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Köln - "Unser Turnier startet jetzt", sagte DEB-Trainer Marco Sturm nach der Niederlage gegen Russland und fasste bereits die Ausgangslage bei der Heim-WM zusammen.

Nach den drei schweren Auftaktspielen gegen die mit NHL-Stars gespickten USA, Mitfavorit Schweden und den Rekordweltmeister Russland beginnt am Mittwoch mit dem Spiel gegen die Slowakei (ab 20 Uhr LIVE im TV bei SPORT1 und im TICKER) die entscheidende Phase der Heim-WM.

"Wir haben drei Punkte und können eigentlich zufrieden sein", sagt Bundestrainer Marco Sturm im SPORT1-Interview. Dennoch müsse einiges verbessert werden.

"Wir waren zu hektisch, haben noch nicht unsere Struktur und System reingebracht", erklärt Sturm: "Das Spiel gegen die starken Slowaken wird ein harter Test. Aber ich bin guter Dinge, dass wir wieder marschieren."

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Vier entscheidende Partien

Ziel ist das Viertelfinale. Dafür braucht das DEB-Team gegen die Slowakei, Dänemark, Italien und Lettland müssen möglichst viele Siege.

Ein Erfolg würde dem deutschen Team weitere Sicherheit geben, doch der Bundestrainer muss gleich zwei seiner bisherigen Leistungsträger ersetzen.

Für Tobias Rieder ist das Turnier nach seiner Bänderverletzung vorbei, Patrick Hager ist nach einem überharten Foul aus dem Russland-Spiel gesperrt.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem richtungweisenden Spiel am Abend.

Wie ist die Ausgangslage in der Gruppe?

Die ersten vier Mannschaften erreichen das Viertelfinale.

Lettland führt die Tabelle der Gruppe A nach dem Erfolg über Italien an. Deutschlands letzter Gruppengegner hat allerdings bisher noch nicht gegen die Top-Teams gespielt. (Ergebnisse und Spielplan)

Rekordweltmeister Russland ist mit acht Punkten Zweiter vor den USA (6) und Schweden (4). (Die Tabelle der Gruppe A)

Deutschland liegt hinter der punktgleichen Slowakei mit drei Punkten auf Rang sechs vor Dänemark (2) und Italien (1).

Wie sind die Slowaken in Form?

Gegen Außenseiter Italien hatten die Slowaken viel Mühe und gewannen 2:1 in der Overtime. Gegen Lettland verloren sie 1:3. Im dritten Spiel gegen Dänemark am Dienstagabend sah es lange nach der nächsten Niederlage aus.

Mit drei Treffern im Schlussdrittel kämpften sich die Slowaken immerhin in die Verlängerung und ins Penalty-Schießen, zogen hier mit 3:4 dennoch den Kürzeren. Die Slowakei hat damit schon gegen die vermeintlich einfachen Gegner der Gruppe gespielt.

Wer ersetzt Rieder und Hager?

"Wir sind traurig und enttäuscht, dass Tobis Verletzung so schlimm ist, aber man kann es nicht ändern", sagt Sturm: "Hager war einer der besten Stürmer und sehr wichtig am Bullypunkt. Da haben wir enorme Probleme."

Dennoch ist Sturm zuversichtlich: "Wir haben genügend Potenzial. Egal, was passiert. Ich denke, dass die Jungs weiter marschieren werden."

Frederik Tiffels hat gezeigt, welches Talent in ihm steckt. Brooks Macek von Meister EHC Red Bull München könnte ebenfalls in die Bresche springen.

Ob Sturm den Mannheimer David Wolf nachnominiert, ist offen. Schließlich könnten je nach Ausgang der Playoffs in der Nacht zum Donnerstag in Leon Draisaitl und Tom Kühnhackl zwei Topstürmer aus der NHL nachrücken. (Sowohl Kühnhackls siebtes und entscheidendes Playoff-Spiel mit den Pittsburgh Penguins bei den Washington Capitals (1.30 Uhr) als auch Draisaitls Partie mit den Edmonton Oilers bei den Anaheim Ducks (4.15 Uhr) werden live auf SPORT1 US übertragen)

Wer steht im Tor?

Thomas Greiss wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch gegen die Slowakei im Tor stehen. Der Goalie von den New York Islanders war beim 2:1 gegen die USA überragend und verhinderte gegen Schweden und Russland noch höhere Niederlagen.

Wie muss Deutschland die Spiele angehen?

"Wir haben schon drei Punkte, das ist seine super Ausgangssituation", sagt Christian Ehrhoff zu SPORT1. "Wir müssen schauen, dass die zwei hohen Niederlagen nicht an unserem Selbstbewusstsein nagen, sondern den Reset-Button drücken und mit neuem Elan starten."

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