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Für viele Fußballer ist Zocken eine angenehme Auszeit. Neymar und Özil haben schon eSports-Erfahrung. Doch wer verbringt die meiste Zeit in der virtuellen Welt?

Der Ex-Nationalspieler Mesut Özil hat im vergangenen Sommer die eSports-Szene kurzzeitig aufgemischt.

Der 30-jährige Profi-Fußballer gründete sein eigenes eSports-Team "The M10 eSports", welches den gerade mal 16-jährigen FIFA-Spieler Josh "Squirrel" Banh, den 19-jährigen Fatih "FIFAUstun" Üstün aus Dänemark und den 21 Jahre alten Pedro "PResende" Resende Soares aus Brasilien verpflichtete.

Özil selbst zeigte seine Gaming-Skills im Oktober 2018 erstmals vor Live-Zuschauern auf der Streaming-Plattform Twitch. Allerdings streamte der eSports-Fan nicht die beliebte Fußballsimulation mit seinem Team, sondern Fortnite, den erfolgreichsten Battle-Royale-Shooter des letzten Jahres.

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Der Fußballer soll angeblich bereits mehr als 5000 Matches in Fortnite absolviert haben, wie sein Profil während des Streams zeigte, und sich zudem im Dezember laut Daily Star wegen übermäßig vielen Zockens sogar verletzt haben.

Fortnite-Hype bei Özil und Co.

Dass viele Fußball-Profis im Fortnite-Fieber stecken zeigte sich oft auf dem Rasen, indem die Kicker ihre Erfolge mit den populären Tänzen aus dem Videospiel feierten. Einer der bekanntesten Fans ist Antoine Griezmann. Der Fortnite-Jubel des Weltmeisters sorgte schon häufig für Ärger bei den Fans, denn der "Take the L"-Tanz wird auch in der Gaming-Community als respektlos gewertet.

© Getty Images

Neben Griezmann und Dele Alli teilt auch Tottenhams Harry Kane die Leidenschaft zu Fortnite. Ende November 2018 teilte der 25-jährige Brite ein Bild von sich beim Daddeln, während er seine einjährige Tochter im Arm hält.

Sogar Zlatan Ibrahimovic macht es den Fortnite-Streamern nach und schließt sich seinem Bruder KekGs, der den Twitch-Partnerstatus genießt, in seinen Streams an.

Nicht nur auf dem Platz ein Profi

Julian Riedel von Hansa Rostock mischte nicht nur bei den Profis auf dem echten Rasen mit, sondern auch bei den FIFA-Athleten in der Weekend League. Der deutsche Fußballer gehörte im letzten Jahr zu den Top 100 der besten deutschen FIFA-Gamer.

Auch der ehemalige brasilianischer Fußballer Wendell Lira bemerkte seinen Drang zum Zocken. Er ging sogar soweit, dass er seine Fußball-Karriere 2016 an den Nagel hing, um FIFA-Profi zu werden.

Shooter-Fan Neymar

Ein weiterer Fußball-Star, den es immer wieder vor den Bildschirm zieht, ist PSG-Stürmer Neymar. Anders als die anderen Profis hat er seine Vorliebe für klassische Shooter-Spiele gefunden. Der 27-Jährige soll schon mehr als 2600 Spielstunden in Counter-Strike: Global Offensive, dem größten Ego-Shooter-Titel im eSports, investiert haben. Daneben hat es dem Brasilianer auch PUBG, dem Konkurrenten zu Fortnite, angetan.

Ende letzten Jahres hat Neymar sogar die Ballon d'Or Verleihung verpasst um auf Twitch das neue Call of Duty und Battlefield zu spielen. Die Entwickler der Spiele feierten das als großen PR-Coup.

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