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Die Aufregung über das brutale Foul an DEB-Talent Moritz Seider im DEB-Lager ist nach wie vor groß. Den Übeltäter könnte nachträglich eine Strafe ereilen.

Eigentlich hat die DEB-Auswahl allen Grund zur Freude. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel ist den deutschen Eishockey-Cracks der Einzug ins Viertelfinale nicht mehr zu nehmen. Zudem ist spielen Draisatil und Co. die beste Eishockey-WM seit 1930.

Dennoch trüben zwei Personalien die vollkommene DEB-Freude: Zum einen wird NHL-Goalie Philipp Grubauer wegen muskulären Problemen behandelt. Doch viel größere Sorgen bereitet der Gesundheitszustand von DEB-Youngster Moritz Seider, der weiterhin auf eine Gehirnerschütterung untersucht wird.

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Der 18-Jährige war in der Schlussphase gegen die Slowakei brutal in die Bande gecheckt worden und benommen auf dem Eis liegen geblieben. Der Mannheimer musste auf dem Weg in die Kabine sogar gestützt werden.

Söderholm fordert härtere Bestrafung

"Es geht ihm besser", sagte Bundestrainer Toni Söderholm nach dem Spiel und echauffierte sich angesichts der vergleichsweise milden 2+10-Minutenstrafe für Übeltäter Ladislav Nagy: "Man kann ja alles pfeifen. Late Hit, Check gegen die Bande, Check von hinten - du kannst wählen, was du willst. Aber nur zwei Minuten Strafzeit, wenn einer bewusstlos auf dem Eis liegt - das verstehe ich nicht."

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Auch für SPORT1-Experte Rick Goldmann ist die Bestrafung durch die Schiedsrichter unverhältnismäßig. "Er ist total ungestüm reingefahren – das war mit Verletzungsfolge. Deshalb habe ich eine größere Strafe gesehen als 2+10", erklärte der ehemalige Nationalspieler bei SPORT1. "Man sieht sehr gut, warum die Verletzung zustande kommt. Seider hat den Puck nicht, ist einen Meter von der Bande weg und hat keine Körperspannung in dem Moment, weil er auch nicht mit dem Check rechnet. Deshalb muss so etwas bestraft werden."

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Das Regelwerk sieht bei einem derartigen Foul eigentlich eine Spieldauerdisziplinarstrafe mit fünfminütiger Überzahl vor.

Foulspieler Nagy könnte allerdings noch nachträglich gesperrt werden. Laut DEB-Präsident Franz Reindl schaue sich die Szene der Disziplinarausschuss an. "Da kann noch was kommen", so Reindl.

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