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Rob Cross setzt sich beim World Matchplay im Finale gegen Michael Smith durch. Der "Bully Boy" kann sich für eine Mega-Aufholjagd nicht belohnen.

Rob Cross hat zum ersten Mal das World Matchplay gewonnen.

Im Finale setzte sich der Weltmeister von 2018 mit 18:13 gegen Michael Smith durch. Für Cross war es der erste große Erfolg seit seinem überraschenden WM-Titel. Der "Bully Boy" konnte sich am Ende trotz einer starken Aufholjagd nach einem 0:9-Rückstand nicht belohnen. Zwar muss der WM-Finalist weiter auf einen großen Titel warten, zeigte aber sein Talent und Kämpferqualitäten.

Auch Cross hatte entsprechend nur lobende Worte für seinen Gegner übrig. "Respekt an Michael. Er hat auf großem Niveau gespielt. Er ist zurückgekommen, hat nicht aufgehört. Er war ein würdiger Gegner", sagte der 28-Jährige nach der Partie.

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Cross legt phänomenalen Blitzstart hin

Cross legte einen Blitz-Start hin und ließ Smith bei neun erfolgreichen Legs in Folge in der Anfangsphase keine Chance. Erst im zehnten Leg sendete Smith das erste Lebenszeichen und entschied vier Durchgänge in Folge für sich. Schritt für Schritt konnte der 28-Jährige den Rückstand verkürzen.

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Richtig spannend wurde es in Leg 28, als Smith erstmals auf zwei Punkte herankam. Am Ende behielt Cross allerdings die Nerven und entschied bis zum Endstand alle Legs für sich. Erst als vierter Spieler nach Phil Taylor, nach ihm ist die Matchplay-Trophäe benannt, Michael van Gerwen und Gary Anderson hat Cross somit die beiden wichtigsten Turniere gewonnen.

Im Halbfinale hatte der Engländer gegen Daryl Gurney aus einem 7:14-Rückstand noch einen 17:15-Erfolg gemacht.

Cross "will noch viel mehr"

"Das ist wunderbar. Aber für mich ist das noch lange nicht der Ende des Wegs. Ich will noch viel mehr", lautete das Fazit von "Voltage". Smith analysierte seine Leistung kritisch: "Mit 0:9 hinten zu liegen, war sehr deprimierend. Ich habe gedacht: 'Du hast nichts mehr zu verlieren, also spiel einfach'. Es war nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Vor allem was heute auf die Doppel kam, war viel zu wenig für ein Finale."

Trotzdem blickte Smith positiv nach vorne: "Ich habe zumindest wieder im Finale gestanden, aber habe es wieder verloren. Ich werde versuchen, wieder in ein Finale zu kommen. Ich werde versuchen, die Finalniederlagen nicht zu lange im Kopf zu behalten."

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Die beiden Finalisten trafen in ihrer Karriere erst einmal in einem Endspiel aufeinander - beim Shanghai Darts Masters 2018. Damals hatte Smith beim deutlichen 8:2-Erfolg die Nase vorne. Für den Turniersieg kassierte Cross 150.000 Pfund, das Preisgeld für den Finaleinzug lag bei 70.000 Pfund.

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