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Stefan Ustorf wurde im Dezember von den Eisbären Berlin freigestellt
Stefan Ustorf wurde im Dezember 2019 von den Eisbären Berlin freigestellt © Imago
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München - Fünf Jahre lang war Stefan Ustorf als Funktionär bei den Eisbären Berlin tätig. Im Podcast EISHOCKEY SHOW spricht der Ex-Spieler über Meinungsverschiedenheiten.

Eishockey-Funktionär Stefan Ustorf ist nach seiner Entlassung bei den Eisbären Berlin im Dezember auf Jobsuche. Die Situation rund um den DEL-Saisonabbruch als Maßnahme auf die Corona-Pandemie Anfang März macht es für den ehemaligen NHL-Profi nicht einfacher, bei einem der finanziell gebeutelten Klubs anzuheuern.

In Folge 49 des Podcasts EISHOCKEY SHOW erklärt der gebürtige Kaufbeurer, wie unglücklich seine Trennung mit den Eisbären verlief. Ustorf war von 2014 bis 2019 beim siebenmaligen deutschen Meister als Sportlicher Leiter und später in der Spielerentwicklung tätig. 

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Ustorf: Kommunikation hat gefehlt

Den Hauptgrund für das unglückliche Ende seiner Eisbären-Tätigkeit sieht der 46-Jährige in der mangelnden Kommunikation zwischen der Klub-Führung und ihrem Mitarbeiter: "Die Situation war so, dass beide Seiten unzufrieden waren, aber man hat nie darüber gesprochen. Irgendwann kam es dann zu der Situation. Es hat komplett an der Kommunikation gefehlt."

Stefan Ustorf im Podcast: "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1"

Der damalige Eisbären-Angestellte sei mehr und mehr in seiner Vereinstätigkeit im Scouting-Bereich eingespannt worden - "und das ist etwas, das ich nicht machen will", erklärt Ustorf und gibt sich daher an der angespannten Lage eine Mitschuld. "Ich will niemanden mit Dreck bewerfen, im Gegenteil ich bin dankbar. Es war viel Positives dabei, ich bin nicht böse oder unglücklich", betont der arbeitslose Funktionär, der von 2004 bis 2012 für die Eisbären auf dem Eis stand und sechs deutsche Meisterschaften gewann.

"Nicht so, wie es dargestellt worden ist"

Dennoch spricht der Vater zweier Kinder von einer Trennung, die "nicht einvernehmlich" gewesen sei. "Aber es ging halt nicht mehr. Aber auf der anderen Seite muss ich mich auch selbst schützen. Es ist nicht immer so, wie es in der Vergangenheit dargestellt worden ist", verlieh der Eishockey-Fachmann seiner Enttäuschung Ausdruck. 

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Der ehemalige Center erinnert sich mit Wehmut an seine Zeit in der Hauptstadt zurück. Auf den sozialen Medien verfolge Ustorf seine Eisbären aufmerksam - und vermisst die "alten Zeiten": "Auf Grund der Situation wird viel über die vergangenen Zeiten gesprochen und dadurch kommt es natürlich wieder hoch." Der ehemalige Stürmer der NHL-Franchise Washington Capitals weilt momentan in seiner Wahlheimat Ohio. 

Das komplette Gespräch mit Stefan Ustorf finden über seine Zeit in der NHL und bei den Eisbären gibt es zum Nachhören in der SPORT1-Eishockeyshow auf Spotify und bei Apple Podcasts. Außerdem zu Gast: Nico Sturm von den Minnesota Wild.

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