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München und Salzburg - München feiert den historischen Final-Einzug in der CHL, muss im Endspiel aber nach Schweden. Abeltshauser sieht einen "Riesenschritt für das deutsche Eishockey".

Schon Sekunden vor dem nächsten großen Moment deutscher Eishockey-Geschichte sprangen die Münchner jubelnd auf ihrer Bank umher, stürmten dann freudestrahlend auf ihren Torhüter Danny aus den Birken zu.

"Es ist unglaublich. Es war so ein harter Kampf, es gab so viele starke Teams", sagte Red-Bull-Verteidiger Konrad Abeltshauser glücklich nach dem Einzug ins Finale der Champions Hockey League.

Der Deutsche Meister hatte sich im entscheidenden zweiten Dosen-Derby beim Konzernbruder Salzburg mit 3:1 durchgesetzt. (Eishockey-CHL: Finale Frölunda Indians - EHC Red Bull München am 5. Februar ab 19.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

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München muss für Finale nach Schweden

"Für das Ansehen des deutschen Eishockey ist das sehr positiv, der Respekt wird weiter zunehmen", sagte Verbandschef Franz Reindl.

Allein das Endspiel am 5. Februar im Scandinavium von Göteborg gegen die favorisierten Frölunda Indians ist ein Meilenstein. Der Meister könnte dann als erstes deutsches Team einen Europapokal gewinnen, die Eisbären Berlin holten 2010 nur den inoffiziellen Wettbewerb um die European Trophy.

Dass das Finale in Schweden stattfindet, liegt an den Regeln der CHL. Anders als in der Champions League der Fußballer gibt es keine vorbestimmte Final-Stadt, sondern das Team, welches in der CHL mehr Punkte gesammelt hat, bekommt das Heimrecht.

Ein Ruck geht durch Eishockey-Deutschland

Nun steht ganz Eishockey-Deutschland hinter dem DEL-Titelträger der Jahre 2016 bis 2018. Abeltshauser habe "einen Ruck" verspürt. 

"Auch Fans von anderen Mannschaften drücken uns die Daumen, das ist wieder ein Riesenschritt für das deutsche Eishockey", sagte der Nationalspieler.

Reindl bezeichnete die Saison der Münchner in der Königsklasse als "herausragend, das wird jetzt gekrönt durch den Finaleinzug".

Deutsche Leistungsträger bei Red Bull München

Münchens Finaleinzug ist auch deshalb eine besondere Leistung, weil sich das Erfolgsteam von Coach Don Jackson dadurch auszeichnet, dass es eine Reihe deutscher Spieler hat, die den Erfolg mitprägen

Sechs Münchner Profis standen auch beim Olympia-Wunder von Pyeongchang auf dem Eis. Zwei von ihnen, Yannic Seidenberg (20.) und Patrick Hager (50.) markierten am späten Mittwochabend die entscheidenden Treffer.

Das dritte Tor ging auf das Konto des aufstrebenden Maximilian Kastner (17.). 

Verdienter Coup gegen Salzburg

Den Triumph in Salzburg verdiente sich Jacksons Mannschaft mit hohem läuferischen Aufwand und einer konsequenten Chancenauswertung im Vergleich zum ungewöhnlichen 0:0 aus dem Hinspiel.

"Wir waren im ersten Spiel überrascht, das waren wir diesmal nicht", urteilte der Coach über sein Team um Kapitän Michael Wolf. "Wir sind zu Recht im Finale", fand Kastner.

Dort wartet aber der Champions-League-Sieger der Jahre 2016 und 2017 aus einer Liga, die in der Breite wesentlich stärker ist als die DEL. Jackson schätzte die Schweden als "eine großartige Mannschaft" ein, und die Münchner müssen gewiss einen Sahnetag erwischen, um in Göteborg zu bestehen.

Aber, sagte Abeltshauser, "wir haben die meisten Spiele auswärts gewonnen, es macht nichts. Wir sind heiß. Wir haben gesagt, wir hören nicht auf, bis die europäische Krone uns gehört."

Am Freitag schon wieder DEL

Zum Feiern aber blieb kaum Zeit, noch in der Nacht fuhr die Mannschaft mit dem Bus zurück nach München, durfte aber zumindest am Donnerstag die Beine hochlegen.

"Ein bisschen", sagte Abeltshauser, könne das Team den Erfolg genießen, am Freitag aber geht es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Derby gegen Augsburg schon wieder um wichtige Zähler auf der Jagd nach Tabellenführer Adler Mannheim. (DEL: EHC Red Bull München - Augsburger Panther ab 19.30 Uhr im LIVETICKER)

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