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Overwatch ist Blizzards erster Shooter
Overwatch ist Blizzards erster Shooter © Blizzard Entertainment
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Seit dem 24. Mai ist Blizzards erster Shooter mit dem Namen Overwatch für jeden erhältlich. Am Wochenende finden direkt zwei erste Turniere nach Release statt.

Dabei wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen, ob der Titel geeignet für den eSports ist. Denn diese Thematik beschäftigt viele Fans und Kritiker des Spiels bereits länger.

Mix aus MOBA und Shooter

Overwatch ist eine Mischung aus einem Spiel des Genres Multiplayer Online Battle Arena (MOBA) sowie einem First Person Shooter. Wie bei League of Legends oder Dota 2 existieren verschiedene Charaktere, die jeweils vier, meist einzigartige, Fähigkeiten besitzen. Aktuell hat Overwatch 21 verschiedene Helden, wobei diese Zahl in Zukunft zweifelsfrei steigen wird.

Diese werden bei Blizzards neuester Kreation allerdings aus der First Person-Perspektive gesteuert, weswegen das Spiel als Shooter angesehen wird. Somit vereint Overwatch die grundlegenden Elemente der heute erfolgreichsten eSports-Titel, zu denen Counter-Strike: Global Offensive, League of Legends und Dota 2 gehören.

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Abstrakter Style ist Segen und Fluch zugleich

Dies macht einen Titel aber nicht automatisch eSports-tauglich. Weitere Faktoren, die für einen erfolgreichen Stand als eSports-Titel essentiell sind, können den Weg massiv bestimmen.

Die verschiedenen Maps und Spielmodi, die den Spielern in Turnieren offenstehen, bieten zweifelsfrei eine große Variation an. Dies kann allerdings auch negativ sein, nämlich für die Zuschauer, die das Spiel nie gespielt haben oder sich generell mit derartigen Spielen nicht befassen.

Optisch ist Overwatch futuristisch gehalten und somit deutlich anders als CS:GO oder Call of Duty. Für eingefleischte Zuschauer und Kenner des Titels ist dies kein Problem, aber für viele andere ist das Spiel aus Zuschauersicht sehr verwirrend und unübersichtlich – ein Kritikpunkt, der auch Dota 2 oder League of Legends betrifft. Zudem scheint der wichtige Spectator-Modus in den Kinderschuhen zu stecken.

Veranstalter können mithelfen

Mit Blizzard hat Overwatch aber einen Entwickler, der gewillt ist, aktiv an einem Titel zu arbeiten. Ein langfristiger Support des Titels steht außer Frage und es wird sehr darauf ankommen, wie der Publisher dies in Zukunft handhaben wird.

Von Freitag bis Sonntag veranstalten Dennis "TaKe" Gehlen und seine Crew von TakeTV das Event "TakeOver" im eigenen Zuhause in Krefeld. Dabei treten acht Teams mit je sechs Spielern in einem Double Elimination-Bracket um ein Gesamtpreisgeld von 5.000 US-Dollar an.

Nachdem bereits während der Beta-Phase einige Wettbewerbe beträchtliche Zuschauerzahlen verzeichnen konnten, darf damit auch beim ersten Overwatch-Turnier auf deutschem Boden nach Release des Spiels gerechnet werden.

Aufmerksamkeit ist vorhanden

Am Samstag und Sonntag findet zudem ein von Audiogigant Dolby ausgerichtetes Turnier im amerikanischen Santa Ana statt. Dort werden auch im eSports bekannte Namen zu sehen sein. Schon in der Beta-Phase haben sich einige namhafte Organisationen ein Overwatch-Team gesichert.

Mit Cloud9 und Team Liquid treten zwei Global Player des eSports mit ihren Overwatch-Lineups an. Auch Luminosity Gaming oder Team EnVyUs sind bereits im neuen Titel zugange, sodass die Aufmerksamkeit der großen Organisation definitiv vorhanden ist. Der FC Schalke 04 erklärte auf der ersten Pressekonferenz zum kürzlich verpflichteten League of Legends-Team, dass eine Expansion in Overwatch in Betracht gezogen werde.

Ob Overwatch ein erfolgreicher eSports-Titel wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Neben Blizzards Engagement wird es auch darauf ankommen, wie gut Turnierveranstalter ihre Events und Wettbewerbe zuschauerfreundlich präsentieren können. Damit könnte TaKeTV ab Freitag in Krefeld einen unvergesslichen Grundstein legen.

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