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Ziert bald eine eSports-Arena die Hamburger Skyline?
Ziert bald eine eSports-Arena die Hamburger Skyline? © Pixabay
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Das Massenphänomen eSports füllt regelmäßig große Hallen und wenn es nach ELC Gaming aus Hamburg geht, steht dort bald die erste reine eSport-Arena.

Das junge Unternehmen aus dem Hamburger Umland ist ein Ableger eines chinesischen Joint Ventures und plant direkt sehr groß. Seit 2016 hat ELC schon einige Turnier veranstaltet und unter anderem mit einem eSports-Truck auf sich aufmerksam gemacht.

Dort konnten die Teams in einem umgebauten Anhänger gegeneinander antreten. Für die Übertragung war auch ein kleine Studio eingebaut. Die Planungen in Hamburg für die eigene Arena sind aber noch eine Nummer größer. "Wir geben den Zuschauern ein Zuhause", erklärte Leon Groenewoud auf SPORT1-Anfrage: "Hamburg hat großes eSports-Potenzial." Auch Paris oder London seien Optionen gewesen, aber auch aufgrund der Wurzeln von ELC fiel die Entscheidung auf die Hansestadt.

"Jeden Tag die Woche geöffnet"

Das Konzept sei zudem einzigartig. Zwar stehen in Berlin und Köln Studios, doch ein fester Anlaufpunkt für Gamingfans sei so nicht gegeben: "Wir haben keine Konkurrenz." Es sei aber auch klar, dass sein Unternehmen keine BarclayCard-Arena mit 17.000 Leute fülle, wie es die ESL mit einem Dota-2-Event im letzten Jahr gemacht hat. "Bei uns gibt es dafür dann rund 100 PCs, Verpflegung und wir haben jeden Tag die Woche geöffnet", führte Groenewoud aus.

Dass die Bekanntmachung nur ein paar Tage nach der Meldung kommt, dass die Große Koalition eSports als Sportart anerkennen möchte, sei aber Zufall. ELC-Mann Groenwoud dazu: "Förderung ist schön, brauchen wir aber nicht." Das Feedback aus der Hamburger Politik sei aber positiv und vor allem bei den bürokratischen Hürden erhoffe er sich Hilfe: "Die haben auf jeden Fall Lust auf die Idee."

Nach Kalifornien und Peking kommt Hamburg

Zusammen mit dem Mutterkonzern Allied Esports stellt die Firma "weltweit das größte Arenennetzwerk". In Kalifornien, Shenzhen und Peking stehen bereits Stadien. Bei den eSport-Titeln soll dabei nicht aussortiert werden, sodass jeder Spieler vorbeikommen kann, um das Spiel seiner Wahl zu starten.

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Angepeilt ist für die Eröffnung das erste Quartal 2019, eine feste Immobilie, die gemietet wird, gibt es aber noch nicht. Dennoch schaue sich ELC fleißig nach Gebäuden um: "Ein paar Hundert bis 1000 Leute müssen dort dann Platz finden, aber da müssen wir noch schauen."

Neben den reinen eSports-Event stellt das Konzept auch Raum für Trainingslager, Entwicklertreffen und Interessierte dar. Der eSport-Standort Deutschland ist traditionell sehr relevant. Mit der ESL kommt der größte Ligenveranstalter aus Köln und macht die LANXESS Arena regelmäßig voll. Auch die europäische Königsklasse in League of Legends spielt im wöchentlichen Rhythmus in Berlin um Punkte.

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