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München - Das russische Eishockey-Team trifft im WM-Halbfinale (LIVE im TV auf SPORT1) auf Finnland. Der Finaleinzug würde dem erfolgsverwöhnten Land aber nicht reichen.

Eishockey-Großmacht Kanada, Deutschland-Bezwinger Tschechien oder vielleicht schon Außenseiter Finnland - vor dem finalen WM-Wochenende lautet die entscheidende Frage: Wer stoppt die "Rote Maschine"?

Rekord-Weltmeister Russland geht als klarer Favorit in die WM-Entscheidung. Und kann damit offenbar ziemlich gut leben.

"Wir haben viele Superstars, die in der NHL spielen. Und einen starken Goalie", sagte Angreifer Mikhail Sergachev vor dem Halbfinale am Samstag (Eishockey-WM: Russland - Finnland ab 15 Uhr LIVE im Free-TV auf SPORT1) in Bratislava gegen die überraschend starken Finnen, die Titelverteidiger Schweden im Viertelfinale durch ein 5:4 nach Verlängerung ausgeschaltet hatten: "Alle spielen für das Team. Alle spielen für das, was auf unserem Trikot steht, für Russland."

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Trotz Maximalpunktzahl: Zufriedenheit Fehlanzeige

Reichlich Pathos ist auch mit im Spiel, wenn die Russen, die vom Deutsch-Russen Ilya Vorobiev trainiert werden, am Wochenende nach WM-Titel Nummer 28 greifen.

Das ist kein Wunder: Ein ganzes Land schaut dieser Tage auf seine Kufen-Cracks. Alles andere als ein Triumph in der Slowakei wäre für die erfolgsverwöhnte Eishockey-Nation 15 Monate nach dem Olympiasieg von Korea eine Enttäuschung. (Spielplan der Eishockey-WM)

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Trotz einer perfekten Vorrunde hatte der russische Sportminister Pavel Kolobkov vor der K.o.-Phase eindringliche Worte ans Team gerichtet. "Es ist noch Luft nach oben", monierte der Politiker in strengem Tonfall.

Die Maximalpunktzahl von 21 Zählern und 36:7 Toren? Geschenkt. Die beste Ausbeute aller 16 Teams? Egal. Am Ende zählt sowieso nur der Titel.

Finnland glaubt an die Sensation

Inzwischen sind es acht Siege aus acht WM-Spielen. Das Trauma vom letzten Jahr, als sie bei den interkontinentalen Titelkämpfen im Mai erstmals seit langer Zeit im Viertelfinale gescheitert waren, scheint überwunden.

Der 4:3-Erfolg gegen den amerikanischen Rivalen war wohltuender Balsam für die russische Seele - nun sollen Ausnahmekönner Alexander Ovechkin und NHL-Topscorer Nikita Kucherov das Team nach dem Olympiasieg auch zurück auf den WM-Thron schießen.

Bevor es zum vermeintlichen Traumfinale gegen den 26-maligen Titelträger Kanada (Eishockey-WM: Kanada - Tschechien ab 19 Uhr LIVE im Free-TV auf SPORT1) kommen kann, warten die aufmüpfigen Finnen.

"Wir haben die Chance, Gold zu gewinnen. So wie wir es hier beim letzten Mal geschafft haben", sagte Sakari Manninen und erinnerte an eine von zwei WM-Sternstunden der Nordeuropäer. 2011 stand Finnland zuletzt ganz oben. Ausgerechnet in Bratislava.

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