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Der eSports ist eine Millionenmarkt und füllt riesige Hallen © Adela Sznajder/ESL/IEM
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Der eSports boomt: weltweit fiebern Fans mit ihren Spielern oder Teams mit. Nun wird erstmals ein Studiengang speziell für das Thema angeboten.

Noch vor Jahren Nische, heute eine Millionenindustrie: eSports begeistert weltweit unzählige Menschen. Die verschiedensten Teams messen sich in zahlreichen Games miteinander und streiten stellenweise um Millionenbeträge. Nun bietet eine Universität in Deutschland den ersten europaweiten Bachelorstudiengang im Bereich des kompetitiven Spielens an. 

eSports made in Bayern

Bei der Universität handelt es sich um die Hochschule für angewandtes Management aus Ismaning, die über mehrere Lernzentren in Unna, Treuchtlingen, Neumarkt, Hamburg und Berlin verfügt. Der Studiengang soll den Teilnehmern in sieben Semestern alle relevanten Themen näherbringen, um nach dem Abschluss als Experte in der Industrie Fußfassen zu können. Startschuss ist September 2018.

Darüber hinaus beschränkt sich das Studium nicht nur auf den Bereich eSports. Grundsätzlich ist es ein Sportmanagement Studium mit Vertiefung in die eSports-Inhalte. Denn selbst wenn sich eSports von den herkömmlichen Sportarten abhebt, so bleiben die wirtschaftlichen wie hintergründigen Aspekte gleich. 

Sieben praxisnahe Semester

Das erklärte der Verantwortliche Tobias Benz gegenüber SPORT1. Benz war in der Vergangenheit als Manager des besonders in League of Legends erfolgreichen Teams Euronics Gaming tätig. Für den Studiengang sieht er gleich mehrere Interessensgruppen: "Wir bauen auf drei Säulen: Professional Gaming, die klassische Sportthematik und den Entertainment- und Marketing-Faktor."

Geplant sind sieben Regelsemester Studienzeit, wo auch ein Praxissemester dazugehört. Die Standorte für das Fernstudium mit Präsenzphasen sind Ismaning bei München und Berlin und knapp 48 Stunden nach Veröffentlichung der Ausschreibung seien schon über 20 Bewerbungen eingegangen. Insgesamt gibt es pro Standort 30 Plätze.

Dabei kann in Voll- und Teilzeit sowie berufsbegleitend studiert werden. Benz erklärte: "Wir wollen da maximale Flexibilität." Auch der Praxisanteil soll hoch sein, weshalb die Hochschule in Kooperationsgesprächen mit großen Namen aus dem eSports-Bereich steht. Das betrifft dann auch fachspezifische Dozenten.

Mehr Informationen zum Studiengang gibt es auf der offiziellen Webseite.

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