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Die Summen, die durch eSports umgesetzt werden, steigen immer weiter an
Die Summen, die durch eSports umgesetzt werden, steigen immer weiter an © Getty Images
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eSports hat im Deutschen Olympischen Sportbund weiter einen schweren Stand. Die Mitgliederversammlung stimmt gegen eine Aufwertung der Sparte.

Der eSport bleibt beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) außen vor. Die Mitgliederversammlung bestätigte am Samstag in Düsseldorf die Position des Vorstands und des Präsidiums mit großer Mehrheit bei nur fünf Gegenstimmen. 

Der DOSB erkennt demnach elektronische Sportartensimulationen ("virtuelle Sportarten") an, lehnt aber "eGaming" ab. Darunter versteht der Dachverband alle Computerspiele, die "nicht den virtuellen Sportarten entsprechen" - der weitaus größte und populärste Teil der weltweit boomenden Branche. 

Der DOSB gehe davon aus, "dass eGaming in seiner Gesamtheit nicht den zentralen Aufnahmekriterien entspricht, die das Sport- und Verbändesystem unter dem Dach des DOSB konstituieren und prägen", hieß es in der Beschlussvorlage. Man wirke "konsequent darauf hin, dass keine eGaming-Aktivitäten in Vereinen angeboten werden, die dem anerkannten Wertekanon des DOSB-Sportsystems nicht entsprechen". 

Man setze sich dafür ein, die virtuellen Sportarten unter dem Dach des organisierten Sports als gemeinnützig anzuerkennen und wendet sich entschieden gegen eine Aufnahme von eGaming/"'eSport' in die Abgabenordnung, hieß es weiter.

eGame-Organisationen, der eSport-Bund Deutschland (ESBD) und auch Vertreter aus der Politik hatten die Positionierung des DOSB im Vorfeld der Mitgliederversammlung heftig kritisiert.

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