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München - Die Iserlohn Roosters zieren nach vier Spieltagen das Tabellenende. Der sportliche Leiter Christian Hommel geht mit dem Klub einen neuen Weg.

Drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen und der letzte Tabellenplatz - so lautet die magere Bilanz der Iserlohn Roosters zum Auftakt in die neue DEL-Saison.

"Es läuft bescheiden", sagte der sportliche Leiter Christian Hommel im SPORT1-Podcast "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1" mit Rick Goldmann, Basti Schwele und Sascha Bandermann angesprochen auf derzeitige Gemütslage. 

Allzu überraschend sind die Startschwierigkeiten der Roosters allerdings nicht, haben sie doch einen radikalen Umbruch hinter sich: Neben 16 neuen Spielern kam auch ein neues Trainerteam an den Seilersee. 

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Roosters: Umbruch nach verpatzter Saison

Nach einer Vorsaison zum Vergessen war der Umbruch die einzig logische Konsequenz. Unstimmigkeiten in Teilen der Mannschaft, ein früher Trainerwechsel, Verletzungspech - in Iserlohn lief vieles schief. Folgerichtig verpassten die Roosters als 13. sogar die Pre-Playoffs.

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So entschieden sich die Sauerländer künftig einen anderen Weg zu gehen. Weg von einem Team, dessen Leistungsträger vornehmlich aus Nordamerika kamen, hin zu einem Team mit jungen Deutschen - die auch viel Spielzeit sehen - im Kader. Dies scheint auf den ersten Blick gelungen. Mit Tim Fleischer (Jahrgang 2000), Erik Buschmann (Jg. 98), Tobias Schmitz (Jg. 97) und Neal Samanski (Jg. 98) standen in den ersten Spielen vier Youngster durchschnittlich zwischen acht und 13:24 Minuten auf dem Eis - das ist bei vielen anderen DEL-Teams bisher nicht so der Fall. 

Deshalb kann Hommel dem Saisonstart auch etwas Positives abgewinnen: "Wir haben viele junge deutsche Spieler und sind dort auf dem Vormarsch. Man erkennt, dass sich das Bild ein wenig verändert hat. Das Kanada 1C-Team rückt grundlegend ins Hintertreffen und man sieht, dass wir mit jungen Deutschen spielen. Fleischer, Buschmann, usw. bekommen ihre Eiszeiten. Das ist das Positive, was ich aus der momentanen Situation herausziehe."

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Nach der neuen U23-Regelung wird den Roosters die neue deutsche Linie im Klub auch etwas vorgegeben. In dieser Saison muss jeder DEL-Klub zwei Spieler, die am 1. Januar 1997 oder später geboren sind und die außerdem für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sind, auf dem Spielberichtsbogen stehen haben. 

Hommel: "Bin Befürworter der U23-Regelung"

Diese neue Regel sieht Hommel, der für die Roosters selbst 467 DEL-Spiele machte, zweischneidig. "Ich bin ein Befürworter der U23-Regelung für den deutschen Spieler. Aber wenn wir mal ehrlich sind: Wie viele Spieler spielen denn? Das sehe ich noch immer ein bisschen kritisch. Wir haben aber einen guten Anfang", sagte Hommel. 

Mit Jason O'Leary holte Hommel einen Trainer, der für den neuen Weg prädestiniert scheint. Der Kanadier arbeitete in der Vergangenheit unter anderem als Cheftrainer der österreichischen U18- und U20-Nationalmannschaft. Zuletzt war er Cheftrainer der Nachwuchsfördermannschaft des EV Zug in der Schweiz. 

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"Jason hat vom Profil her absolut unseren Anforderungen entsprochen. Allein von der Kommunikation her. Er ist ein sehr emotionaler Mensch. Er kann ein harter Typ sein, aber auch sehr herzlich. Er weiß, wie er mit den Spielern umgehen muss. So haben wir gedacht, dass das ein guter Weg sein könnte und unsere jungen Spieler davon profitieren", erklärte Hommel, warum die Wahl des neuen Cheftrainers auf O'Leary fiel. 

Derby gegen die DEG am Sonntag

Am Wochenende haben die Roosters die Gelegenheit, nach drei Niederlagen in Serie wieder in die Erfolgsspur zu finden. Besonders im Fokus liegt das Derby gegen die Düsseldorfer EG (DEL: Iserlohn Roosters - Düsseldorfer EG, So. ab 16.55 Uhr LIVE im TV und im STREAM). "Das Derby gegen Düsseldorf ist immer eine nette Angelegenheit", weiß auch Hommel. 

Trotz einiger positiver Ansätze in den ersten Wochen der Saison hofft Hommel, dass in den nächsten Spielen die bisherigen Schwachpunkte abgestellt werden können. "Wir müssen mehr Tore schießen. Wir haben zwölf Gegentore und sechs davon in Unterzahl bekommen. Offensiv erarbeiten wir uns Torchancen, aber wir können sie nicht vollenden. Das ist bisher unsere Problematik", erklärte er im SPORT1-Podcast "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1".

© SPORT1

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