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München - Florian Kettemer trifft mit den Eisbären Berlin auf seinen Ex-Klub. Im SPORT1-Eishockey-Podcast spricht er über das Match und ein Supertalent der Eisbären.

Florian Kettemer hat in seiner langen Eishockey-Karriere schon viel erlebt.

Seit 2008 spielt der inzwischen 33 Jahre alte Verteidiger in der Deutschen Eishockey Liga (ausgewählte Spiele LIVE im TV auf SPORT1), über 530 Spiele hat er seitdem in der höchsten deutschen Spielklasse absolviert. Hinzu kommen internationale Einsätze in der Champions Hockey League (CHL) und im Nationaltrikot.

Spiele wie an diesem Sonntag gehen aber auch an dem mit allen Wassern gewaschenen Routinier nicht spurlos vorüber. Dann spielen Kettemers Eisbären Berlin am 4. DEL-Spieltag beim EHC Red Bull München (DEL: EHC Red Bull München - Eisbären Berlin am Sonntag ab 16.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

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Drei Mal Meister mit München

"Ich freue mich sehr auf die Partie gegen München, weil ich da ja noch ein paar Jungs dort habe", sagte Kettemer im SPORT1-Eishockey-Podcast DieEishockeyShow mit Rick Goldmann, Basti Schwele und Sascha Bandermann. ("DIE EISHOCKEY SHOW" - Alle Folgen)

Von 2014 bis 2018 spielte Kettemer in der bayerischen Hauptstadt. Es waren die erfolgreichsten Jahre in seiner Vereinslaufbahn. 2016, 2017 und 2018 wurde er mit dem EHC deutscher Meister.

Auf die Meisterschaft warten die Eisbären - dort spielt Kettemer seit 2018 - inzwischen seit 2013. Mit einem neuen Trainerstab um Chefcoach Serge Aubin nehmen die Berliner nun den nächsten Anlauf, den Titel wieder in die Hauptstadt zu holen. 

Kettemer: "Haben nur Kleinigkeiten falsch gemacht

Der Auftakt in die Saison 2019/20 verlief aus Sicht der Eisbären durchwachsen. Dem Auftaktsieg gegen die Grizzlys Wolfsburg folgte ein 0:5 bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven. "Wir haben die Niederlage gut analysiert und festgestellt, dass wir nur wenige Kleinigkeiten falsch gemacht haben", sagte Kettemer. Am Freitag setzten sich die Eisbären dann mit 3:2 nach Verlängerung gegen die Kölner Haie durch. 

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Der gebürtige Allgäuer weiß, warum der Start in die Saison nicht zur vollsten Zufriedenheit verlaufen ist - es liegt am neuen System. "Wir spielen aggressiver nach vorne, da muss dann natürlich auch alles passen. Wenn eine Kleinigkeit nicht passt, dann bricht natürlich alles andere ein. Das darf natürlich nicht passieren, aber es ist ein paar Mal passiert. Was aber daran liegt, dass es eben ein neues System ist. Wir Spieler wissen, was die Trainer von uns verlangen", erklärte Kettemer. 

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Fixpunkt im neuen System der Eisbären ist mit Lukas Reichel ein 17 Jahre altes Riesentalent. Kettemer hält viel von dem Stürmer. "Wenn ich mich mit ihm vergleiche, als ich in dem Alter war, dann ist das eine ganze andere Welt. Er hat riesiges Potenzial, das sieht man schon im Training. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie er sich bewegt. Man kann sehen, wie er sich jeden Tag verbessert und vom Trainer auch schon Vertrauen entgegengesetzt bekommt", schwärmte Kettemer von seinem jungen Teamkollegen. 

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Kettemer vertraut Body-Life-Coach

Für diesen hat der 16 Jahre ältere Kettemer sicher den ein oder anderen wichtigen Tipp parat. Beispielsweise wie wichtig ein Mental-Coach im Leben eines Eishockey-Profis sein kann. 

"Ich arbeite seit Beginn meiner Karriere mit einem Body-Life-Coach zusammen. Zunächst war es nur auf das Eishockey bezogen, später habe ich gemerkt, dass das alles mein ganzes Leben beeinflusst. Es ging darum, mich selbst kennenzulernen. Was kann ich gut, wo sind meine Stärken. Das hilft auch beim Eishockey, weil auf dem Level eben auch viel im Kopf entschieden wird", erklärte Kettemer. 

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