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David Leggio riss im Spiel gegen die Fischtown Pinguins das Tor aus der Verankerung
Münchens Keeper David Leggio sorgte in der Partie gegen Bremerhaven für einen handfesten Skandal © Imago
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Die DEL beschließt nach dem Fairplay-Skandal von München eine Regeländerung. Red-Bull-Keeper David Leggio hatte absichtlich das Tor aus der Verankerung gerissen.

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat schnell auf die grobe Unsportlichkeit von Torhüter David Leggio (Red Bull München) reagiert und eine Regeländerung beschlossen.

Künftig wird einer Mannschaft bei einem Konter ein Treffer zugesprochen, falls der gegnerische Schlussmann absichtlich das Tor verschiebt oder seine Maske abnimmt. Das gab die DEL am Mittwoch bekannt.

Leggio hatte am Freitag im Heimspiel des deutschen Meisters gegen die Fischtown Pinguins (5:2) absichtlich das Tor aus der Verankerung gehoben, als die Gäste bei einem schnellen Gegenzug in Unterzahl auf ihn zustürmten. Das Spiel muss in einem solchen Fall unterbrochen werden. Den fälligen Penaltyschuss parierte der US-Amerikaner.

In der nordamerikanischen Liga AHL hatte sich Leggio vor drei Jahren eine ähnliche Aktion geleistet. Auch damals gab es danach eine Regeländerung, inzwischen bekommen AHL-Goalies für ein solches Verhalten eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Die DEL nahm sich ein Beispiel an Nordamerika und passte ihre Regeln an. Außerdem dürfen die Schiedsrichter künftig bei Break-Away-Situationen und Penaltyschüssen per Videobeweis prüfen. Leggio wurde von der DEL mit einer nicht bezifferten Geldstrafe wegen "grob unsportlichen Verhaltens" belegt.

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