Sturm-Nachfolge: Das soll der Neue mitbringen
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Die Suche nach einem Nachfolger von Marco Sturm gestaltet sich für den DEB schwierig. Einige Kandidaten sagen ab. Die DEG lässt Harold Kreis nicht gehen.

Auf der Suche nach einem Nachfolger für Marco Sturm als Bundestrainer hat der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) weitere Absagen erhalten.

Harold Kreis bekommt von der Düsseldorfer EG keine Freigabe, Pavel Gross will die Adler Mannheim nicht verlassen. Auch Uwe Krupp äußerte sich skeptisch zu einer möglichen Rückkehr.

"Ich stehe nicht zur Verfügung", sagte Kreis am Mittwoch. Es habe "ein kurzes Gespräch" mit dem DEB gegeben, bestätigte der 59-Jährige. Doch es sei schnell die Entscheidung gefallen.

Kreis schließt Doppelfunktion aus

Kreis, der 2010 als Assistent des damaligen Bundestrainers Krupp maßgeblichen Anteil am überraschenden Halbfinaleinzug bei der Heim-WM hatte, galt als einer der Favoriten auf die Sturm-Nachfolge. Eine Doppelfunktion als Coach der DEG in der Deutschen Eishockey Liga (LIVE im TV auf SPORT1) und bei der Nationalmannschaft schloss er aus: "Ich kann nicht beides machen."

Gross, der Mannheim an die DEL-Tabellenspitze geführt hat, stellte ebenfalls am Mittwoch klar: "Es gibt nur eine Sache, das sind die Adler. Hier habe ich viel zu tun. Hier zu verschwinden, das mache ich nicht." Der 50-Jährige berichtete zudem, ihn habe "niemand angesprochen".

Krupp skeptisch

Zurückhaltend äußerte sich auch Krupp. "Ich glaube nicht, dass der DEB jemanden sucht, der die Nationalmannschaft in einer Doppelfunktion leitet", sagte der 53-Jährige, der ebenfalls als Kandidat gehandelt wird, bei Spox: "Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Job es in sich hat und derjenige alle Hände voll zu tun hat."

Krupp, von 2005 bis 2011 bereits Bundestrainer, betreut nach insgesamt sieben Jahren bei den Kölner Haien und den Eisbären Berlin seit Sommer den tschechischen Klub Sparta Prag, der aktuell Tabellenführer ist. 

Der DEB hat am vergangenen Wochenende mit der Trainersuche begonnen. Einen Coach, der gleichzeitig die Nationalmannschaft und einen Klub trainiert, soll es laut Präsident Franz Reindl höchstens für eine Übergangszeit geben.

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Krupp hat bei Prag einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Den werde er respektieren, sagte der erste deutsche Stanley-Cup-Sieger, "bis der Zeitpunkt kommt, an dem sich die Wege trennen - wann auch immer das passieren wird". 

Sturm hatte sich nach dem Deutschland Cup am vergangenen Wochenende in Krefeld als Bundestrainer verabschiedet und war als Assistenzcoach in die NHL zu den Los Angeles Kings gewechselt. Olympia-Fahnenträger und Silbermedaillengewinner Christian Ehrhoff hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass der Bundestrainerjob für ihn "jetzt kein Thema" sei. Der langjährige NHL-Profi hatte im April seine Karriere beendet.

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