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München - Das von Corona durcheinander gewirbelte Darts-Jahr 2020 ist von Sensationen geprägt. Auch bei der WM könnten einige Spieler überraschen. SPORT1 zeigt, welche.

Wenn man nach den Favoriten der Darts-WM 2021 fragt, werden zumeist die gleichen Namen genannt: Michael van Gerwen, Peter Wright und Gerwyn Price. (Darts-WM ab 15. Dezember LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM und LIVETICKER)

Die drei Top-Stars stehen in der Weltrangliste ganz oben und haben im abgelaufenen Darts-Jahr jeweils mindestens ein Major-Turnier gewonnen. Zudem spielten sie in den vergangenen Jahren konstant die besten Darts.

Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Darts-WM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

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Doch 2020 war auch das Jahr der Überraschungen. Auch bedingt durch die wegen der Corona-Pandemie veränderten Rahmenbedingungen (lange Pause im Frühjahr, keine Fans, weniger Turniere) tauchten vor allem bei großen Events auffällig viele Spieler in den letzten Runden auf, die man nicht so weit vorne erwartet hätte.

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Sie könnten auch im Alexandra Palace für Furore sorgen. SPORT1 stellt ein paar von ihnen vor.

Nathan Aspinall

Zweimal ist der Engländer bei der WM angetreten, zweimal erreichte er das Halbfinale - das alleine beweist schon, wie schnell und gut sich "The Asp" mit dem Ally Pally angefreundet hat.

Gleich in seiner ersten Saison als fester Teilnehmer erreichte der 29-Jährige das Finale der Premier League, unterlag dort Glen Durrant. Konnte sich in der Corona-Pause als Sieger der ersten PDC Home Tour 2020 auszeichnen.

Aspinall hat eine gute Seite im Bracket erwischt und würde erst im Viertelfinale mit Gerwyn Price auf einen absoluten Top-Gegner treffen.

José de Sousa

Der Portugiese mit dem Spitznamen "The Special One" sorgte insbesondere in der zweiten Jahreshälfte für Furore. Erst warf er bei den European Championships seinen ersten Neun-Darter vor TV-Kameras, wenige Wochen später triumphierte er sensationell beim Grand Slam of Darts.

Dass de Sousa, der bisweilen Rechenprobleme und dadurch bedingt kuriose Finishwege offenbart, auch konstant mit der Weltelite mithalten kann, zeigt er mit dem siebtbesten Drei-Dart-Average seit der WM 2020 von 97.89 Punkten.

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Damon Heta

Der Australier besitzt seine Tourcard erst seit 2020 und schoss in seinem ersten Jahr gleich auf Rang 56 der PDC Order of Merit vor. Seinen ersten Titel auf der ProTour schnappte sich "The Heat" bei der Autumn Series 2020, auch bei einigen Majors ließ er mit tiefen Runs aufhorchen.

Die ausgeglichene Mischung aus starkem Scoring und einer guten Doppelquote machen Heta zu einem Spieler, dem auch bei der WM 2021 einiges zuzutrauen ist. Angesichts der für ihn günstigen Auslosung ist sogar das Viertelfinale drin.

Devon Petersen

Der Südafrikaner ist seit Jahren auf der Tour etabliert, hat schon Auftritte in sieben unterschiedlichen Jahren im Ally Pally hinter sich. Mit 98.46 Punkten spielte der "African Warrior" den fünftbesten Average seit der WM 2020.

Seit kurzem steht Petersen unter den Fittichen von Darts-Legende Wayne Mardle, der ihm vor allem im mentalen Bereich hilfreiche Tipps gegeben hat. Der 29. der Weltrangliste - erstmals gehört er zu den gesetzten Spielern - ist für Powerscoring mit vielen 180ern bekannt. 2020 erreichte er das Halbfinale der EM und gewann die German Darts Championship. (Spielplan der Darts-WM 2021)

Dimitri Van den Bergh

Der Belgier ist ein Mann, der sich auf der großen Bühne wohlfühlt - insbesondere im Alexandra Palace. Er strich mit 169,500 Pfund in den vergangenen elf Monaten seit der WM 2020 das meiste Preisgeld aller Spieler ein.

"The Dreammaker" feierte einen Sensationssieg beim World Matchplay 2020 und spielte sich beim Grand Slam bis ins Halbfinale. Dort scheiterte Van den Bergh nur an einer Doppelschwäche im entscheidenden Moment. Ist bei der WM ein Kandidat, der Michael van Gerwen im Viertelfinale Probleme bereiten könnte.

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Dirk van Duijvenbode

Wie Heta gehört auch der aufstrebende Niederländer zum Viertel im Turnierbaum, in dem viele Überraschungen möglich sind, weil sich Spieler wie Rob Cross - van Duijvenbodes möglicher Zweitrundengegner - nicht in Topform befinden.

"The Titan" - oder auch "Aubergenius" aufgrund seines Berufs als Auberginenfarmbesitzer - schaffte es beim World Grand Prix 2020 sensationell ins Finale. Sein Walk-on zu hartem Elektro ("Glimpse of the Future" von DJ Typhoon) ist spektakulär. Van Duijvenbode präsentiert sich auffällig stark auf die Triple-19, in diesem Jahr machte er einen großen Sprung in der Weltrangliste auf Platz 43.

Simon Whitlock

Wer Michael van Gerwen bei drei Majors in einem Jahr ausschaltet, dem ist auch bei der WM alles zuzutrauen: Dem "Wizard" gelang dies 2020 beim World Matchplay, Grand Prix und Grand Slam.

Nach mehreren Jahren im Abwärtstrend ist der erfahrene Australier in der Weltrangliste nun wieder besser platziert. Gute Nachricht für MvG: Ein Aufeinandertreffen im Ally Pally ist dieses Jahr nur im Finale am 3. Januar möglich.

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