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Moritz Fürste
Moritz Fürste © Getty Images
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München - In der Debatte um Thomas Greiss ergreift Moritz Fürste Partei für den Torhüter. Die Likes sehe er zwar sehr kritisch, man solle ihm aber nicht den Mund verbieten.

Thomas Greiss ist seit Freitag bei der Eishockey-WM (vom 5. bis 21. Mai LIVE im TV auf SPORT1) nicht mehr nur ein sportliches Thema. Der aktuell verletzte Torhüter der deutschen Nationalmannschaft hatte mit fragwürdigen Likes bei Instagram für Aufsehen gesorgt.

Während der DEB teils verhalten, teils kritisch reagierte, drohte DOSB-Präsident Alfons Hörmann sogar mit einem Olympia-Ausslchuss.

Nun hat sich Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste mit einem flammenden Plädoyer zu Wort gemeldet.

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"Natürlich sehe ich die Inhalte der Fotos, welche Thomas Greiss liked, sehr kritisch und distanziere mich auch davon. Aber wenn Sportlern jetzt auch vorgeschrieben wird, was Ihnen zu "gefallen" hat und was nicht, dann kann der Sport komplett einpacken", schrieb Fürste bei Facebook.

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Greiss hatte unter anderem einen Post mit einem Vergleich der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit Adolf Hitler ein "Like" gegeben. "Nie verhaftet, nie verurteilt, genauso unschuldig wie Hillary", heißt es in dem Post, der ein Bild Hitlers zeigt.

Dass der Torhüter das Like entfernt hat, bezeichnete Fürste als "Kompromiss" und "vernünftig". Über allem stehe aber "der mündige Athlet. Sportler sind Vorbilder, völlig klar. Aber wollen wir Sportler, also Vorbilder, die sich nach außen verstellen müssen, damit die Kids ihnen zujubeln können?", fragte Fürste. Der 32-Jährige meint, man brauche "authentische Athleten, die sich auch mal im Ton vergreifen."

Hörmann hatte Greiss' Handlungen in den sozialen Medien scharf kritisiert. "Wer so agiert oder kommuniziert, kann nicht Teammitglied in Pyeongchang sein", so der DOSB-Präsident (So läuft die Eishockey-WM).

Fürste hält davon wenig und fordert einen offenen Austausch über brisante Themen: "Mir ist lieber, ich kann mit Thomas Greiss über seine politischen Ansichten offen diskutieren, als sie aus der Öffentlichkeit fern zu halten und so zu tun, als gäbe es sie nicht."

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