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Korbinian Holzer spielt in der NHL für die Nashville Predators
Korbinian Holzer spielt in der NHL für die Nashville Predators © Getty Images
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München - In der SPORT1-Show N.ICE. - Goldis Eishockey-Welt berichtet Korbinian Holzer über seine Trade-Erfahrungen in der NHL. Dazu ärgerte er sich lange über ein WM-Aus.

Es ist nur ein Geschäft.

Nirgendwo in der Sportwelt ist dieser Spruch wohl so wahr wie in den US-Profiligen. In der SPORT1-Show N.ICE - Goldis Eishockey-Welt berichtet Nationalspieler Korbinian Holzer von seinem skurillsten Trade-Erlebnis. Dazu erklärt er, warum er sich lange Zeit über das Viertelfinal-Aus bei der WM 2019 geärgert hat. (Eishockey - N.ICE - Goldis Eishockey-Welt mit Korbinian Holzer, ab 20.15 Uhr auf SPORT1 im Free-TV und Stream)

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Aktuell verbringt der Verteidiger der Nashville Predators - wie unzählige andere Sportler auch - wegen Corona seine Zeit in den eigenen vier Wänden, anstatt seinem Beruf nachzugehen. Eine Situation, die für den 32-Jährigen besonders bitter ist. Erst im Februar 2020 ist er am Deadline Day von den Anaheim Ducks nach Tennessee getradet worden.

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"Es war etwas schwer, reinzukommen. Aber als ich die Chance bekommen habe, hat es gleich ganz gut funktioniert. Leider kam dann der Stopp mit Corona dazwischen", gibt er im Gespräch mit Rick Goldmann bei N.ICE. einen Einblick in sein Seelenleben - zumal der Wechsel nach fünf Jahren in Kalifornien überraschend kam.

"Als ich die Nummer vom General Manager der Ducks auf dem Handy gesehen habe, war ich erstmal in Schockstarre."

Überraschender Wechsel 2015 und ein skurilles Telefonat

Innerhalb von zwei Stunden hatte er seinen Hausrat in Anaheim eingepackt und sich auf den Weg nach Nashville gemacht. Bereits einen Tag später stand er bei den Predators auf dem Eis.

Geholfen hat ihm dabei seine Erfahrung. Immerhin war es nicht das erste Mal, dass er kurzfristig den Verein wechseln musste. Sein Trade 2015 von den Toronto Maple Leafs zu den Ducks war besonders skurril. Am letzten Tag der Tradephase war noch unklar, ob er bei den Leafs bleibt.

Als er bis zum Ende der Frist um 15 Uhr nichts gehört hatte, ging er von einem Verbleib in Kanada aus - bis ihn eine Stunde später seine Freundin anrief. Sie habe im TV im Newsticker gesehen, dass er getradet wurde, allerdings das Logo des neuen Teams nicht erkennen können.

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Direkt im Anschluss rief eine unbekannte kanadische Nummer an. "Es war TSN Sports Center (eine kanadische Sportnachrichten-Sendung auf The SportsNetwork/Anm.d.Red.), die mir zu dem super Trade gratulierten. Ich wusste immer noch nicht, wo es hinging und darauf sagten die nur 'Super, wir schalten dich gleich live!' Erst im Live-Gespräch habe ich erfahren, dass es zu den Anaheim Ducks geht."

Ärger über unnötiges Viertelfinal-Aus

Auch Tiefschläge musste Holzer schon wegstecken - wie das Viertelfinal-Aus gegen Tschechien bei der WM 2019.

"Mit zwölf Punkten aus den ersten vier Spielen hat man sich schon etwas Druck genommen", erinnert er sich an den Start in das Turnier: "Die Jungs, die bei den Olympischen Spielen Silber geholt hatten, haben schon gesagt, dass es wieder dieselbe Dynamik nimmt. Da ist mehr drin als nur Viertelfinale."

Umso enttäuschender war daher die Niederlage gegen Tschechien. "Ich habe mich noch Wochen danach geärgert. Meiner Meinung nach waren wir besser und hätten das Spiel auch verdient gewonnen."

Mehr zur Situation bei den Nashville Predators und wie Korbinian Holzer über das DEB-Team und Bundestrainer Toni Söderholm denkt auch in "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1" , auch auf Spotify und in "Apple Podcasts".

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