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IHOCKEY-WORLD-MEN-FRA-NOR © Getty Images
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Köln und Paris - Der Co-Gastgeber startet mit einer bitteren Niederlage in die Eishockey-WM. Tschechien fährt einen Kantersieg über Weißrussland ein. Lettland verdrängt das DEB-Team.

Co-Ausrichter Frankreich hat bei der Eishockey-WM in Köln und Paris einen Fehlstart hingelegt. Das Team von Trainer Dave Henderson unterlag in seinem Auftaktmatch in der französischen Hauptstadt Norwegen 2:3 (0:0, 1:2, 1:1).

Durch die Niederlage reihen sich die punktlosen Franzosen in der Gruppe B auf dem siebten Rang vor Weißrussland ein, das gegen Tschechien klar mit 1:6 (0:2, 1:1, 0:3) verlor und nach bereits zwei Niederlagen Gruppenletzter ist.

Ken Andre Olimb (26.) und Patrick Thoresen (30./50.) waren für die Norweger gegen Frankreicherfolgreich, das durch Stephane da Costa (39./50.) von ZSKA Moskau zweimal zum Anschlusstreffer kam. Am Sonntag trifft die Grande Nation in ihrem zweiten Gruppenspiel auf Vizeweltmeister Finnland.

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Schweiz rettet Sieg

Zuvor hatte in Paris der zweimalige Vizeweltmeister Schweiz einen 4:0-Vorsprung verspielt, setzte sich aber dennoch gegen Aufsteiger Slowenien mit 5:4 (4:0, 0:1, 0:3, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch. Mit zwei Punkten stehen die Eidgenossen derzeit hinter Titelverteidiger Kanada, Finnland, dem neuen Dritten Norwegen und Tschechien (alle drei Punkte) auf Rang fünf.

Am Tag nach der Auftaktpleite gegen Kanada trafen bei der Machtdemonstration von Tschechien Petr Vrana (14.), NHL-Profi Radko Gudas (18.) von den Philadelphia Flyers, Roman Cervenka (36.), Radim Simek (48.), Gudas Klubkollege Jakub Voracek (50.) und Michal Kempny (60.) von den Chicago Blackhawks.

Alexander Pawlowitsch (22.) hatte zwischenzeitlich den Anschlusstreffer für die Weißrussen erzielt, die auch ihre erste Partie gegen Finnland mit 2:3 verloren hatten.

Lettland stößt DEB-Team vorübergehend von Spitze

Deutschlands letzter Gruppengegner Lettland ist indes mit einem Erfolgserlebnis gestartet. Das Team des kanadischen Trainers Robert Hartley bezwang in der Vorrundengruppe A in Köln Dänemark mit 3:0 (0:0, 1:0, 2:0). (Die Tabellen)

Es war nach 2003 in Finnland erst der zweite WM-Erfolg einer lettischen Auswahl im Duell mit dem skandinavischen Königreich. Damals hatten die Letten mit 4:2 triumphiert, seither gab es drei Pleiten.

Die Treffer für Hartleys Mannschaft erzielten Gints Meija (24.) und Miks Indrasis (42./53.) vor 13.453 Zuschauern in der Lanxess Arena. In der WM-Vorbereitung hatte das Team vom Baltikum je einmal gegen Deutschland gewonnen und verloren (4:3 n.V., 2:3).

Lettland um NHL-Profi Zemgus Girgensons (Buffalo Sabres) ist am 16. Mai finaler Gegner der Deutschen in der Gruppenphase (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Slowakei mit Kraftakt

Beim Sieg der Slowakei schoss Michel Miklik (7.) zunächst den Führungstreffer für die Osteuropäer, den Giovanni Morini (36.) im zweiten Durchgang egalisierte.

Luca Frigo (43.) brachte die Italiener mit seinem Tor in Front, ehe Libor Hudacek (59.) sein Team in die Verlängerung rettete. Dort erzielte Peter Ceresnak (63.) den Siegtreffer.

Nationalhymnen-Eklat

Nach dem Spiel sorgten die Veranstalter für Wirbel, als während der Siegerzeremonie die slowenische statt der slowakischen Nationalhymne erklang.

Die mitgereisten Fans aus der Slowakei quittierten dies mit einem gellenden Pfeifkonzert. Der Hallensprecher entschuldigte sich für den Vorfall und verwies auf einen technischen Fehler.

Nach jedem Spiel wird bei den Titelkämpfen in Köln und Paris die Hymne des Gewinners gespielt. 

Slowenien erkämpft sich einen Punkt

In der Pariser Gruppe B verspielte der zweimalige Vizeweltmeister Schweiz zum Auftakt einen 4:0-Vorsprung, setzte sich aber dennoch gegen Aufsteiger Slowenien mit 5:4 (4:0, 0:1, 0:3, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch.

Mit zwei Punkten stehen die Eidgenossen derzeit hinter Titelverteidiger Kanada und Vizeweltmeister Finnland (beide drei Punkte) auf Rang drei.

Andres Ambul (11.), Gaetan Haas (12.), Romain Loeffel (17.) und Simon Bodenmann (18.) brachten die Schweizer früh in Führung.

Doch Slowenien kam durch die Tore von Jan Mursak (39.), Ziga Jeglic (46.), Jan Urbas (55.) und Robert Sabolic (56.) wieder heran. Damien Brunner verwandelte nach einer Verlängerung ohne Tor den entscheidenden Penalty.

Nach dem 7:1-Sieg der Schweiz bei den Titelkämpfen 2013 in Schweden und Finnland duellierten sich beide Nationen erst zum zweiten Mal bei einer WM.

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