Starkes Finish: Haie drehen Partie in Bremerhaven
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Köln - Die Fehde zwischen Köln und Düsseldorf hat eine lange Tradition. Ein einfacher Straßenname bringt die Kölner Haie in der DEL nun noch mehr in die Bredouille.

Das Verhältnis des Kölners zum direkten Nachbarn aus Düsseldorf ist durchaus belastet. Gerne spricht man im Rheinland ironisch von der "verbotenen Stadt", geht es um den jeweils anderen Ort.

Die Kölner Haie aus der DEL haben sich nun - auch wenn es das im Eishockey nicht gibt - ein klares Eigentor geschossen. Denn das neue Trainingszentrum der Haie soll ausgerechnet in der Düsseldorfer Straße in Köln entstehen.

Kölner Sportfans dürfte dieser Umstand die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Das Team aus der Domstadt soll also in einer Straße Taktik und Spielzüge einüben, die nach der Heimat der Düsseldorfer EG benannt ist, dem größten Rivalen in der Kölner Eishockey-Historie? Nach der Heimat von Altbier? Nach der Stadt, in der an Karneval statt "Alaaf" nur "Helau" durch die Gassen hallt?

Eigentlich ein unvorstellbares Ding für die Kölner (Sport-)Seele.        

Und so kam den Kölner Verantwortlichen die zündende Idee, die Düsseldorfer Straße kurzerhand umzubenennen.

DEG schickt Namensvorschläge

So weit, so gut. Hätte da nur nicht der Erzrivale aus Düsseldorf von der Sache Wind bekommen. Die DEG postete auf ihrem Facebook-Account eine kurze Grußbotschaft an die Kölner Haie.

"Auch wir sind der Meinung, dass Ihr Euer neues Trainingszentrum nicht an der Düsseldorfer Straße errichten solltet. Schließlich sind mit diesem Namen ja gewisse Ansprüche verbunden", heißt es da. 

"Von daher ist Eure Idee einer Umbenennung richtig und wichtig. Da Ihr ja nicht so kreativ seid, helfen wir gerne mit ein paar Vorschlägen", sticheln die Düsseldorfer weiter.

Doch ob sich ein passionierter Kölschtrinker seine Haie am "Platz des himmlischen Altbiers" vorstellen möchte? Sicher nicht. Auch die Variante "Tote-Hosen-Boulevard" dürfte auf wenig Gegenliebe stoßen, ist Düsseldorfs wohl bekannteste Band der DEG doch seit Jahren eng verbunden.

Von "Keine-Landeshauptstadt-Passage" bis "Helau-Allee" sind einige weiter Spitzen gegen die Kölschen Nachbarn enthalten.

Derby steigt am 19. Oktober

Die Kölner Haie werden aus den Namensvorschlägen der etwa 35 Kilometer weiter nördlich gelegenen Rheinmetropole vermutlich keinen auswählen.   

In genau einem Monat gibt es allerdings aus Kölner Sicht die Chance, sich auf dem Eis zu revanchieren. Denn dann steigt das erste Derby der aktuellen DEL-Saison zwischen den Haien und der DEG.  

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