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Moritz Müller wünscht sich mehr deutsche Spieler in der DEL
Moritz Müller wünscht sich mehr deutsche Spieler in der DEL © Getty Images
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Silbermedaillengewinner Moritz Müller plädiert für weniger ausländische Spieler in der DEL. Die verbliebenen Akteure müssten dagegen richtige "Kracher" sein.

Nationalspieler und Silberheld Moritz Müller hat sich für eine deutliche Reduzierung der einsatzberechtigten Ausländer in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ausgesprochen.

"Ich wünsche mir, dass die Ausländer pro Mannschaft reduziert werden, von derzeit neun auf sechs. Diese sechs müssen Kracher sein, von denen die Jungs jeden Tag lernen können", sagte der Verteidiger der Kölner Haie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Überdies, ergänzte Müller, der zuletzt mit seiner Ansicht zur medialen Präsenz und Wahrnehmung des Eishockeys eine Diskussion ausgelöst hatte, sei auch eine Regelung für die hohe Zahl eingedeutschter Spieler nötig.

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"Entweder, man muss hier im Nachwuchs gespielt haben oder es wird eine halbe Ausländerlizenz beansprucht. Wenn man Eishockey voranbringen will in Deutschland, dann gibt es nur diesen Weg", sagte der 32-Jährige.

Nach dem historischen Gewinn der Olympia-Silbermedaille 2018 sei nun auch seine Spielergeneration gefragt, Vorschläge zu machen.

Müller kritisiert DEL-Stufenplan

Müller denkt etwa über eine Spielergewerkschaft nach und würde sich nach dem Laufbahnende auch in einer solchen engagieren. "Ich habe schon mit Juristen gesprochen", sagte er, und fügte an: "Ich würde mir wünschen, dass unsere Generation dem Sport erhalten bleibt und sagt: Lasst uns was ändern. Einer macht 'ne Gewerkschaft, einer geht in den Verband, einer zur Liga."

Der DEL-Stufenplan, bis zur Saison 2023/2024 mindestens drei deutsche U23-Spieler unter den 19 Lizenz-Feldspieler zu haben, sei ebenso wie das Verbandsprojekt Powerplay 2026 "ein guter Anfang, aber es ist nicht ausreichend!" Die DEL dürfe etwa nicht mehr zu sagen haben als der Deutsche Eishockey Bund (DEB).

"Der Verband muss die Vorgaben machen, die DEL müsste innerhalb des Verbands existieren. Die Nationalmannschaft müsste Priorität haben", sagte Müller.

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