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Michael van Gerwen steht im Viertelfinale
Michael van Gerwen steht im Viertelfinale © SPORT1
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Beim Grand Slam of Darts steht Michael van Gerwen im Viertelfinale. Der Titelverteidiger unterliegt einem jungen Engländer.

Das war eine starke Vorstellung von Michael van Gerwen!

Der Weltranglistenerste ließ im Achtelfinale des Grand Slam of Darts im englischen Coventry (16. bis 24. November LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) Gary Anderson im Duell zweier Ex-Weltmeister nicht den Hauch einer Chance. MvG gewann im Schnelldurchgang mit 10:2 und spielte sich endgültig in den Kreis der Topfavoriten auf den Turniersieg  (Spielplan und Ergebnisse des Grand Slam of Darts).

Van Gerwen spielt mit alten Pfeilen

Van Gerwen, der in Coventry wieder mit seinen alten Pfeilen spielt, profitierte auch von einer Knieverletzung seines Kontrahenten. Anderson bewegte sich stark humpelnd auf der Bühne. 

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Anderson sorgte mit einem Finish von 132 Punkten zum 1:1 für das erste Highlight. Dass es sein für lange Zeit letztes gewonnenes Leg sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt nicht zu erahnen. Van Gerwen, der in den vergangenen Monaten oft im Krisel-Modus agierte, gewann acht Legs in Folge. Höhepunkt seiner starken Leistung war ein 11-Darter zum 5:1. 

Nach der zweiten Pause schöpfte Anderson mit einem Break zwar kurz Hoffnung, diese beendete van Gerwen postwendend mit dem gewonnenen Leg zum Einzug ins Viertelfinale. 

Van Gerwen spielte einen Drei-Darts-Average von 102,27 Punkten. Auch seine Doppelquote von etwas über 40 Prozent konnte sich sehen lassen. 

Titelverteidiger Price raus

Gerwyn Price kann den Grand Slam of Darts dagegen nicht mehr zum dritten Mal in Serie gewinnen. Der Waliser musste sich Nathan Aspinall in einer abwechslungsreichen und spannenden Partie mit 8:10 geschlagen geben. 

Aspinall brachte eine starke Serie ab dem 2:2 vermeintlich schon früh auf die Siegerstraße. Der Engländer setzte sich nach zwei Breaks bis auf 7:3 ab. Doch der "Iceman" wäre nicht der "Iceman", wenn er nicht bis zum Ende an seine Siegchance glauben würde. 

Mit einem Break, dass er mit einem Treffer ins Bulls Eye vollendete, einem Finish von 105 Punkten und einem weiteren Break startete er seinerseits eine Serie. Fünf Legs hintereinander gewann der Waliser zum 8:7. 

Der 29 Jahre Aspinall zeigte jedoch keine Nerven, glich aus und holte sich mit einem weiteren Break die Führung wieder zurück. Price hatte noch die Chance ein Entscheidungsleg herbeizuführen, vergab diese aber. Das nahm Aspinall cool an und zog nach einem furiosen Treffer ins Bulls Eye in das Viertelfinale am Sonntag ein. 

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Neben einem Drei-Dart-Average von 96,86 Punkten (Price: 90,73) war auch die Nervenstärke für Aspinalls Erfolg entscheidend. 

Smith wirft "Schwitzhand" Cross raus

Der zweite Achtelfinaltag war mit einer kuriosen Partie gestartet. 

Michael Smith qualifizierte sich nach einer spannenden wie auch seltsamen Partie für das Viertelfinale. Das 10:9 gegen Ex-Weltmeister Rob Cross war für beide Spieler ein Auf und Ab - mit dem besseren Ende für den "Bully Boy". 

Alleine der Decider beim Stand von 9:9 hatte allerlei zu bieten. Cross hatte den Anwurf, bei seinen ersten beiden Aufnahmen kam er jeweils nur auf 58 Punkte, dem ließ der Engländer immerhin 96 Punkte folgen, was einen Rest von 296 bedeutete. Beim nächsten Wurf visierte Cross wie fast immer die Doppel-20 an, der Pfeil glitt ihm jedoch durch die vom Schweiß nassen Hände und landete schließlich unter dem Bulls Eye in der einfachen 2. 

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Während sich Cross davon nicht mehr erholte und in dieser Aufnahme lediglich 26 Punkte machte, zog Smith unaufhaltsam davon und beendete das Spiel mit einem Treffer in die Doppel-12. 

Hopp: "Habe ich noch nicht gesehen"

"Das habe ich beim Darts bisher noch nicht gesehen", sagte Max Hopp während der Liveübertragung auf SPORT1 zu Cross' kuriosem Ausrutscher. 

Bis dahin war das Spiel auf beiden Seiten von Problemen auf die Doppel, aber auch von starken Legs gekennzeichnet. Smith startete mit einem Break, dieses holte sich Cross zum 2:2 wieder zurück. Es sollte das letzte Break für längere Zeit gewesen. Erst beim Stand von 7:7 nahm Smith seinem Gegner den Aufschlag ab. Er legte sofort nach und hatte beim Stand von 9:7 sogar drei Matchdarts, die er aber allesamt vergab. Das Ergebnis: Cross gewann das Leg und glich noch zum 9:9 aus. Was nun folgte ist bekannt. 

Smith spielte einen Drei-Dart-Average von 97,46. Stark waren seine zehn 180er im Spielverlauf.

Heta erstmals im Viertelfinale

Den größten Erfolg seiner Karriere feierte derweil Damon Heta. Der Australier steht nach einem 10:7-Erfolg im Außenseiterduell gegen Devon Petersen erstmals im Viertelfinale eines Grand Slams. 

Während der Südafrikaner in den entscheidenden Phasen nicht ganz an seine Leistungen in der Gruppenphase - dort bezwang er unter anderem Weltmeister Peter Wright - anschließen konnte, zeigte Heta eine grundsolide Partie.

Frühe Breaks zum 2:0 und 3:1 ebneten ihm den Weg. Nach einer klaren 8:3 Führung musste "The Heat" jedoch drei Legs in Serie abgeben. Die letzten Hoffnungen Petersens auf ein Comeback machte er dann mit einem grandiosen 144er-Finish zunichte. 

Clemens und auch Snakebite raus bei Grand Slam of Darts

Deutschlands Topspieler Gabriel Clemens hatte das Achtelfinale des seit 2009 ausgetragenen Majors nach einem 2:5 im abschließenden Gruppenspiel gegen den Engländer Adam Hunt verpasst, nachdem der Saarländer im vergangenen Jahr noch den Sprung unter die letzten 16 geschafft hatte.

Überraschend vorzeitig ausgeschieden war diesmal auch Weltmeister Peter Wright (Schottland). Der Weltranglistenerste Michael van Gerwen (Niederlande) ist erst am Samstag im Einsatz und trifft im Duell der früheren Weltmeister auf den Schotten Gary Anderson.

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Der Grand Slam ist traditionell das einzige Turnier, bei dem PDC- und BDO-Spieler gegeneinander antreten.

Nachdem die BDO wegen finanzieller Probleme inzwischen Konkurs anmelden musste, waren nur die beiden aktuellen Weltmeister des alten Verbandes dabei: Wayne Warren (Wales) und die Japanerin Mikuru Suzuki, die sich bei der letzten Ausgabe der BDO-WM in der Damen-Konkurrenz durchgesetzt hatte. Beide schieden aber mit jeweils drei Niederlagen vorzeitig aus.

SPORT1 zeigt das neuntägige Event in knapp 50 Stunden umfangreich im Free-TV. Zudem sind alle Sessions im kostenlosen Livestream auf YouTube zu sehen.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Achtelfinale (First to 10 Legs):

Michael Smith - Rob Cross 10:9
Damon Heta - Devon Petersen 10:7
Michael van Gerwen - Gary Anderson 10:2
Nathan Aspinall - Gerwyn Price 10:8

Das Viertelfinale im Überblick: 

Michael Smith - Jose De Sousa
Damon Heta - James Wade
Nathan Aspinall - Dimitri Van den Bergh
Michael van Gerwen - Simon Whitlock

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