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Leon Draisaitl könnte schon bald für einige Wochen in der DEL spielen
Leon Draisaitl könnte schon bald für einige Wochen in der DEL spielen © Imago
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Aufgrund der andauernden Coronakrise kehren immer mehr NHL-Spieler vorläufig in die DEL zurück. Auch ein Engagement von Leon Draisaitl ist nicht ausgeschlossen.

Uwe Krupp hat schon vorsichtig nachgefragt: Leon Draisaitl bei den Kölner Haien?

Den NHL-Superstar in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) könnte sich der Trainer gut vorstellen. Und auch für den besten deutschen Eishockeyspieler ist klar: Sollte die neue Saison in Nordamerika wegen der Coronakrise erst im nächsten Jahr beginnen, wäre sein Heimatklub in der Zwischenzeit die erste Wahl.

Er habe sich "darüber noch keine großen Gedanken gemacht", sagte der NHL-Scorerkönig dem Sport-Informations-Dienst: "Zurzeit konzentriere ich mich auf meine Fitness und meine Sommervorbereitung für die nächste Saison. Wenn das Thema irgendwie aktuell werden würde, wäre natürlich der KEC mein Verein."

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Draisaitl zurück zu den Kölner Haien?

Sein Berater Jiri Poner hat bereits mit Haie-Trainer Krupp gesprochen, "aber ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass ein Verein die Versicherungssumme zahlen kann", sagte er den Eishockey News. Die Summe, die laut Poner für drei Wochen bei einer WM bei rund 50.000 Euro läge, könnte ein Sponsor übernehmen.

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Entscheidend sind zwei Termine: Die DEL müsste trotz aller Unwägbarkeiten tatsächlich am 13. November in die Saison starten, und die NHL müsste mit ihrer neuen Spielzeit bis ins nächste Jahr warten.

Darauf deutet viel hin: Die Infektionszahlen in den USA sind weiter hoch, die Grenze zu Kanada ist geschlossen, und die Klubs sind genauso wie in Deutschland auf Zuschauereinnahmen angewiesen. Weitere Geisterspiele wie aktuell in den "Blasen" in Edmonton und Toronto im Kampf um den Stanley Cup können sie sich nicht leisten.

Kahun könnte zurückkehren

Rund 60 Spieler haben die NHL-Klubs schon an europäische Vereine ausgeliehen, damit sie in der Zwischenzeit Spielpraxis bekommen - darunter auch Jungstar Moritz Seider, den die Detroit Red Wings zurück zu den Adlern Mannheim schickten, Verteidiger Leon Gawanke (von Winnipeg zu den Eisbären Berlin) und Stürmer Dominik Bokk (von Carolina zu den Krefeld Pinguinen).

Auch Tim Stützle, der beim NHL-Draft in drei Wochen wahrscheinlich als Zweiter oder Dritter gezogen wird, bleibt voraussichtlich erst einmal in Mannheim. Ähnliches gilt für die ebenfalls hochgehandelten Talente John-Jason Peterka (München) und Lukas Reichel (Berlin).

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Wegen Corona in die DEL zurückkehren könnte auch Olympiaheld Dominik Kahun. Der NHL-Stürmer hält sich bei seinem Ex-Klub Red Bull München fit. Poner, auch sein Berater, verhandelt mit den Buffalo Sabres über einen neuen Vertrag. "Sollte Buffalo sagen, dass er Spielpraxis bekommen soll, ist eine Leihe durchaus möglich", sagte Poner.

DEL startet relativ spät

Bei Draisaitl müssten die Edmonton Oilers ihr Okay geben. Sechs Spieler haben sie bereits nach Europa ausgeliehen, darunter den Schweizer Stürmer Gaetan Haas an den SC Bern.

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Die DEL hat gegenüber den anderen europäischen Ligen jedoch einen Nachteil: Sie hat ihren Saisonstart auf November verschoben, in Russland wird dagegen bereits gespielt, Schweden und Tschechien beginnen am Wochenende, Österreich eine Woche später, Anfang Oktober auch Finnland und die Schweiz.

Deshalb hat München Peterka und dessen Sturmkollegen Justin Schütz vorerst nach Salzburg verliehen, die Düsseldorfer EG Nationalspieler Maximilian Kammerer nach Villach. Kehren sie im November in die DEL zurück, könnten sie auf Draisaitl treffen.

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