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Stefan Schaidnagel (l.) spricht sich für eine Verringerung der Importspieler aus
Stefan Schaidnagel (l.) spricht sich für eine Verringerung der Importspieler aus © Imago
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Der Deutsche Eishockey-Bund will die Förderung der eigenen Talente weiter in den Vordergrund stellen - und pocht auf eine Verringerung der Importspieler.

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) drängt auf eine weitere Reduzierung der Ausländerstellen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

"Wir müssen uns überlegen: Wollen wir uns für die Anstrengungen der letzten Jahre belohnen?", sagte DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel beim Deutschland Cup in Krefeld, eine Verringerung der Importspieler sei "die logische Konsequenz".

Der DEB hat in den vergangenen Jahren seine Nachwuchsarbeit - auch zusammen mit der DEL - deutlich aufgestockt.

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Schaidnagel will möglichst schnell eine Reduzierung der derzeit neun ausländischen Spieler, die jeder Klub pro Spiel einsetzen darf.

"Es darf keine Zeit verloren werden", sagte er: "Wir müssen um dieses Thema jetzt miteinander ringen, um die Nachhaltigkeit des Erfolgs zu generieren."

Maximal sechs Importspieler pro Klub

Nach der Wahl zum DEB-Präsidenten 2014 hatte der ehemalige Nationalspieler Franz Reindl das Konzept "Powerplay 2026" aufgelegt, das verstärkte Anstrengungen im Nachwuchs vorsah, um mit der Nationalmannschaft bis 2026 in die Weltspitze vorstoßen zu können.

Die Aufstiege der U18- und U20-Nationalmannschaften in die höchste Klasse waren erste Erfolge, die Zahl der hoffnungsvollen Talente stieg in den vergangenen Jahren deutlich.

Bis 2026 sieht das Konzept eine Verringerung der Importspieler in der DEL auf maximal sechs pro Klub vor.

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Bislang blieb die Profiliga aber bei ihrer Regelung, dass jeder Verein elf Ausländer unter Vertrag nehmen und neun davon in einem Spiel einsetzen darf. Vor allem finanzielle Gründe sprächen gegen eine weitere Reduzierung, hieß es immer wieder aus der DEL.

DEB-Team trotzdem konkurrenzfähig?

Dem widerspricht Schaidnagel. Mit mehr jungen deutschen Spielern sehe er "eher eine finanzielle Ersparnis".

"Sie würden auch für 50.000 Euro spielen, weil sie spielen wollen", betonte der DEB-Sportdirektor. Dass die neue Generation internationales Niveau habe und die Importspieler verdrängen könnte, zeige die Nationalmannschaft beim Deutschland Cup. 

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Bundestrainer Toni Söderholm verzichtet in Krefeld auf die meisten Leistungsträger und testet Alternativen für die WM im nächsten Jahr in der Schweiz.

"Gerade diese Mannschaft hat gezeigt, dass man dieses Thema sofort angehen muss", sagte Schaidnagel, in der DEL bekämen die meisten der zweiten Garde nur "wenig Spielminuten", sie würden nur selten in Über- und Unterzahl eingesetzt. Beim 4:3 gegen Russland und beim 3:4 nach Verlängerung gegen die Schweiz zeigte die unerfahrene DEB-Auswahl starke Leistungen.

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