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Martin Schindler (r.) checkt die Chancen der Premier-League-Teilnehmer
Martin Schindler (r.) checkt die Chancen der Premier-League-Teilnehmer © SPORT1-Montage: Veith Nurtsch/Getty Images
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München - Die Premier League of Darts steht vor entscheidenden Wochen und gleich mehrere Spieler kämpfen um den Titel. Martin Schindler bewertet die Chancen im SPORT1-Check.

Die Premier League of Darts geht in die heiße Phase. Nur noch vier Spieltage verbleiben bis zu den Playoffs.

Am Abend steigt in Birmingham der 13. Abend der diesjährigen Saison (Darts: Premier League ab 20 Uhr LIVE im TV und STREAM). Dabei trifft unter anderem Spitzenreiter Michael van Gerwen auf den Drittplatzierten James Wade und möchte seine Spitzenposition weiter festigen.

Denn Verfolger Rob Cross lauert auf jeden Patzer des niederländischen Darts-Dominators. Oder schlägt am Ende gar einer der Verfolger zu?

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Darts-Profi Martin Schindler, der am Abend die TV-Übertragung als Experte begleitet, gibt bei SPORT1 seine Einschätzung zu den Chancen der Teilnehmer ab.

Premier League: Die Teilnehmer im Check

Platz 8 - Michael Smith (3 Siege - 2 Unentschieden - 7 Niederlagen): Der "Bully Boy" kommt in der laufenden Saison nicht wirklich in Fahrt und hat aktuell die Rote Laterne inne. Das Erreichen der Playoffs ist für Smith so gut wie außer Reichweite, da sein Restprogramm gleich drei Duelle gegen Playoff-Aspiranten vorsieht. Für ihn geht es nun darum, auch im nächsten Jahr dabei zu sein.

Das sagt Martin Schindler: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich noch für die Playoffs qualifiziert. Er hat auch mental eine schwierige Ausgangslage, denn er stand im vergangenen Jahr im Finale der Premier League. Die aktuelle Saison verläuft alles andere als rosig für ihn."

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Platz 7 - Peter Wright (2 - 5 - 5): Der Schotte ist ein echter Fanliebling auf der Tour, befindet sich aber schon seit geraumer Zeit in einer Formkrise. Im Duell mit den Topstars in der Premier League kann er aktuell nicht mithalten, drei Pleiten und ein Remis stehen für ihn aus den vergangenen vier Spieltagen zu Buche. Für "Snakebite" geht es im Kampf mit Smith nur darum, nicht die ungeliebte Rote Laterne zu bekommen.

Das sagt Martin Schindler: "Es ist bisher ein sehr ernüchternder Start für ihn gewesen. Premier League ist kein einfaches Pflaster. Er wechselt viel sein Equipment, ich weiß nicht, ob das immer so richtig ist. Seine beste Phase war, als er mit einem Setup gespielt hat. Er bleibt unter seinen Verhältnissen."

Schindler über Suljovic: "Wird schwer für ihn"

Platz 6 - Daryl Gurney (5 -2 - 5): Für "Super Chin" wird es noch bis zum Schluss um die Playoffs gehen. Der Spielplan beschert ihm noch Duelle gegen die "Kellerkinder" Smith und Wright. Die Gelegenheit, um sein Legverhältnis von -5 aufzubessern. Doch mit van Gerwen wartet auch noch eine hohe Hürde auf Gurney.

Das sagt Martin Schindler: "Für ihn ist noch alles drin, es kommt auch drauf an, was die Konkurrenten vor ihm machen. Das Gute ist: In der Premier League gibt es in diesem Jahr keine klaren Favoriten mehr. Er hat auch schon Van Gerwen geschlagen. Sollte er gegen Wright und Smith gewinnen und MvG zumindest ärgern, hat er reelle Chancen auf die Playoffs."

Platz 5 - Mensur Suljovic (6 - 2 - 4): Im Vergleich zu seiner ersten Premier-League-Teilnahme, wo er schon nach der Judgement Night ausschied, hat sich "The Gentle" deutlich gesteigert. Doch der Spielplan des Österreichers beschert ihm zum Abschluss Duelle gegen das Führungsduo Van Gerwen und Cross. Zuvor trifft er auf Wright und Smith.

Das sagt Martin Schindler: "Er hat noch alle Chancen, ich denke nicht, dass er spielerisch herausfallen wird. Es wird schwer für ihn. Mensur muss spielerisch an die Leistungen der Vorwochen anknüpfen."

"Wade spielt ein Weltklasse-Niveau"

Platz 4 - Gerwyn Price (5 - 4 - 3): Der "Bad Boy" des Darts mischt auch noch im Playoff-Rennen der Premier League mit und liegt aktuell auf Rang vier, der noch zur Teilnahme berechtigt. Vor allem sein Remis gegen van Gerwen sorgte für Aufmerksamkeit. Allerdings hat er mit Ausnahme des Duells gegen "Snakebite" Wright nur noch direkte Konkurrenten als Gegner. 

Das sagt Martin Schindler:  "Er hat sich nach großen Schwierigkeiten zu Beginn der Premier League herausgekämpft. Das er jetzt in den Playoffs steht, ist überraschend. Am Ende wird er aber aus meiner Sicht nicht den Sprung in die Playoffs schaffen." 

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Platz 3 - James Wade (5 - 4 - 3): Nur das bessere Legverhältnis sorgt dafür, dass Wade vor Price liegt. Auf "The Machine" wartet allerdings ein knüppelhartes Restprogramm mit Duellen gegen Cross, Price und Van Gerwen. Lediglich die Aufgabe gegen den "Bully Boy" scheint eine klare Sache zu sein. 

Das sagt Martin Schindler: "Ich kann mir vorstellen, dass er Price schlägt und auch Cross kann er ärgern. Wade spielt ein Weltklasse-Niveau in jedem Spiel. Wade wird unter den Top 4 bleiben und in die Playoffs einziehen, er spielt im Moment fantastisch."

"MvG ein Biest am Board"

Platz 2 - Rob Cross (8 - 1 - 3): Nur aufgrund einer Niederlage mehr rangiert der Weltmeister von 2018 hinter van Gerwen und möchte dies natürlich in den verbleibenden Duellen ändern. Die Teilnahme an den Playoffs scheint aber, angesichts von drei Siegen Vorsprung, sicher zu sein.

Das sagt Martin Schindler: "Van Gerwen vom Thron zu stürzen, ist eine Riesenaufgabe. Ich kann es mir nicht vorstellen, weil MvG ein Biest am Darts-Board ist."

Platz 1 - Michael van Gerwen (8 - 2 - 2): Der Darts-Dominator hat bereits zwei Niederlagen auf seinem Konto und muss noch um die Top-Ausgangsposition für die Playoffs zittern. Denn mit Wade und Gurney warten ausgerechnet die beiden Kontrahenten, die "Mighty Mike" in der laufenden Saison geschlagen haben.

Das sagt Martin Schindler: "Er hat selbst gesagt, dass er in dieser Saison viel Mist produziert hat. Trotzdem steht er an der Eins, das ist schon bemerkenswert. Er wird sich die Spitzenposition nicht mehr nehmen lassen. Solange Van Gerwen mitspielt, wird er auch immer der Favorit sein und am Ende wohl auch die Premier League gewinnen. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, auch von der Spannung her, aber ohne MvG ist es nicht richtig."

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