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Berin ist der einzige deutsche Clash Royale-Spieler, der in der Crown Championship spielt. Er war vorher unbekannt und hat es mit Free-To-Play geschafft.

Von Matthias Holländer

Vor den Qualifiern für die europäische Top 8 der Crown Championship Global Series kannte ihn keiner, jetzt ist er einer der besten Spieler in Deutschland und Europa. Berin ist die deutsche Hoffnung auf den Clash Royale Weltmeister-Titel.

Von der Ladder in die Top 8

Berin ist das Paradebeispiel für die Story, die Clash Royale-Entwickler und -Veranstalter SUPERCELL mit der Crown Championship erzählen wollte: vom niemand zum Superstar über offene Qualifier.

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Der 17-Jährige Berin "Berin" Bjelak aus Hannover ist gerade mit der Schule fertig geworden und spielte in den offenen EU-Qualifiern für die CCGS mit. Er probierte es einige Male, aber erst beim letzten Qualifier sollte es klappen.

Dort gewann er seine Matches komplett mit einem Deck und wurde mit einer Reihe von beeindruckenden Siegen zum einzigen verbleibenden deutschen Vertreter in der Crown Championship.

Clash Royale ist zwar nicht sein erstes Handyspiel, allerdings ist es das erste Spiel, das er wirklich als eSport spielt - was für ein Einstand.

Seine Qualifikation wurde im Rahmen der ersten deutschen CCGS-Übertragung analysiert und kann auf YouTube in voller Länge angesehen werden.

Meister der Schweinereiter-Kontrolle

Den Qualifier, den Berin gewann, um sich für die europäische Top 8 der CCGS zu qualifizieren, spielte er mit einem einzigen Deck. Beeindruckend, wenn man bedenkt, dass besonders die späteren Gegner wussten, was er spielen würde.

Bei dem Deck handelt es sich um ein Schweinereiter-Kontrolldeck, das der junge Deutsche sichtlich gemeistert hatte. So gewann er auch gegen vermeintliche Konter-Decks mit seinem nahezu fehlerfreien Spiel.

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Dieses Deck beherrschte Berin so gut, dass er damit gegen jeden Decktyp bestehen konnte.

Europa und dann die Welt

Im Rahmen der Crown Championship Global Series kann sich Berin nun zunächst gegen die besten Spieler Europas beweisen und hat dort bereits etablierte Größen wie Adam geschlagen.

Auch gegen den bekannten Turnierspieler NemSensei aus Frankreich verlor Berin nur knapp. In der CCGS-Top 8 bewies Berin zudem, dass er auch andere Decks spielen kann. Er spielte zum Beispiel ein starkes Deck um drei Musketierinnen.

Sollte Berin unter den besten sechs Spielern Europas landen, wird er die Chance bekommen, bei der Clash Royale Weltmeisterschaft um 1 Million US-Dollar zu spielen.

Free-To-Play und keine eSports-Erfahrung

Was den phänomenalen Lauf von Berin und seine Konkurrenzfähigkeit gegen die besten Spieler der Welt noch beeindruckender macht, ist die Tatsache, dass er noch kein Geld in das Spiel investiert hat.

Aus diesem Grund war Berin bisher auch völlig unbekannt, da er mit seinem Free-To-Play-Account zumindest in der Ladder nicht an die Spitze kommen kann.

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Berin hat in der Crown Championship im Turniermodus allerdings bewiesen, dass man Skill nicht kaufen kann und Erfolg auch ohne Investment möglich ist. Clash Royale-eSport ist nicht Pay-To-win.

"Ich hoffe sie bringen weiter gute Updates raus," antwortet Berin auf die Frage nach der Zukunft von Clash Royale. Vorallem aber wünscht er sich "mehr von diesen großen Events, da sie einfach das Beste für das Spiel sind."

Im Interview bei der deutschen Übertragung der CCGS spricht Berin über seine Qualifikation.

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