Clemens und auch Snakebite raus bei Grand Slam of Darts

Überraschend vorzeitig ausgeschieden war diesmal auch Weltmeister Peter Wright (Schottland). Der Weltranglistenerste Michael van Gerwen (Niederlande) ist erst am Samstag im Einsatz und trifft im Duell der früheren Weltmeister auf den Schotten Gary Anderson.

Der Grand Slam ist traditionell das einzige Turnier, bei dem PDC- und BDO-Spieler gegeneinander antreten.

Nachdem die BDO wegen finanzieller Probleme inzwischen Konkurs anmelden musste, waren nur die beiden aktuellen Weltmeister des alten Verbandes dabei: Wayne Warren (Wales) und die Japanerin Mikuru Suzuki, die sich bei der letzten Ausgabe der BDO-WM in der Damen-Konkurrenz durchgesetzt hatte. Beide schieden aber mit jeweils drei Niederlagen vorzeitig aus.

SPORT1 zeigt das neuntägige Event in knapp 50 Stunden umfangreich im Free-TV. Zudem sind alle Sessions im kostenlosen Livestream auf YouTube zu sehen.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Achtelfinale (First to 10 Legs):
Dimitri Van den Bergh - Jonny Clayton 10:3
James Wade - Ian White 10:4
Simon Whitlock - Adam Hunt 10:6
Dave Chisnall - Jose De Sousa 7:10

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